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Lärmkartierung - Vorgehensweise und Ergebnisse in Menden

Die Belastung durch Umgebungslärm ist nach Bewertungsmethoden zu ermitteln und darzustellen, die für alle Mitgliedstaaten vergleichbar sind. Lärmkarten werden erstellt um die Lärmbelastung zu erfassen und darzustellen. Die Lärmkarten bilden die Grundlage für die Lärmaktionsplanung.

Lärmkarten werden getrennt für die verschiedenen Lärmarten (Straßenverkehr, Schienenverkehr, Luftverkehr, Industrie) erstellt. Lärmkarten zeigen anhand von farblichen Flächen, sogenannten Isophonen, die Höhe der Lärmbelastungen für abgestufte Pegelbereiche.

Die Lärmkarten sind weiter unterteilt nach dem zugrundeliegenden Zeitraum:

  • Lärmbelastungen für den gesamten Tag (0 bis 24 Uhr), bezeichnet als LDEN (Indikator für Lärmbelästigungen)
  • Lärmbelastungen für die Nacht (22 bis 6 Uhr), bezeichnet als LNight (Indikator für Schlafstörungen).

Diese Lärmbelastungen werden durch Berechnungen ermittelt und durch farbliche Pegelbänder dargestellt.

Für Menden ist praktisch nur die Lärmart "Straßenverkehr" relevant.

Straßenverkehr - 24 Stunden Dauerschallpegel
Straßenverkehr - 24 Stunden Dauerschallpegel

Während in der vorgezogenen 1. Stufe 2007 nur Straßen mit einem Verkehrsaufkommen von über 6 Millionen Kraftfahrzeugen pro Jahr kartiert wurden, werden ab 2012 (2. Stufe) die Lärmbelastungen für Hauptverkehrsstraßen (Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen) mit einem Verkehrsaufkommen von über 3 Millionen Kraftfahrzeugen pro Jahr dargestellt.

Die Lärmkarten für den Umgebungslärm bestehen aus:

  • einem Kartenteil mit grafischen Darstellungen,
  • einem Textteil mit Erläuterungen und
  • Tabellen mit statistischen Daten.

In den Lärmkarten werden europaweit einheitlich die Größen LDEN (Level Day, Evening, Night = Tag-Abend-Nacht-Lärmindex) und LNight (Nacht- Lärmindex) als Kenngrößen für die Lärmbelastung verwendet. Sie werden bezogen auf den Zeitraum des gesamten Berichtsjahres gebildet.

LDEN ist der über alle 24-Stunden und alle Tage des Jahres gemittelte Dauerschallpegel. Die Pegel in der vierstündigen Abendzeit (18- 22 Uhr) gehen um 5 dB(A) und in der achtstündigen Nachtzeit (22 - 6 Uhr) um 10 dB(A) erhöht in den Gesamtpegel ein. Mit dieser Gewichtung trägt man der erhöhten Lästigkeit des Lärms in diesen Zeiten Rechnung. Der LDEN stellt ein Indikator für die Lärmbelästigung dar.

Straßenverkehr - nächtlicher Dauerschallpegel
Straßenverkehr - nächtlicher Dauerschallpegel

LNight ist ein gemittelter Dauerschallpegel über alle Nächte des Jahres (= 8-stündige Nacht von 22 bis 6 Uhr). Der LNight dient als Nachtlärmindex der Beurteilung der Nachtruhe, mit seiner Hilfe können Aussagen über Schlafstörungen gemacht werden.

Das Bezugsjahr ist das Jahr vor der Berichterstattung, in der 2. Stufe also das Jahr 2011.

Die Bezugshöhe bzw. Berechnungspunkthöhe zur Ermittlung von LDEN und LNight liegt bei 4 m über dem Gelände.

Berechnet wird in einem 10 mal 10 Meter Raster.

Berechnet werden die Lärmkarten mit den Verkehrsmengen der Hauptverkehrsstraßen. Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST) erhebt diese Zahlen regelmäßig für die Bundesverkehrszählung.

Neben der Anzahl der Kraftfahrzeuge ergibt sich die Lärmbelastung aus der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, der Straßenoberfläche, der Steigung und dem LKW-Anteil.

Dazu werden die lärmbetroffenen Menschen in Wohnungen, die innerhalb der jeweiligen Isophonenbänder liegen ermittelt. Die „Vorläufige Berechnungsmethode zur Ermittlung der Belastetenzahlen durch Umgebungslärm" (VBEB) bildet die Grundlage für die Ermittlung.

Der Tabellenteil der Karten enthält je Gemeinde eine Gesamtauflistung der Betroffenen, aufgeteilt nach den verschiedenen Lärmarten und in die verschiedenen Pegelstufen.

Wer berechnet / erstellt die Lärmkarten?

Die Städte und Gemeinden sind in Nordrhein-Westfalen für die Lärmkartierung zuständig, mit Ausnahme der Schienenwege von Eisenbahnen des Bundes. Diese berechnet und kartiert das Eisenbahn-Bundesamt.

Nordrhein-Westfalen verfügt über komplexe Verkehrs- und Siedlungsstrukturen. Der Aufwand für die Datenerhebung und den Datenabgleich und die Berechnung ist daher sehr groß. Die Landesregierung hatte daher in 2006 beschlossen, die Kommunen mittels Hilfestellung durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) bei der Lärmkartierung zu unterstützen.

Ergebnisse der Lärmkartierung in Menden

Die Darstellung und Analyse der Lärmsituation betroffener Straßenabschnitte in Menden sowie das hierzu vorgeschlagene Maßnahmenkonzept zur Lärmminderung finden Sie auf folgenden Seiten:

Lärmkartierung Startseite: