Sonderausstellungen

Vom Nadeldraht zum Nylonstrumpf

 

Viele spannende Geschichten sind mit der jahrhundertealten heimischen Industriegeschichte verbunden: ein Fall von Industriespionage mit der Entführung eines Drahtziehers von Altena nach Menden erschütterte im Jahr 1721 die heimische Wirtschaftswelt, es wurden einmal Seidenraupen für die Seidenweber in Menden gezüchtet, hier wurde die erste Drahtgeflechtmaschine Europas gebaut, die der Legende nach den längsten Zaun der Welt in Australien hergestellt haben soll, es gabe einen handfesten Skandal um die Mendener Opal-Werke und ihren Geschäftsführer Margaritoff, der nach dem Krieg die wollbestrumpften Trümmerfrauen mit Nylonstrümpfen beglückte. Industriekulturell betrachtet waren Mendener Unternehmer einmal mehr Pioniere. Mit ihrem unternehmerischen Versionen, ihrer Tatkraft und ihrer Risikobereitschaft brachten sie die industrielle Entwicklung der gesamten südwestfälischen Region voran. Über viele Jahrzehnte war Menden ein bedeutendes Zentrum der metallverarbeitenden Industrie.

Die Ausstellung, die bis Ende des Jahres 2015 zu sehen war, wird derzeit für das zukünftige Industriemuseum auf Gut Rödinghausen erweitert und neu zusammengestellt. Sie soll die industriegeschichtliche Bedeutung Mendens wieder ins Bewußtsein  der Öffentlichkeit bringen.