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Mögliche Maßnahmen gegen Lärm

Lärmminderungspotenziale verschiedener Maßnahmen (Straßenverkehr)
Lärmminderungspotenziale verschiedener Maßnahmen (Straßenverkehr)

Der Maßnahmenkatalog des Aktionsplanes ist das zentrale Element zur Verbesserung der Lärmsituation. Welche Maßnahmen zur Lärmminderung in Frage kommen, hängt oft von mehreren Faktoren ab. Meist ist eine Kombination mehrerer Maßnahmen erforderlich, um eine Verbesserung der Situation zu erzielen.

Einen Überblick über mögliche Lärmminderungspotenziale verschiedener Maßnahmen beim Straßenverkehr bietet die nebenstehende Übersicht.

 

Lärmarme Fahrbahnoberflächen

An zahlreichen Straßenabschnitten wurden in den letzten Jahren lärmarme Fahrbahnoberflächen eingebaut. Die Finanzierung erfolgte in den Jahren 2009 und 2010 aus Mitteln des Konjunkturpakets II.

 

Eine Auswertung des LANUV zeigt:

  • Lärmarme Fahrbahnoberflächen können einen wesentlichen Beitrag zur Minderung des Umgebungslärms leisten.
  • Das Minderungspotenzial beträgt nach den vorliegenden Daten -2 dB(A) bis -7.6 dB(A).
  • Für LKW-Geräusche ist das Minderungspotenzial geringer.
  • Die erzielten Pegelminderungen können sehr stark variieren.

Fensterdämmung

Lärmschutz beginnt oft auch  in der eigenen Wohnung. Dabei bieten die Fenster große Möglichkeiten zur Lärmminderung. Damit durch den Einbau von Schallschutzfenstern gleichzeitig Heizkosten gespart werden können, müssen bei der Fensterauswahl die gewünschten Eigenschaften für Schallschutz und Wärmedämmung genau aufeinander abgestimmt werden. Bei gleichzeitiger Wärme-Isolierung können Fördermittel für beide Zwecke gemeinsam genutzt werden.

Umsetzung der Maßnahmen

Das bestehende Lärmschutzrecht sowie die verfügbaren Haushaltsmittel sind wesentlich für die Umsetzung der in den Aktionsplänen enthaltenen Maßnahmen. Der Aktionsplan selbst enthält keine Grenzwerte, die verpflichtend einzuhalten wären. Auch können Bürgerinnen und Bürger aus Aktionsplänen in der Regel keine unmittelbaren Rechtsansprüche zur Durchsetzung von Maßnahmen ableiten. Die Kommunen, die den Aktionsplan aufstellen, sind selbst häufig nicht für die Durchführung der Maßnahmen zuständig. Wird der Aufgabenbereich anderer Behörden durch den Aktionsplan berührt, werden diese frühzeitig, umfassend und sachgerecht an der Erarbeitung des Planes beteiligt. Eine große Bedeutung hat die Lärmaktionsplanung vor allem für die Bauleitplanung. Die Angaben der Aktionspläne über vorhandene Immissionsbelastungen müssen bei der Aufstellung der Bauleitpläne beachtet werden; sie gehören zum notwendigen Abwägungsmaterial.

Finanzierung von Aktionen

Da die Umsetzung der Maßnahmen oft von verfügbaren finanziellen Mitteln abhängt, ist es wichtig, dass die entstehenden Kosten frühzeitig in die Finanzplanung der umsetzenden Behörde aufgenommen werden. In diesem Zusammenhang sollten Fördermöglichkeiten geprüft werden.

Das Förderportal Lärmschutz informiert über Fördermöglichkeiten, die für die Realisierung von Lärmschutzmaßnahmen in Frage kommen. Das Land NRW möchte damit eine Hilfestellung anbieten, um die Umsetzung von Maßnahmen aus der Lärmaktionsplanung voranzubringen. In diesem Portal werden Zuschuss-, Darlehens- und Beratungsprogramme, die für die Realisierung von Lärmschutzmaßnahmen in Frage kommen, vorgestellt.

Die Darstellung und Analyse der Lärmsituation betroffener Straßenabschnitte in Menden sowie das hierzu vorgeschlagene Maßnahmenkonzept zur Lärmminderung finden Sie auf folgenden Seiten:

Lärmaktionsplanung Startseite: