Kontakt

Hauptstraße 48
58706
Menden
02373 903-8754
02373 903-108754

Musikfahrten in das Dortmunder Opern- und Konzerthaus in der Saison 2018/2019

"9. Philharmonisches Konzert" kontra_punkt

Dienstag, 05. Juni 2018, 20.00 Uhr im Konzerthaus

WERKE VON J. S. BACH UND L. V. BEETHOVEN
DIRIGENT UND ORGEL: MARTIN HASELBÖCK
VIOLINE: NEMANJA RADULOVIC


„Bach ist Anfang und Ende aller Musik.“ Wahrscheinlich würden sich alle Musiker dem Ausspruch von Max Reger sofort anschließen, und er gilt besonders für dieses Konzert. Als Rahmen fungiert die berühmte TOCCATA UND FUGE D-MOLL: Zu Beginn auf der Orgel, gespielt vom Wiener Hoforganisten MARTIN HASELBÖCK (Foto) – zum Abschluss in der wirkungsvollen, spätromantisch-wuchtigen Orchestrierung von Leopold Stokowski.
NEMANJA RADULOVIC widmet sich dem VIOLINKONZERT A-MOLL. Er hat einen ganz eigenen, unkonventionellen Umgang mit Bach entwickelt nach seiner Maxime: „Ich will für jeden spielen!“ Auch der Brite Edward Elgar war ein glühender Bach- Verehrer. Diese Verehrung gipfelte nach Jahren in seiner Bearbeitung der FANTASIE UND FUGE C-MOLL zu einem glänzenden Orchesterwerk. Und Beethoven, der mit seiner 1 . SINFONIE selbst den Grundstein für neue Maßstäbe setzte, nannte Bach den „Urvater der Harmonie“ und sagte sehr charmant: „Nicht Bach, sondern Meer sollte er heißen.“

"Der Barbier von Sevilla"

Sonntag, 28. Oktober 2018, 18.00 Uhr im Opernhaus

OPER VON GIOACHINO ROSSINI

Alles könnte ganz einfach sein, denn Graf Almaviva ist es gewohnt zu bekommen was er will. Nun liebt er Rosina, die Pflegetochter von Doktor Bartolo, der selbst ein Auge auf sein Mündel und dessen Mitgift geworfen hat. Doch Almaviva will Rosina nicht mit seinem Status, sondern mit seiner Leidenschaft für sich gewinnen, weshalb er sich als mittelloser Student ausgibt. Mit Hilfe Figaros gelingt es ihm in das Haus des Doktors zu gelangen: Erst als betrunkener Soldat, dann als Musikmeister Alonso verkleidet kann er mit seiner Geliebten Briefchen und Zärtlichkeiten austauschen. Als Bartolo die Maskerade durchschaut, wirft er den dreisten Nebenbuhler aus dem Haus. Figaros Plan scheint zu scheitern, doch Almaviva kann zu nächtlicher Stunde Rosina von seiner Treue überzeugen und – nach Auflösung des Inkognitos – auf der Stelle heiraten.
Ohne Frage ist Il barbiere di Siviglia die bekannteste Komposition von Gioachino Rossini und eine der meistgespielten Opern überhaupt. Die Musik Rossinis hat einen unglaublichen Drive, hier jagt ein Ohrwurm den anderen! Als einer der produktivsten Komponisten des frühen 19. Jahrhunderts versteht er es, mit seinen schnellen Tempi und mitreißenden Melodien einen geradezu schwindelerregenden Frohsinn zu erzeugen.
Rossini ist ein Meister der Komödie: Wie ein geschickter Marionettenspieler führt er die Figuren und mittendrin ist natürlich der wohl berühmteste Intrigant, Revoluzzer und Frisör der Opernwelt: Figaro, der Barbier von Sevilla! Sie dürfen starke Stimmen erwarten: Graf Almavira singt der gefeierte südafrikanische Tenor Sunnyboy Dladla, der russische Bariton singt den Figaro. Die junge Mezzosopranistin Aytaj Shikhalizade begeistert Sie als Rosina mit beindruckendem Timbre.

"1. Konzert Wiener Klassik"

Montag, 03. Dezember 2018, 19:00 Uhr im Konzerthaus

LUDWIG VAN BEETHOVEN: WELLINGTONS SIEG OP. 91 JOSEPH WÖLFL:
5. KLAVIERKONZERT C-DUR OP. 43 LUDWIG VAN BEETHOVEN: 8. SINFONIE F-DUR OP. 93


Auf der einen Seite marschieren die Engländer auf, auf der anderen die Franzosen. Dann geht es in den Kampf! Allerdings nur musikalisch: Das englische Rule Britannia kämpft gegen das französische Volkslied, und am Ende behalten die Engländer die Überhand. Mit seinem Schlachtengemälde zeichnet Beethoven so den englischen Triumph über Napoleon musikalisch nach.
Bereits bei der Uraufführung musste das Stück mehrfach wiederholt werden, ganz Wien nahm es während der Befreiungskriege euphorisch auf. Ein anderer großer Komponist und Pianist dieser Zeit ist heute in Vergessenheit geraten: Joseph Wölfl. Geprägt von Haydn und Mozart feierte er mit seinen Werken Erfolge bis nach England. Nun entreißt der junge Julian Pflugmann dessen majestätisch-triumphales 5. Klavierkonzert dem Vergessen. Als abschließenden Höhepunkt dirigiert Generalmusikdirektor Gabriel Feltz Beethovens witzig-verschmitzte 8. Sinfonie.

"West Side Story"

Sonntag, 10. Februar 2019, 18.00 Uhr im Opernhaus

MUSICAL VON LEONARD BERNSTEIN
GESANGSTEXTE VON STEPHEN SONDHEIM
BUCH VON ARTHUR LAURENTS NACH EINER IDEE VON JEROME ROBBINS

New York in den 1950er Jahren. Man sollte meinen, die Stadt wäre groß genug für die unzähligen Gangs, die sie tagein tagaus durchstreifen. Doch die Viertel der West Side werden zum Schauplatz erbitterter Bandenkämpfe. Die Mitglieder der verfeindeten Gangs der "Jets" sowie der puertoricanischen "Sharks" ringen um das Revier. Beim Tanz erhitzen sich jedoch nicht nur die Gemüter, auch die Gefühle entbrennen: Tony, Mitglied der Jets, und Maria, die Schwester des gegnerischen Anführers, verlieben sich auf den ersten Blick.
Damit ist das Unglück vorprogrammiert… Seit seiner Uraufführung 1957 hat Bernsteins mitreißendes Musical "West Side Story" weder an Popularität noch an Aktualität eingebüßt. Seine vielschichtige Musik illustriert kunstvoll das Spannungsfeld von Liebe und Gewalt mit Elementen des Modern Jazz, Blues, lateinamerikanischen Rhythmen wie auch opernhaften Zügen. Der Tanz spielt als dramatisches Ausdrucksmittel eine große Rolle und verdeutlicht die Gefühle der Figuren, die sich zwischen Feindseligkeit, Angst, Humor und Liebe bewegen.

"Turandot"

Sonntag, 31. März 2019, 18.00 Uhr im Opernhaus

OPER IN DREI AKTEN VON GIACOMO PUCCINI

LIBRETTO VON GIUSEPPE ADAMI UND RENATO SIMONI
IN ITALIENISCHER SPRACHE MIT DEUTSCHEN ÜBERTITELN


Aus Rache für ihre Ahnin, die von Fremden entführt und vergewaltigt wurde, hat die chinesische Prinzessin Turandot ein grausames Gesetz erlassen: Nur wer drei Rätsel lösen kann, darf sie heiraten – anderenfalls wartet der Henker. Schönheit und Stärke Turandots paralysieren nicht nur zahlreiche Edelmänner, sondern das ganze Volk. Auch Calaf, ein unbekannter Prinz, stellt sich mutig der Prüfung der männermordenden Schönen und besteht sie. Aber Turandot verweigert sich ihm, da sie sich dem Fremden nicht ausliefern will. Calaf stellt ihr nun seinerseits das Rätsel um seinen Namen und bietet als Preis für die Lösung das eigene Leben.
Muss der Prinz am Ende freiwillig in den Tod gehen oder kann er das unnahbare Herz Turandots erobern? Giacomo Puccini erschafft in seiner letzten Oper mit ihrem orientalischen Sujet das idealisierende Bild eines fantastischen Chinas, das als exotischer Sehnsuchtsort zum Schauplatz für eine hochspannende Geschichte fungiert. Dabei war das Land 1925 bei weitem nicht mehr die heile Welt: Die Ära des chinesischen Bürgerkriegs brachte dem gespaltenen Land ein Militärregime. In seinem Dramma lirico vereint Puccini Märchen und Exotismus, Tragödie und Komödie zu einem klingenden Kunstwerk voller poetischer Momente und Chinoiserie. Der farbenreiche Orchesterklang mit teils authentischen chinesischen Melodien ist unverkennbar. Andrea Shin (Prinz Calaf) zählt zu den vielversprechendsten Tenören der Gegenwart und singt u.a. an der Metropolitan Opera New York.

"Das Land des Lächelns"

Sonntag, 12. Mai 2019, 18.00 Uhr im Opernhaus

ROMANTISCHE OPERETTE VON FRANZ LEHÁR

LIBRETTO VON LUDWIG HERZER UND FRITZ LÖHNER-BEDA
IN DEUTSCHER SPRACHE


Lisa verkehrt als Tochter des Grafen Lichtenfels in der besseren Wiener Gesellschaft und hat dort den chinesischen Diplomaten Prinz Sou-Chong kennengelernt. Seine exotische Aura und sein ungewohnt zurückhaltendes Wesen beeindrucken sie weit mehr als das offensive Flirten der anderen Männer - allen voran Gustl. Als Sou-Chong in seine Heimat zurückbeordert wird, fährt Lisa entgegen aller Warnungen mit ihm. Im fernen Land des Lächelns begegnen ihr unerwartete Sitten und Bräuche: Sou-Chong ist es in seiner Position verboten, die Ehe mit einer europäischen Frau einzugehen - traditionell muss er vier Chinesinnen heiraten. Lisa ist tief gekränkt, desillusioniert und will das verhasste Land möglichst schnell verlassen. Da macht sich die Hartnäckigkeit Gustls bezahlt, der sich nach China versetzen ließ, um seiner Angebeteten nahe zu sein. Seine Affäre mit Mi, der selbstbewussten Schwester Sou-Chongs, war nur von kurzer Dauer. Jetzt setzt er alles daran, Lisa trotz Sou-Chongs Protest aus ihrem Unglück zu befreien.
Die Liebe zwischen Mann und Frau ist schon eine Herausforderung an sich, doch kommen auch noch kulturelle Gegensätze dazu, so kann sie zu einer turbulenten Achterbahnfahrt mit ungewissem Ausgang werden. Franz Lehár fand in diesem Konflikt aus aufregender Exotik, sehnsüchtiger Erotik, großen Gefühlen und tiefer Melancholie das perfekte Sujet für eine seiner berühmtesten Operetten. Die Musik ist mal schwelgerisch-geschmeidig, mal voller Pep.