Kontakt

02373 903-1548
02373 903-101548

02373 903-1608

Mendener Lärmaktionsplan Straßenverkehr - Lärmanalyse

Ermittlung von Lärmproblemen und Analyse vorhandener Planungen

Für NRW hat das Umweltministerium im Runderlass "Lärmaktionsplanung" Auslösewerte festgelegt. Sie kennzeichnen die Gebiete mit dem dringlichsten Handlungsbedarf. Danach sind in Nordrhein-Westfalen Lärmaktionspläne aufzustellen wenn an Wohnungen, Schulen, Krankenhäuser oder andere schutzwürdige Gebäude der LDEN von70 dB(A) oder der LNight von 60 dB(A) erreicht oder überschritten wird. Für Gewerbe- und Industriegebiete gilt dies nicht. Planungen zum Schutz einzelner Objekte sind nicht erforderlich.

Lärmprobleme im Mendener Stadtgebiet

Nachfolgende Tabelle zeigt von Verkehrslärm betroffene Straßenabschnitte auf. Bei allen Straßenabschnitten werden sowohl der LDEN von70 dB(A) als auch der LNight von 60 dB(A) überschritten. Die sich aus der Anzahl der betroffenen Gebäude ergebende Priorisierung wird farblich hervorgehoben (Grün = ein Gebäude, Gelb = vereinzelte Gebäude, Rot = zahlreiche Gebäude).

Die Kartenauszüge der jeweiligen Straßenabschnitte stehen unterhalb zum Download zur Verfügung.

Straßenabschnitte mit Überschreitungen der Lärmpegel

Analyse vorhandener Planungen

Gemeinsamer Verkehrsentwicklungsplan Hemer - Iserlohn - Menden 2016

Die Berechnungen zur Prognose des Verkehrsaufkommens für das Jahr 2030 ergaben - ins-besondere durch eine Abnahme der Wohnbevölkerung (minus rd. 10 %). - eine spürbare Redu-zierung der Verkehrsmengen in weiten Teilen des Mendener Straßennetzes. Dies führt allgemein zu einer Verringerung der Lärmproblematik.

In der zum Verkehrsentwicklungsplan begleitend erstellten Mobilitätsuntersuchung konnte für die Stadt Menden ein überdurchschnittlicher Anteil des Kfz-Verkehrs am Modal-Split festgestellt werden. Demgegenüber sind die Anteile des ÖPNV sowie des Radverkehrs spürbar geringer im Vergleich zu ähnlich strukturierten Räumen. Vor allem die umfangreiche Nutzung des Kfz schon auf kurzen Strecken lässt ein hohes Verlagerungspotenzial auf andere Verkehrsmittel erkennen.

Im Übrigen tragen die folgenden Inhalte des Verkehrsentwicklungsplans zu einer Verbesserung der Situation bzgl. der Schallimmissionen bei:

Maßnahmen zur Förderung des Radverkehr

Ziel ist die Steigerung des Radverkehrsanteils am Modal-Split von derzeit rd. 5 % auf 7 - 9 % im Jahr 2030. Im Radverkehrskonzept der Stadt Menden werden die Vorschläge aufgegriffen und konkretisiert. Schwerpunkte der Maßnahmen liegen in den folgenden Bereichen:

  • Schaffung einer attraktiven und sicheren Radinfrastruktur (Strecken und Knotenpunkte)
  • Abstellanlagen an allen wichtigen Zielen
  • einheitliche und dichte Wegweisung im Netz
  • kontinuierliche Verkehrssicherheitsarbeit

Maßnahmen im Verkehrsentwicklungsplan zur Förderung des ÖPNV

(in Abstimmung mit den Zielen des Nahverkehrsplans des Märkischen Kreises)

Ziel ist die Steigerung des ÖPNV-Anteils am Modal-Split von derzeit rd. 7 % auf 8 - 10 % im Jahr 2030. Hierzu sind in den folgenden Bereichen Maßnahmen empfohlen:

  • einheitliches Taktangebot (30 Minuten in der Normalverkehrszeit)
  • städteübergreifendes Nachtangebot
  • Nordkreistarif / Tarifeinheit mit Bürgerbussen
  • Einführung eines neuen Bezahlsystems („Mobil-Pass")
  • einfache und schnelle Information (u. A. Online-Dienstleister, wie Google)
  • Busbeschleunigung
  • Barrierefreiheit (Haltestellenumbau)

Maßnahmen im Verkehrsentwicklungsplan zur Förderung des Fußverkehr

Ziel ist die Stabilisierung bzw. Steigerung des Fußverkehrs-Anteils am Modal-Split von derzeit rd. 17 % auf 17 - 18 %. Die Förderung des Fußverkehrs basiert in erster Linie auf den folgenden Maßnahmen:

  • ausreichend breite Fußwege an allen Hauptverkehrsstraßen
  • Verminderung der Trennwirkung der Straßen durch regelmäßige Querungshilfen (Fußgän-gerüberwege, Mittelinseln etc.)
  • Barrierefreiheit auf wichtigen Wegeachsen

Maßnahmen zur verträglichen Abwicklung des Kfz-Verkehrs

Insbesondere durch die Umsetzung o. g. Maßnahmenempfehlungen soll der Anteil des motori-sierten Individualverkehrs von derzeit ca. 71 % auf 66 - 69 % gesenkt werden. Der verbleibende Kfz-Verkehr soll so verträglich wie möglich abgewickelt werden. Der VEP gibt diesbezüglich die folgenden Empfehlungen:

  • Verstetigung der Verkehrsabläufe (an Knotenpunkten) z. B. durch Kreisverkehrsplätze / Op-timierung von Lichtsignalsteuerungen
  • Verkehrsberuhigung
  • Umgestaltung und Aufwertung von Straßenräumen insb. zu Gunsten von Fußgängern und Radfahrern
  • Begrünung und Aufenthaltsqualität

Klimaschutzkonzept 2013

Das Klimaschutzkonzept der Stadt Menden enthält zahlreiche Maßnahmenempfehlungen für den Verkehrssektor. Diese decken sich in den Bereichen der Förderung von ÖPNV, Rad- und Fußverkehr mit den Inhalten des Verkehrsentwicklungsplans. Die Förderung der E-Mobilität steht dabei im Klimaschutzkonzept in einem ganz besonderen Fokus.

Das hierzu vorgeschlagene Maßnahmenkonzept zur Lärmminderung finden Sie auf folgender Seite:

Lärmaktionsplanung Startseite: