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Stellungnahme von Bürgermeister Martin Wächter zur Entscheidung der KKIMK

„Natürlich ist das ein Schlag für unsere Stadt mit dem wir so auch nicht gerechnet haben. Und besonders bedauerlich ist es für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aber natürlich auch für Mendener Familien", so Martin Wächter zur Entscheidung der Katholischen Kliniken im Märkischen Kreis (KKIMK). Am Mittwochnachmittag (1. März 2017) hatte der Klinikverbund bekannt gegeben, dass die Gynäkologie und Geburtshilfe des Krankenhauses zum Ende des Monats geschlossen werden. „Auch ich habe erst gute 12 Stunden vor Bekanntgabe von diesen Plänen erfahren", so Wächter weiter, der gemeinsam mit Kämmerer und Sozialdezernent Uwe Siemonsmeier noch gestern Nachmittag (1. März) das persönlichen Gespräch mit der Betriebsleitung des Krankenhauses führte.
„Aus wirtschaftlicher Sicht kann ich die Beweggründe des Betreibers zwar verstehen", so Wächter. Krankenhäuser müssten sich spezialisieren, um überlebensfähig zu bleiben. Allerdings: „Daraus ergeben sich insbesondere für unsere Präventivstrategie im Jugendamt wichtige Fragestellungen, über die wir uns - auch gemeinsam mit der Betriebsleitung des Krankenhauses - Gedanken machen müssen". Und dafür bleibe jetzt natürlich wenig Zeit, „um sich um die zu kümmern, die es betrifft", ergänzt Siemonsmeier. „Denn jetzt muss im Rathaus geprüft werden, in wie weit das Konzept der ‚Frühen Hilfen‘ betroffen sein wird, wenn der wichtige Netzwerkpartner, die Geburtsklinik künftig nicht mehr zur Verfügung steht."
Das Konzept „Frühe Hilfen für Familien" hat die Stadt mit dem Ziel entwickelt, zum frühestmöglichen Zeitpunkt umfangreiche Unterstützungsangebote für Familien bereitzuhalten und einen unbürokratischen Zugang zu diesen Angeboten und Leistungen zu ermöglichen. Zum Beispiel durch Geburtsvor- und nachbereitungsangebote wie die „Elternschule".
„Allerdings macht dieser Schritt, in dem andere Bereiche des Krankenhauses ausgebaut werden, das St. Vincenz Krankenhaus für Menden ein Stück weit zukunftssicher, so dass wir auch künftig in Menden noch ein eigenes Krankenhaus haben werden. Anders als das zum Beispiel vor ein paar Jahren in Balve der Fall war oder erst kürzlich in Altena", so Wächter.