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Aktuelles zum Zukunftslabor Einzelhandel

Wenn der Prüfer im Laden steht! Große Resonanz beim Workshop des Einzelhandelslabors der WSG Menden.

Das Einzelhandelslabor lud am vergangenen Dienstag, 6. Februar 2018, gemeinsam mit der WSG Menden zum Workshop "Wenn der Prüfer im Laden steht! - Die unangekündigte Kassennachschau ist da" ein.

Über 50 Einzelhändler aus Menden und der Region folgten gebannt und voller Interesse dem Vortrag zum aktuellen Kassengesetz, das bereits zum 01.01.2018 in Kraft getreten ist und die Händler vor einige neue Herausforderungen stellt. Das neue Gesetz soll die Möglichkeiten von Steuerbetrug und Kassenmanipulationen auf ein Minimum reduzieren und gibt den Finanzverwaltungen dazu einen breiteren Spielraum der Prüfung.

Christian Göde-Diedering von der DATEV referierte am Dienstag vier Stunden über die Neuerungen im gut gefüllten Ratssaal. Seinen Ausführungen legte er zunächst die rechtlichen Grundlagen rund um das HGB, die Abgabenordnung und die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung zu Grunde und zeigte an zahlreichen anschaulichen Praxisbeispielen die Bandbreite der Prüfungsmöglichkeiten und des Vorgehens der Prüfer auf.

So haben Prüfer nicht nur das Recht, sich die Kasse von einem Mitarbeiter zeigen zu lassen, sondern auch selber an die Kasse zu gehen oder aber Speichermedien mit Kassendaten mit in die Prüfstelle zu nehmen.

Dazu verdeutlichte er die Notwendigkeit der Dokumentation von besonderen Kassenvorfällen, beispielsweise bei Kassentrainings oder Systemumstellungen, um diese auch noch nach längerer Zeit nachvollziehen zu können. Hierbei können moderne Kassensysteme helfen, deren Datenverarbeitung gewährleistet, dass die gespeicherten Informationen ohne Kenntlichmachung nicht überschrieben, gelöscht, geändert und verfälscht werden können. In diesem Zusammenhang riet der Dozent auch dringend von der Kassenbuchführung mit Tabellenkalkulationsprogrammen ab, da diese nicht den GoB entsprechen.

In einem weiteren Schritt sollen ab dem Jahr 2020 Daten von den Kassen direkt verschlüsselt an die Finanzämter übertragen werden. Doch das ist noch Zukunftsmusik ? die aktuellen Änderungen im Kassengesetz sind für die heimischen Händler erst einmal Herausforderung genug.

Wie sich die Geschäftsinhaber technisch und digital aufstellen und ihre Mitarbeiter auf die möglichen unverhofften Prüfsituationen vorbereiten sollten, was ihre Rechte und Pflichten sind, zeigte Göde-Diedering zum Ende der Veranstaltung anhand zahlreicher Handlungsempfehlungen. Hier warnte er aber auch nochmals davor, dass sich schon Betrüger als Prüfer ausgegeben haben, um Zugang zur Kasse zu erlangen und riet zu einem gesunden Misstrauen und zur Überprüfung der Prüfer.

Mit mehr als 50 Teilnehmern war der Workshop um 20 Plätze weit überbucht und einer der meistgefragtesten Workshops im Rahmen des Förderprojekts Einzelhandelslabor. "Dass wir dieses hochaktuelle Workshop-Thema bei uns in Menden platzieren konnten, freut uns aus Sicht der Wirtschaftsförderung natürlich sehr. Über Dreiviertel der Teilnehmer sind Mendener Händler, die von den neuen Erkenntnissen profitieren werden. Die hervorragende Teilnehmerquote und das große Interesse der heimischen Händler gibt unserem Engagement, als Modellkom-mune im Einzelhandelslabor aktiv zu sein, Recht.? so Simone Korte von der WSG Menden.

Wie bedeutsam das Thema für die Händlerschaft ist, zeigte sich nicht nur an der hohen Teilnehmerzahl sondern auch an der gebannten Stille während der Veranstaltung und den zahlreichen Nachfragen in der Pause.

"Für uns ist es immens wichtig, unsere Rechte und Pflichten im Umgang mit dem Kassensystem, aber auch die eines Prüfers bei einer etwaigen Kassennachschau zu kennen. Der Vortrag war äußerst informativ und kam zur richtigen Zeit: jetzt, wo das Gesetz gerade frisch in Kraft getreten ist. Es ist toll, dass uns die WSG in Kooperation mit dem Labor das hier vor Ort ermöglicht!" zieht Veranstaltungs-Teilnehmer Thomas Kissmer von Camping und Caravan Kissmer Bilanz.

In der kommenden Woche finden alle Interessierten einen ausführlichen Bericht zum Vortrag unter www.einzelhandelslabor.de


Digitale Fußgängerzone Stadt Menden

"Ärzte Menden", "Menden Wetter", "Menden Öffnungszeiten Rathaus" oder "Menden à la Carte" sind beliebte Suchanfragen im Internet. Doch einzelhandelsbezogene Produktsuchen werden eher weniger getätigt. Da stellt sich die Frage: Wie kann der Einzelhandel digital auf sich aufmerksam machen und vor allem wo? Wo spielt sich also das digitale Leben in Menden ab? Was sind die Informationen, die die Leute im Zusammenhang mit Menden und bezogen auf alltägliche Lebenssituationen suchen? Welche inhaltlichen Strecken vor Ort werden abgelaufen, an denen der clevere Einzelhändler digitale Kundenstopper in Form von Werbung aufstellen kann?

Lesen Sie selbst - die Studie "Digitale Fußgängerzone Stadt Menden" des Forschungsinstituts für Regional- und Wissensmanagement gGmbH gibt im Rahmen des Einzelhandelslabors interessante Anreize.


Einzelhandelslabor: Erfolgreicher Workshop in Menden

Im Oktober 2017 lud das Einzelhandelslabor gemeinsam mit der WSG Menden zum Workshop in die Hönnestadt ein. Mit dem Workshop „Suchmaschinenwerbung mit Google AdWords“ brachte das Einzelhandelslabor Online-Kompetenz für den Einzelhandel nach Menden.

Wie kann der Handel die digitale Werbemöglichkeit „Google AdWords“ für sich nutzen? Wie schaltet man selber eine Anzeige und worauf muss man dabei achten? Diese Fragen beantwortete das Team der FH Südwestfalen rund um Prof. Dr. Peter Weber und Lars Bollweg, die mit dem Competence Center E-Commerce (CCEC) bereits die Händlerbefragung im Mai 2016 durchgeführt haben.

Zahlreiche Teilnehmer nahmen an dem informativen Workshop im MTGZ teil und lernten Google AdWords für ihre Werbemaßnahmen zu nutzen. Nach einem theoretischen Einstieg wechselten sich stets Praxis- und Theoriephasen ab. Ziel des Workshops war es, dass jeder Teilnehmer eine erste eigene Kampagne in Google AdWords erstellt, um sich so mit der Online-Werbemöglichkeit vertraut zu machen. Den technischen Rahmen hierzu stellte das CCEC zur Verfügung.

Dazu definierte jeder Teilnehmer zunächst seine individuellen Ziele und Zielgruppe, die er mit seiner Anzeigenkampagne erreichen will. Mit Hilfestellung des CCEC-Teams entwickelten die Teilnehmer zu ihrer Kampagne passende Schlüsselwörter, sogenannte Keywords, die entscheidenden Einfluss auf den Erfolg der Kampagne haben, da die Suchanfrage des Kunden und die hinterlegten Schlüsselwörter der Homepage zusammen passen müssen, um als Treffer in der Suchmaschine ausgespielt zu werden. In diesem Zusammenhang verdeutlichte Lars Bollweg auch die Bedeutung einer passenden Landingpage, bevor die Teilnehmer ihre ersten eigenen kleinen Kampagnen unter Anleitung entwerfen und testen konnten.

Die Mendener Einzelhändlerin Susanne Leser zeigte sich begeistert von der Veranstaltung: „Es war eine tolle Möglichkeit, mal eine Werbeform auszuprobieren, an die man sich sonst nicht ohne weiteres ran traut – dabei ist es wirklich einfach! Mir ist bewusst, dass Online-Werbung kein Allheilmittel ist, aber ich bin jetzt in der Lage, die Chancen und Risiken dieser Art der Werbung besser einzuschätzen.“


Ergebnispräsentation am 07.11.16

Logo Einzelhandelslabor

Das Zeitalter der Digitalisierung als Chance für den Einzelhandel zu verstehen, ist die Zielsetzung des Einzelhandelslabors Südwestfalen, das in den vergangenen Monaten sowohl Händler als auch Kunden in Menden zum Stand und zur Akzeptanz neuer Technologien befragt hat.

Teilnehmer (Foto: SIHK)
Teilnehmer der Ergebnispräsentation (Foto: SIHK)

21 Mendener Einzelhändler nahmen am Montagabend, 07.11.2016 an der Präsentation der ersten Ergebnisse des Einzelhandelslabors in der Rathaus-Kantine teil. Die WSG Menden präsentierte zusammen mit der Uni Siegen, der FH Südwestfalen und der BiTS Iserlohn sowie den IHK Hagen und Arnsberg die ersten Erkenntnisse aus den Recherchen.

Menden wurde dabei seinem Status als eine von neun Modellstädten in Südwestfalen gerecht. Alle Referenten bedankten sich bei der WSG Menden für den unermüdlichen und zeitintensiven Einsatz im Projekt, dem es zu verdanken sei, dass sich in Menden deutlich mehr Einzelhändler an der Händler- und Kundenbefragung beteiligt haben als in anderen Modellstädten.

Nicht zuletzt deshalb entschied sich auch das Institut für Regional- und Wissensmanagement, private Hochschule BiTS in Iserlohn, für Menden als Test-Standort bei der Online-Recherche. Professor Dr. Peter Vieregge untersuchte in den vergangenen Wochen die Sichtbarkeit der Mendener Händler im Internet. Rund 4.000 Sucheingaben sind pro Tag im Zusammenhang mit Menden in Google zu verzeichnen.

Er erklärte, dass einige Daten auf das Phänomen "Heimatblindheit" der Kunden hinweisen - es gibt einerseits die Stammkunden eines Geschäftes, die das Geschäft und seine Produkte kennen. Andererseits gibt es aber Neukunden, die weder vom Geschäft noch von den verfügbaren Produkten vor Ort ahnen. "Wenn ich meine zu wissen, dass es bestimmte Produkte für mich vor Ort nicht gibt, suche ich gar nicht erst danach, auch nicht im Internet.", so Vieregge.

Workshop (Foto: SIHK)
Workshop (Foto: SIHK)

Die Uni Siegen führte in den letzten Monaten zahlreiche Interviews mit Händlern und Kunden in den Testgeschäften der neun Modellkommunen. Bereits 40 Rückmeldungen konnte die Uni Siegen von Mendener Kunden verzeichnen. Theresia Mennekes, Uni Siegen, stellte in ihren Vortrag heraus, dass die Bandbreite an Technologien sowie deren Nutzen häufig nicht bekannt, aber auch nicht jede Technologie für jede Branche und jeden Händler geeignet sind. Eine Wahl mit Augenmaß und Blick auf die Zielgruppe ist entscheidend. Mennekes zeigte an zahlreichen Beispielen, wie wichtig es ist, die Kunden mit den neuen Technologien vertraut zu machen. Dass sowohl die Mendener Händlerschaft als auch Kundschaft digitalen Möglichkeiten grundsätzlich nicht abgeneigt, aber dennoch zurückhaltend gegenübersteht, zeigen auch die ersten Umfragewerte der aktuell noch laufenden Kundenbefragung. Mobile Apps, virtuelle Einkaufsbegleiter, Social Media Kanäle und auch QR-Codes sind digitale Technologien, die durchaus durch die Mendener genutzt werden.

Lars Bollweg von der FH Südwestfalen betreute die groß angelegte Händlerbefragung zwischen Mai und Juli dieses Jahres. Insgesamt nahmen 243 Händler aus 26 Städten in Südwestfalen an der Befragung teil, davon 34 aus Menden. Damit verzeichnet Menden, gemessen an der Größe der Stadt, mit rund 14% die beste Beteiligungsquote im Projekt. Allein auf den Standort Menden bezogen, haben somit mehr als 50% der befragten Händler an der Umfrage teilgenommen. Die hohe Beteiligung ist ein Indiz dafür, dass die Mendener Händler ein großes Interesse daran haben, den von der WSG Menden aufgezeigten Weg der Digitalisierung im Handel mitzugehen.

Bollweg stellte heraus, dass der Prozess der Digitalisierung zahlreiche Vorteile mit sich bringen kann. Warenwirtschaftssysteme, die das "Rückgrad der Digitalisierung" darstellen, werden von Mendener Händlern im südwestfalenweiten Vergleich sogar häufiger genutzt (+4%). Damit ist bereits eine gute Basis für viele digitale Funktionen in Menden gelegt, gleichwohl nicht alle Potentiale ausgeschöpft werden, wie bspw. die Anbindung an einen Onlineshop oder Drittanbieterplattformen. À propos Onlineshops: Bollweg stellte ebenso heraus, dass nur wenige Mendener Händler über einen Onlineshop verfügen und damit 50% unter dem südwestfalenweiten Schnitt liegen, betonte aber, dass Onlineshops "nicht alle Probleme lösen, aber hier drin unglaubliche Potentiale liegen".

Im Anschluss an die Vorträge entbrannten an vier unterschiedlichen Thementischen lebhafte Diskussionen rund um Alleinstellungsmerkmale der Geschäfte, Suchmaschinenoptimierung und neue Technologien. Dabei klärten die Hochschulen und Kammern die Einzelhändler auf, gaben Tipps und gingen direkt auf die Bedürfnisse am Beispiel der einzelnen Mendener Geschäfte ein. Der Austausch war so intensiv, dass die Händler erst spät abends, nach 21.30 Uhr das Rathaus verließen.

Mit den Thementischen wurde der Auftakt zu der ab dem Frühjahr beginnenden Workshop-Phase eingeläutet, bei der in halbtägigen Seminaren zu unterschiedlichen Themen beraten und digitales Wissen vermittelt wird.

Für die Zwischenzeit aber haben sich gleich einige Händler eine To-Do-Liste anhand der Experten-Tipps geschrieben. Dazu gehört auch Marion Kölling, die sich von der Veranstaltung begeistert zeigte: "Der Blick über den Tellerrand hinaus war ungeheuer wertvoll. Dazu hat die Veranstaltung heute viele Denkanstöße geliefert. Viele der Erkenntnisse aus den Studien zeigen sich jeden Tag in der Praxis, gerade das bargeldlose Bezahlen ist immer wieder ein Thema bei den Kunden. Einige der vorgestellten Technologien können sicher auch bei uns eingeführt werden. Das geht sicher nicht von heute auf morgen, aber wir müssen die Vorteile erkennen und für uns nutzen."


Das Einzelhandelslabor geht online!

Ab sofort ist die Homepage des Einzelhandelslabors geschaltet. Unter www.einzelhandelslabor.de finden Sie alle notwendigen Informationen zum Projekt, können sich über anstehende Termine informieren und sich natürlich auch für den regelmäßigen Newsletter mit vielen spannenden Themen anmelden. Schauen Sie rein!


Händler- und Kundenbefragung

Aktuell läuft die Kundenbefragung in unseren drei Modellgeschäften. Wir möchten alle Kunden ermuntern, an dieser Befragung teilzunehmen, um möglichst viele verlässliche Rückmeldungen über das Einkaufsverhalten und die Kundenwünsche zu erhalten!


Neuer Forschungsaspekt "Einzigartige Produkte"

Einen neuen Forschungsaspekt hat das Institut für Regional- und Wissensmanagement angeregt. Gesucht werden besonders kreative Mendener Unternehmen, die entweder besonders individuelle Produkte produzieren oder aber Produkte so veredeln, dass diese so nirgendwo anders gekauft werden können. Ziel ist es zu testen, welchen Beitrag "einzigartige Produkte" in den digitalen Marketing-Strategien der Städte leisten können.

Zu diesem neuen Forschungsaspekt konnte die WSG Menden bereits drei Mendener Unternehmer ausfindig machen.

Trotzdem sind wir weiterhin auf der Suche nach kreativen Köpfen mit besonders individuellen, einzigartigen Produkten! Fühlen Sie sich angesprochen, so melden Sie sich gerne bei uns. Auskunft zu diesem neuen Forschungsschwerpunkt gibt Frau Korte unter Tel.: 02373 903-1382.