Denkmalpflege: Der historische Stadtrundgang

Ende der 80er Jahre hat der Kulturausschuss der Stadt Menden in Zusammenarbeit mit dem Heimat- und Verkehrsverein Menden (Sauerland) e.V. - damals noch Verkehrsverein Menden - beschlossen, die bedeutendsten Denkmäler der Stadt mit Denkmalschildern auszustatten. Anfangs war dieser historische Rundgang noch Aufgabe der Stadt. Seit einigen Jahren kümmert sich der Verein um die Beschilderung historischer Gebäude, die wir Ihnen hier exemplarisch vorstellen wollen.
St. Vincenz - Kirche

St. Vincenz-Kirche

Die St. Vincenz-Kirche ist als gotischer Hallenbau 1345 in der Amtszeit des Erzbischofs Walram erbaut und von 1868 bis 1871 im spätgotischen Baustil durch den Architekten Fischer erweitert worden. Der Glockenturm ist das höchste Gebäude der Stadt.

Musikschule

Altes Hospiz

Das ehemalige Hospiz „Zum Heiligen Geist“ wurde Ende des 13. Jahrhunderts im gotischen Stil erbaut und ist das älteste erhaltende Gebäude Mendens. Nach dem Brand von 1663 wurde es erneuert und erweitert. Heute ist es der Sitz der Musikschule.

Museum

Haus Biggeleben

In dem barocken Patrizierhaus des ehemaligen Kaufmanns und Bürgermeisters Johann Casper Biggeleben ist seit 1914 das Stadtmuseum untergebracht. Es wurde 1730 erbaut.

altes Haus

„Schmittmann-Haus“

Der Bau des barocken Patrizierhauses am Kirchplatz 4 wurde im Jahr 1571 durch den Richter Peter Schmittmann in Auftrag gegeben. Das Schmittmann-Haus war von 1864 bis 1886 Sitz des Rathauses.

frühere Apotheke

Marktapotheke

Bei der ehemaligen Marktapotheke aus dem Jahr 1710, welche von dem Kaufmann Johann Caspar Biggeleben gegründet wurde, handelt es sich ebenfalls um ein barockes Patrizierhaus.

heutiges Jugendzenrum

Ehemaliges Rathaus und Stadtschule

Das Bürgerhaus am Kirchplatz 3, 1864 im Stil des Nachklassizismus erbaut, wurde ursprünglich als höhere Stadtschule und in der Zeit von 1886 bis 1912 als Rathaus genutzt. Anschließend war in dem Gebäude bis 1958 das Amtsgericht und bis 1973 die Polizeiwache untergebracht. Heute ist hier das städtische Jugendzentrum beheimatet.
Altes Rathaus

Altes Rathaus

Das Alte Rathaus wurde 1912 von Karl Moritz aus Köln in Mendens zentralster Lage erbaut. Das im Jugendstil errichtete markante Gebäude sticht durch seinen Turm und dem Laubengang nach mittelalterlichem Vorbild hervor. Auf dem Turmleben befindet sich ein von der Firma Schmöle kreiertes Westfalenross. Vor dem Alten Rathaus befand sich an gleicher Stelle ein Gebäude, in welchem u.a. die Kaiserlichen Reichspost, das Hotel `Zum Adler` und der Gasthof `Beiderlinden` untergebracht waren. Heute hat in dem zentralen Gebäude die Stadtbücherei ihre Heimat gefunden.
ehemalige Mendener Mühle

Schlossmühle

Die ehemalige Schlossmühle mit angrenzendem Mühlengraben und Müllerhaus wurde Anfang des 16. Jahrhunderts erbaut. Damit die schweren Säcke mit Korn und Mehl nicht die Treppen zum Speicher der Mühle hinauf- und hinuntergetragen werden mussten, wurde im Dachgeschoss ein hölzerner Vorbau mit einem Flaschenzug errichtet, der noch heute das markante Wahrzeichen Mendens ältester Mühle ist.

Holzkreuz

Feldrainkreuz

Das Feldrainkreuz wurde ca. 1860 angefertigt und ist eines der ältesten erhaltenen Hofkreuze im Kreisgebiet. Sein ursprünglicher Standort war der Hof Kemper am Lahr 75. Nach einer umfangreichen Restaurierung befindet es sich als eine Dauerleihgabe der Familie Peter Kemper aus Schwitten seit 1991 in der St. Paulus-Kirche im Lahrfeld.

Schild der Denkmalpflege

Rentschreiber-Turm

Der Rentschreiber-Turm mit seinem achteckigen Treppenturm aus dem 16. Jahrhundert gehörte zur mittelalterlichen Stadtbefestigungsanlage, welche ab 1344 vom Kölner Erzbischof Walram von Jülich in Auftrag geggeben wurde. Zusätzlich war er ein Teil des kurfürstlichen Schlosses Mendens, welches jedoch 1979 abgerissen wurde.

Poenigeturm

Poenigeturm

Der Poenigeturm, Heimat des mittelalterlichen Gefängnisses, war ebenfalls ein Teil der Stadtbefestigung.

Narrenkappe aus Metall

Teufelsturm

Teufelsturm mit beidseitigen Bürgerhäusern, Teil der mit Türmen befestigten Stadtmauer, Anfang des 14. Jh. durch den Kölner Erzbischof Walram von Jülich errichtet, heute Westfälisches Fastnachtmuseum.

Rotes Fachwerkhaus am Teufelsturm

Zweigeschossiges Fachwerkhaus in backsteinverfüllter Kragenbauweise mit Doppelwalmdach, Andreaskreuze im Obergeschoss. In der Tür ein Rokokoblatt der Zeit um 1770. Ehemalige und einzige Seilerei Mendens.

Ev. Heilig-Geist-Kirche

Die evangelische Heilig-Geist-Kirche wurde als Hallenkirche von 1861 bis 1864 nach den Plänen des Architekten Heyden erbaut. Dieser Bau im neugotischen Stil an der Bodelschwinghstraße ersetzte seinen schlichten Vorgänger aus dem Jahr 1834, welcher an der Ecke Bahnhofstraße zum Südwall gegenüber der Stadtmühle lag.