Gewerbegebiet Hämmer-Lindort-Dombrüche

 

Im Ortsteil Bösperde stehen noch verschiedene gewerbliche Flächen zur Verfügung. Von den insgesamt fast 9.800 m² sind etwa 7.860 m² überbaubar.

Weitere Informationen zu den Flächen finden Sie hier:

Lage

Nord-westlich der Hämmerstraße im Ortsteil Bösperde (Siedlungsschwerpunkt III)

Größe

Noch zur Verfügung stehen: ca. 9.800 m²,
davon ca. 14.000 m² überbaubar (GI 200).

Einzelgrößen der Grundstücke

  • Fläche A: ca. 8.100 m² - aufteilbar in kleinere Grundstücksgrößen
  • Fläche B: 1.733 m² - nicht parzellierbar

Der westlich und nördlich gelegene und nicht überbaubare Randstreifen ist nicht zu erwerben. Er dient als Fläche für offene Regenrückhaltebecken.

Planerische Ausweisung

  • Flächennutzungsplan
    Gewerbliche Baufläche, Wasserschutzzone IIIa
  • Bebauungsplan Nr. 125/I „Hämmer, Lindort, Dombrüche“
    • Industriegebiet
    • GI 200: Unzulässig sind Gewerbebetriebe der Abstandsklassen I - VI und Anlagen mit ähnlichem Emissionsverhalten. Nach § 31 Abs. 1 BauGB sind Anlagen der nächsthöheren Abstandsklasse und Anlagen mit ähnlichem Emissionsverhalten im Einzelfall ausnahmsweise dann zulässig, wenn die Unbedenklichkeit hinsichtlich des Immissionsschutzes nachgewiesen wird (Lärmschutzgutachten).
    • GRZ 0,8 (Grundflächenzahl)
    • BMZ 9,0 (Baumassenzahl)
    • Abweichende Bauweise (offene Bauweise ohne Beschränkung der Gebäudelänge auf 50 m)
    • TH = 10,00 m (maximale Höhe baulicher Anlagen)
    • Pflicht zur Begrünung
    • Pflicht zum Anschluss an das Kanalsystem für das Niederschlagswasser
    • Auflagen der Wasserschutzzone III sind im Genehmigungsverfahren zu berücksichtigen

Eigentumsverhältnisse

Stadt Menden

Innere Erschließung

Strom-, Gas-, Trinkwasser-, Telekommunikations- und Abwasserkanalleitungen sind vollständig vorhanden:
  • Stromversorgung
    Das im Jahr 2002 erschlossene Gewerbegebiet ist hinsichtlich der Versorgung mit elektrischer Energie auf die Anforderungen moderner Industriebetriebe ausgelegt. Im ausgebauten Straßenbereich sind Mittelspannungskabel (10kV) mit einer gesicherten Leistung von ca. 3,0 MVA für industrielle Nutzung installiert. Für eine Versorgung aus dem Niederspannungsnetz (0,4 kV) sind vier Trafostationen errichtet worden mit einer Anschlusskapazität von ca. 0,5 MW.
  • Gasversorgung
    Die Versorgung des Gewerbegebietes mit dem Energieträger Gas ist im Zuge der Erschließung im Jahr 2002 für den Industriebedarf ausgelegt worden (DN 200/10.000 kW). Die Angabe von m³/h ist vom Druck innerhalb des Netzes abhängig. Ein Druck bis zu 600 mbar ist problemlos möglich.
  • Wasserversorgung
    Das Wasserleitungsnetz ist für industriellen Bedarf ausgerichtet (DN 200/bis 196 m³/h).
  • Telekommunikation/Breitband-Versorgung
    Das Telekommunikationsnetz (Kupferkabel) wurde im Gehweg Hämmerstraße verlegt und ermöglicht Datenverkehr bis 1024 kbit/sec. Durch die Telemark Telekommunikationsgesellschaft Mark mbH wurde eine von der Telekom unabhängige Glasfaserinfrastruktur aufgebaut. Über dieses Netz können Bandbreiten bis zu 1Gbit/s zur Verfügung gestellt werden.
  • Schmutzwasserentsorgung
    Der Schmutzwasserkanal liegt in der Hämmerstraße (DN 250 im westlichen Bereich, steigt über DN 300 bis zu DN 400 ab der Einmündung Lindort). Die Höhe der Kanalsohle liegt in diesem Verlauf zwischen 161,63 m und 156,35 m ü. NN. Außerdem liegt in der Verbindungsstraße zwischen Milan- und Adlerstraße ebenfalls ein Schmutzwasserkanal DN 250 mit Sohlhöhen zwischen 156,34 und 158,37 mNN.
  • Niederschlagswasserentsorgung
    Das auf den Grundstücken anfallende Niederschlagswasser ist an das vor Ort vorhandene Niederschlagswasserkanalsystem anzuschließen. Eine Einleitung in den Schmutzwasserkanal ist nicht zulässig. Die Grundstücke, die direkt an das westlich und nördlich gelegene Rückhaltebecken angrenzen, können das Niederschlagswasser tlw. auch direkt an dieses RRB anschließen, entsprechende Anschlussmöglichkeiten sind hier bereits bauseits vorgesehen; eine nachträgliche Errichtung zusätzlicher Anschlussmöglichkeiten ist NICHT zulässig. In allen Fällen fallen Niederschlagswassergebühren an.

Äußere Erschließung

  • Flugplätze
    Der etwa 15 km entfernte Flughafen Menden-Arnsberg ist für zweimotorige Maschinen ausgerichtet. Linienverkehr bis in den Mittelmeerraum finden Sie bereits nach gut 20 Minuten Fahrtzeit auf dem Flughafen Dortmund-Holzwickede, nach gut 45 Minuten in Paderborn-Lippstadt und nach 60 Minuten in Kassel-Calden. Die nächstgelegenen internationalen Flughäfen sind Düsseldorf, Köln-Bonn und Frankfurt.
  • Hafen
    Die nächstgelegenen Häfen erreichen Sie in Dortmund (30 Minuten), Hamm (45 Minuten) und Duisburg (60 Minuten).
  • Autobahn
    Innerhalb von 15 km sind Auffahrten zu den Fernzielen Köln/Bremen (A 1), Oberhausen/Hannover (A 2), Kassel (A 44), Frankfurt (A 45), sowie zu den Zielen im Ruhrgebiet (B 1) und ins Sauerland (A 46) erreichbar. Der Lückenschluss der A 46 zwischen Hemer und Arnsberg ist in Planung.
  • Bundesstraßen
    Die beiden Bundesstraßen B 7 und B 515 kreuzen sich in Menden. Die B 515 verbindet als Nord-Süd-Strecke das Hönnetal mit dem Ruhrgebiet und die B 7 die größeren westlich gelegenen Städte wie Hagen und Iserlohn mit dem östlich gelegenen Arnsberg.
  • Bundesbahn
    Die Hönnetal-Bahn verläuft in Menden entlang der Hönne und fährt im Stundentakt vier Bahnhöfe im Stadtgebiet an: (Von Süden nach Norden) Lendringsen, Menden (Sauerland) Süd, Menden (Sauerland) und Bösperde. Direkte Bahnverbindungen bestehen nach Neuenrade, Unna und Fröndenberg.
  • ÖPNV
    Das gesamte Stadtgebiet ist flächendeckend versorgt.

Erwerbsmöglichkeiten

Das Kaufpreisangebot beläuft sich auf 40,90 € je m² (ohne Erschließungskostenanteil) bzw. 58,90 € je m² (einschließlich Erschließungskostenanteil) und liegt damit am untersten Level der Preise für vergleichbare Gewerbeflächen in Menden.

Besonderheiten

Als Besonderheit der angebotenen Grundstücke muss die für diesen Landschaftsraum ungewöhnlich geringe Steigung genannt werden. Die Topographie ist nahezu eben, was insbesondere für eine gewerbliche Nutzung mit üblicherweise großen Baukörpern von Vorteil ist. Die Fläche befindet sich darüber hinaus in landschaftlich reizvoller Lage auf einem Höhenrücken des Niedersauerlandes. Die oberen Etagen der Verwaltungsgebäude geben den Blick auf die Ruhrauen und die bewaldeten Hänge des Ardeygebirges frei.

Ansprechpartner

Gundstückscharakteristika
Einschränkungen
Sonstiges

  • Bezeichnung des tragfähigen Untergrundes
    Die Stadt Menden hat im Jahr 2000 für den gesamten Geltungsbereich des Bebauungsplans Nr. 125/I eine hydrogeologische Untersuchung in Auftrag gegeben, in der die Durchlässigkeit der verschiedenen Bodenschichten untersucht wurde. Zur Erkundung der anstehenden Bodenschichten wurden insgesamt 23 Bohrsondierungen niedergebracht und 11 Schürfe angelegt. Innerhalb der Bohrungen und Schürfe wurden anschließend Versickerungsversuche zur Bestimmung des Durchlässigkeitsbeiwertes durchgeführt. Die Mutterböden besitzen aufgrund ihres z. T. erheblichen Anteils an Humus einen durchlässigen bis gering durchlässigen Charakter. Der Terrassenlehm ist ebenfalls durchlässig bis gering durchlässig. Die Bodenprofile zeigen mit steigender Tiefe eine Zunahme des Tongehaltes und damit eine kontinuierliche Abnahme der Durchlässigkeit. Die Durchlässigkeit des Tonstein-Grundgebirges ist abhängig von der Anzahl und Ausbildung der Trennflächen. Im Verwitterungshorizont kommt es zu einem Verschluss der Trennflächen durch bodenbildende Prozesse. Im Untersuchungsgebiet sind die Trennflächen teilweise mit Schichtwasser erfüllt und besitzen daher eine gute Durchlässigkeit.
  • Tiefe des tragfähigen Baugrundes unter GOK
    Die Stadt Menden hat im Jahr 2000 für den gesamten Geltungsbereich des Bebauungsplans Nr. 125/I eine hydrogeologische Untersuchung in Auftrag gegeben, in der insgesamt 23 Bohrsondierungen (Ø 50-60 mm) bis in eine Tiefe von maximal 3,0 m unter Geländeoberkante niedergebracht wurden. Zusätzlich wurden aus einer Untersuchung aus dem Jahr 1993 weitere drei Bohrungen zur geologischen und hydrogeologischen Auswertung hinzugezogen. Der Mutterboden besteht aus einem feinsandigen, humosen und organische Bestandteile führenden Schluff in steifer Konsistenz und erdfeuchter Bodenfeuchte. Unterhalb des Mutterbodens befindet sich der Terrassenlehm. Dieser überwiegend steife, z. T. weiche und feinsandige Schluff besitzt eine erdfeuchte bis feuchte Bodenfeuchte. Das Grundgebirge besteht aus einem verwitterten Tonstein mit schlechter Kornbindung. Schichtwasser wurde an einigen Stellen erbohrt.
  • Tiefe des höchsten Grundwasserspiegels unter GOK und NN
    Das Grundwasser befindet sich überwiegend im Trennflächengefüge des Grundgebirges und liegt mit einem Spannungsüberdruck vor. Es kann belegt werden, dass das Wasser im Bohrloch in einigen Bereichen dann ansteigt, wenn der relativ undurchlässige bzw. gering durchlässige Schluff als Überdeckung nicht mehr vorhanden ist. Die Grundwasserstände lagen im Bereich der angebotenen Fläche "Hämmer Nord" in den verschiedenen Bohrsondierungen zwischen 1,38 m und 1,85 m unter Geländeoberkante.
  • Verdacht auf archäologische Aushöhlungen oder Auffüllungen
    Im Rahmen der hydrogeologischen Untersuchung wurden bei den 23 Bohrsondierungen keine Aushöhlungen oder Auffüllungen gefunden. Gemäß Auskunft der Bezirksregierung Arnsberg, Abteilung 8 Bergbau und Energie in NRW, liegt das Plangebiet außerhalb verliehener Bergwerksfelder. Nach den vorliegenden Unterlagen ist im Bereich des Plangebietes kein Bergbau umgegangen. Mit bergbaulichen Einwirkungen ist daher nicht zu rechnen.
  • Verdacht auf archäologische Bedeutsamkeit
    Nach bisherigem Kenntnisstand sind keine schützenswerten Kulturgüter bzw. Objekte der Denkmalpflege bekannt. Das Westfälische Museum für Archäologie, Amt für Bodendenkmalpflege, hat im Rahmen der Aufstellung des Bebauungsplans nicht geantwortet, so dass davon ausgegangen werden muss, dass keine archäologischen Funde zu erwarten sind.
  • Altlastenstatus/Kontaminierungen
    Da das gesamte Plangebiet bislang nicht für Siedlungszwecke genutzt wurde, sind keine Altlasten oder vergleichbare Kontaminierungen zu erwarten.
  • Erdbebenrisikoklassifizierung
    Das gesamte Stadtgebiet Menden liegt innerhalb der Erdbebenzone 0 (kein Erdbebenrisiko).
  • Benennung von ober- und unterirdischen Leitungen
    Über die Fläche verlaufen keine ober- und unterirdischen Leitungen.
  • Benennung von vorhandenen Bauwerken, Denkmalschutz etc.
    Bauwerke sind auf den zugrundeliegenden Flächen nicht vorhanden
  • Entfernung (Luftlinie) zum nächsten Wohngebäude
    Die Entfernung zu den nächsten Wohngebäuden beträgt rund 200 m. Betriebsbezogene Wohngebäude sind hierbei nicht berücksichtigt.
  • Störfallbetriebe
    Die Grundstücke liegen nicht im Einwirkungsbereich eines Störfallbetriebes.
  • Sonstiges
    Die Anlage eines Hubschrauberlandeplatzes ist nach Auskunft der Luftaufsichtsbehörde möglich. Die Genehmigung der Planung liegt im Zuständigkeitsbereich der Luftaufsichtsbehörde der Bezirksregierung Münster.