Einbürgerung

Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit nach Maßgabe der Bestimmungen des Staatsangehörigkeitgesetzes (StAG)

Zuständige Ausländer- bzw. Staatsangehörigkeitsbehörde für den Bereich der Stadt Menden (Sauerland) ist der Märkische Kreis in Lüdenscheid, in Einzelfällen die Bezirksregierung in Arnsberg.

Anträge auf Einbürgerung nimmt die Stadt Menden (Sauerland) entgegen.

Nachstehend erhalten Sie allgemeine Informationen zur Einbürgerung. Individuelle Fragen können im persönlichen Gespräch erörtert werden:

Voraussetzung für die Einbürgerung Erwachsener:

nach § 10 StAG:

  • seit mindestens acht Jahren erlaubter Aufenthalt in Deutschland
  • Besitz einer Aufenthalts- oder Niederlassungserlaubnis (hiervon ausgenommen sind freizügigkeitsberechtigte Unionsbürger und gleichgestellte Staatsangehörige eines EWR-Staates).

nach § 9 StAG: (Ehegatten Deutscher)

  • seit mindestens drei Jahren erlaubter Aufenthalt in Deutschland
  • die eheliche Lebensgemeinschaft muss seit mindestens zwei Jahren bestehen

zusätzlich für beide Rechtsvorschriften:

  • ausreichendes eigenes Einkommen (keine Sozialhilfe oder ALG II)
  • ausreichende deutsche Sprachkenntnisse
  • Straffreiheit: Der Einbürgerungsbewerber darf nicht wegen einer Straftat verurteilt worden sein; geringfügige Strafen oder solche, die nach Ablauf der Bewährungszeit erlassen worden sind, spielen keine Rolle.
  • Aufgabe und Verlust der bisherigen Staatsangehörigkeit: Grundsätzlich soll vermieden werden, dass eine Person durch Einbürgerung eine zweite Staatsangehörigkeit erhält. Nur in Ausnahmefällen wird es deshalb hingenommen, dass der Antragsteller die bisherige Staatsangehörigkeit behalten darf.
  • Gegen den Antragsteller darf kein ausländerrechtlicher Ausweisungsgrund bestehen.
  • Der Einbürgerungsbewerber muss sich schriftlich zur freiheitlichen demokratischen Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland bekennen

Einbürgerung von Kindern:

  • Für Kinder unter 16 Jahren kann die Einbürgerung mit dem Antrag der Eltern oder eines Elternteils beantragt werden.
  • Minderjährige Kinder müssen nach Vollendung des 16. Lebensjahres die Einbürgerung - mit Zustimmung der Eltern - selbst beantragen.
  • Für Kinder unter 16 Jahren kann die Einbürgerung nur dann selbständig (ohne gleichzeitige Einbürgerung eines Elternteils) beantragt werden, wenn das Kind hier mit einem deutschen Staatsangehörigen, der für das Kind sorgeberechtigt ist, in familiärer Gemeinschaft lebt. Hier ist ein Mindesaufenthalt im Inland von drei Jahren erforderlich.

Kosten

Die Gebühr für die Einbürgerung erwachsener Personen beträgt 255,00 Euro pro Person, für ein minderjähriges Kind ohne eigenes Einkommen 51,00 Euro.
Die Gebühren werden fällig nach der Entscheidung über den Antrag. Nach Eingang des Antrags erhebt der Märkische Kreis einen Bearbeitungsvorschuss in Höhe von 75 % der Gesamtgebühr. Hinzu kommen ggf. Gebühren, die im Verfahren der Entlassung aus der bisherigen Staatsangehörigkeit an die Behörden des Heimatlandes zu zahlen sind.

Rechtsgrundlagen

Staatsangehörigkeitsgesetz

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Herr R. Dodt

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