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Musikfahrten in das Dortmunder Opern- und Konzerthaus in der Saison 2017/18

"Arabella"

Sonntag, 08. Oktober 2017, 18:00 Uhr im Opernhaus

LYRISCHE KOMÖDIE VON RICHARD STRAUSS LIBRETTO VON HUGO VON HOFMANNSTHAL

Das begehrteste Mädchen Wiens soll verheiratet werden. Doch die Sache wird weder einfach noch billig. Arabella ist das letzte Kapital ihres Vaters Waldner, der spielsüchtig ist und die bürgerliche Fassade der Familie nur noch mühsam aufrechterhalten kann. Arabella selbst ist unzufrieden mit den Angebern und Waschlappen, die sich um ihre Gunst bewerben. Sie träumt von einem Mann, dessen Auftauchen für sie mit einem Schlag alles klar macht. Er lässt nicht lange auf sich warten. Mandryka kommt aus den Wäldern, ein reicher Bauer, unsicher auf dem großstädtischen Parkett und doch unerschütterlich in seiner Gewissheit, ein richtiges Leben zu führen. Niemand kann ihm widerstehen: Waldner nicht seinem Geld, die High Society nicht seiner Siegesgewissheit und Arabella nicht seinem Versprechen, dass sich ihr kompliziertes Leben auf dem gesellschaftlichen Parkett in die Existenz einer Großbäuerin verwandeln könnte: Mit einem starken Mann, vielen Kindern und klaren Aufgaben.

Die künstlerische Zusammenarbeit von Strauss und von Hofmannsthal war fruchtbar und erfolgreich wie kaum eine andere. Ihre Oper ARABELLA verbindet operettenhafte Augenblicke mit dem tiefen Sentiment einer großen Oper.

"Hairspray"

Sonntag, 05. November 2017, 18.00 Uhr im Opernhaus

MUSICAL VON MARC SHAIMAN
BUCH VON MARK O’DONNELL UND THOMAS MEEHAN
SONGTEXTE VON SCOTT WITTMAN UND MARC SHAIMAN


Baltimore, 1962. Die Corny Collins Show des lokalen Fernsehsenders ist das Zentrum von Tracy Turnblads Welt. Jeden Nachmittag präsentieren hier die „Nicest Kids in Town“ die neueste Musik und die aktuellsten Tanzschritte. Einmal mit dabei zu sein, einmal neben ihrem Schwarm Link Larkin tanzen zu dürfen, das ist Tracys großer Traum. Doch dafür scheint sie zu füllig und zu unangepasst zu sein – nicht nur wegen ihrer hochtoupierten Jackie-Kennedy-Frisur. Als sie jedoch beim Nachsitzen die coolen Tanzschritte der schwarzen Mitschüler kennenlernt, ist ihre Chance gekommen. Es klingt wie eine charmante Teenager-Komödie – das korpulente Mädchen aus dem Arbeiterviertel mit einer übergewichtigen Mutter, die sich nicht mehr aus dem Haus traut, verbannt die schlanke, blonde Produzententochter Amber von ihrem Platz.
Doch HAIRSPRAY geht darüber hinaus und entwirft das Bild Amerikas der frühen 60er Jahre, als Rassendiskriminierung gelebter Alltag war. Dass der Kampf um Gleichberechtigung mit den Mitteln der Musik gewonnen werden kann, war bereits bei der Uraufführung ein naives Happy End. Freuen Sie sich auf Songs mit Ohrwurm-Garantie und flotte Show-Einlagen.
Bekannt geworden ist das 2002 uraufgeführte Musical einem größeren Publikum durch die Verfilmung mit John Travolta als Tracys Mutter Edna. Diese Partie wird traditionell von einem Mann gespielt – in Dortmund übernimmt sie Kammersänger HANNES BROCK, der für komische Momente auf der Bühne sorgt.

"Frau Luna"

Sonntag, 04. Februar 2018, 18:00 Uhr im Opernhaus

REVUE-OPERETTE VON PAUL LINCKE
TEXT VON HEINRICH BOLTEN-BAECKERS


Da staunt der Mechaniker Fritz Steppke nicht schlecht, als sich herausstellt, dass der Mann im Mond eigentlich eine Dame ist – und eine piekfeine noch dazu. Der Ausflug im Expressballon hält für die drei Junggesellen aus Berlin so manche Überraschung bereit. Doch weder die Putzkolonne aus Mondelfen noch der lunare Haushofmeister Theophil, weder der pompöse Planetenball noch das spektakuläre Luftballett können die Erkenntnis verhindern, dass es auf dem Mond nicht wirklich anders zugeht als zu Hause. Dafür sorgt nicht zuletzt Frau Pusebach, die sich beherzt an die Fesselleine hängt, um zu verhindern, dass ihr Verlobter Pannecke auf interstellare Abwege gerät.
Nach den Jazz-Operetten von Paul Abraham in den letzten Spielzeiten führt Paul Linckes FRAU LUNA nun zu den Anfängen der Berliner Operette zurück. Mit dem großen Erfolg der Uraufführung 1899 etablierte Lincke die Operette als das charakteristische Genre der wachsenden Großstadt Berlin. Die Mischung aus Sentiment und Witz, musikalisch gespiegelt in schwungvollen Märschen (DAS IST DIE BERLINER LUFT) und gefühlvollen Walzern (SCHLÖSSER, DIE IM MONDE LIEGEN), das bodenständige Personal mitten aus Berlin und eine Handlung, die sich aus einer Alltagssituation entwickelt, sind die Zutaten, die auch die zukünftigen Erfolge des Teams Lincke/Bolten-Baeckers auszeichnen.

"Nabucco"

Sonntag, 25. März 2018, 18.00 Uhr im Opernhaus

DRAMMA LIRICO VON GIUSEPPE VERDI
LIBRETTO VON TEMISTOCLE SOLERA IN ITALIENISCHER SPRACHE MIT DEUTSCHEN ÜBERTITELN


Israel gegen Babylon, der Gott Jahwe gegen den Götzen Baal, der babylonische König Nabucco gegen den jüdischen Hohepriester. Und inmitten dieser entfesselten Feindschaften ein Dreieck von Liebenden. Fenena und Abigaille, die Töchter Nabuccos, lieben den Israeliten Ismaele. Als er seine Gunst der zarten Fenena schenkt – die im Gegensatz zu Abigaille eine leibliche Tochter des Königs ist –, verwandelt sich ihre Schwester in eine Bestie und wendet sich gegen alle, in denen sie ihre Feinde erkennt: Fenena, Ismaele, ihren Vater und ganz Israel. Sie ist bereit, ein ganzes Volk auszulöschen, um ihre Rache ins Werk zu setzen. Doch eine höhere Macht fällt ihr in den Arm.
NABUCCO war 1842 Verdis erster echter Erfolg. Er traf die Italiener mitten ins Herz, die sich nach der Befreiung aus der babylonischen Gefangenschaft Österreichs und des Vatikans sehnten – der berühmte GEFANGENENCHOR ist bis heute die inoffizielle italienische Nationalhymne. Aber es war nicht nur der politische Kontext, der das Stück zum Klassiker machte. Verdi hat eine atemlose Handlung vertont, ein apokalyptisches Amalgam aus sich überstürzenden Ereignissen, unüberlegten Entscheidungen, wahnsinnigen Politikern und welterschütternden Liebesgefühlen.
Eine Geschichte von Menschen, die nur Alles oder Nichts kennen und die mit alttestamentarischer Wucht triumphieren oder untergehen müssen.

"9. Philharmonisches Konzert" kontra_punkt

Dienstag, 05. Juni 2018, 20.00 Uhr im Konzerthaus

WERKE VON J. S. BACH UND L. V. BEETHOVEN
DIRIGENT UND ORGEL: MARTIN HASELBÖCK
VIOLINE: NEMANJA RADULOVIC


„Bach ist Anfang und Ende aller Musik.“ Wahrscheinlich würden sich alle Musiker dem Ausspruch von Max Reger sofort anschließen, und er gilt besonders für dieses Konzert. Als Rahmen fungiert die berühmte TOCCATA UND FUGE D-MOLL: Zu Beginn auf der Orgel, gespielt vom Wiener Hoforganisten MARTIN HASELBÖCK (Foto) – zum Abschluss in der wirkungsvollen, spätromantisch-wuchtigen Orchestrierung von Leopold Stokowski.
NEMANJA RADULOVIC widmet sich dem VIOLINKONZERT A-MOLL. Er hat einen ganz eigenen, unkonventionellen Umgang mit Bach entwickelt nach seiner Maxime: „Ich will für jeden spielen!“ Auch der Brite Edward Elgar war ein glühender Bach- Verehrer. Diese Verehrung gipfelte nach Jahren in seiner Bearbeitung der FANTASIE UND FUGE C-MOLL zu einem glänzenden Orchesterwerk. Und Beethoven, der mit seiner 1 . SINFONIE selbst den Grundstein für neue Maßstäbe setzte, nannte Bach den „Urvater der Harmonie“ und sagte sehr charmant: „Nicht Bach, sondern Meer sollte er heißen.“