Seit der Unterwerfung Heinrichs des Löwen 1180 stand Menden unter der Herrschaft der Kölner Erzbischöfe. Es wurde das schwere Schicksal Mendens, nahe an der Grenze des Märkischen und des Arnsbergischen Gebietes gelegen, ständigen feindlichen Angriffen ausgesetzt zu sein. Über Generationen hinweg setzten die Märker, deren ritterlicher Stammsitz die Burg Altena war, den Mendenern in kriegerischen Auseinandersetzungen zu. Die bis dahin unbefestigte Ortschaft wurde für die Kölner Erzbischöfe militärisch und strategisch sehr bedeutsam.
Im Jahre 1276 wird Menden erstmals in einer Urkunde als oppidum - Stadt bezeichnet. Der Kölner Erzbischof Siegfried von Westerburg hatte die strategische Bedeutung des Ortes erkannt. Damit Menden zu einer Grenzfeste ausgebaut und verteidigt werden konnte, bedurfte es der Erhebung zur Stadt. Ein weiterer schwerer Übergriff der Märker und der Arnsberger im Jahr 1344 hatte zur Folge, dass Erzbischof Walram von Jülich die Stadt mit einer starken Befestigungsanlage versah. Noch heute läßt sich in der Stadtstruktur der Verlauf der ehemaligen Wehrmauer mit Wassergraben, Erdwällen, Wehrtürmen und Stadttoren erkennen. Zwölf riesige Kolosse aus massivem Bruchstein, ausgestattet mit Schießscharten, gaben den verängstigten Mendener das Gefühl von Schutz und Geborgenheit.
