Netzwerk Essstörungen im nördlichen Märkischen Kreis


Herzlich Willkommen auf unserer Homepage zum Thema Essstörungen.
 

Nach einem erfolgreichen Fachtag zum Thema Essstörungen im November 2015 gründeten die Veranstalterinnen mit interessierten Fachkräften unterschiedlicher Institutionen im Januar 2016 das Netzwerk Essstörungen. 

Ziele des Netzwerks Essstörungen sind ...

. die Förderung des Austausches und der Vernetzung der mit dem Thema
  befassten Institutionen
. mehr Transparenz und Information zum Themenkomplex Essstörungen zu schaffen 
. Informationen zu Hilfsangeboten für Betroffenen und Angehörige zu bieten

 


Dem Netzwerk gehören Vertreter folgende Institutionen und Dienste an...

        

Essstörungen sind ernst zu nehmende psychosomatische Erkrankungen, die überwiegend Mädchen und Frauen - aber zunehmend auch Jungen und Männer betreffen. Kennzeichnend für Essstörungen ist, dass Essen das Leben der Betroffenen bestimmt. Das gilt für ihren Tagesablauf, ihre Gefühle, ihre Beziehungen zu anderen, ihre beruflichen und privaten Entscheidungen. Sie sind auf das Essen bzw. das Nicht-Essen fixiert.
Der Übergang von einem auffälligen zu einem krankhaften Essverhalten verläuft oft schleichend.
Die Ursachen für eine Essstörung sind vielschichtig. Der durch Medien stark forcierte Leistungsdruck, einem schlanken Schönheitsideal entsprechen zu wollen, trägt dazu bei, dass zunehmend junge Menschen an einer Essstörung erkranken.

Unbehandelt können folgenschwere gesundheitliche Probleme auftreten.


Hauptformen von Esstörungen

Essstörungen können sich auf veschiedene Weise zeigen. Im Wesentlichen werden drei Hauptformen unterschieden:

Anorexie (Magersucht)
ist eine Essstörung, die durch das krankhafte Bedürfnis gekennzeichnet ist, Gewicht zu vermindern - häufig sogar bis hin zur lebensbedrohlichen Unterernährung oder anderen schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen.


Bulimie (Ess-Brech-Sucht)
ist eine Essstörung, bei der die Betroffenen ein unkontrolliertes Verhalten nach Essen haben und anschließend gewichtsreduzierende Maßnahmen ausführen.


Binge-Eating-Störung (Essattacken mit Kontrollverlust)
ist eine Essstörung, die durch wiederkehrende Essanfälle gekennzeichnet ist, allerdings werden keine gewichtsreduzierenden Maßnahmen vollzogen. Aufgrund der Essattacken neigen die Betroffenen häufig zu Übergewicht.


Alle Essstörungen können ineinander übergehen oder sich miteinander vermischen.


Folgende Punkte können Hinweise auf einen Essstörung sein:

  • Wenn sich die Gedanken überwiegend ums Essen bzw. Nichtessen drehen
  • Wenn sich das Essverhalten auffällig verändert
  • Wenn Angst und Unsicherheit den Umgang mit Essen prägen
  • Wenn Essen oder der Verzicht auf Essen dazu benutzt werden, Gefühle zu unterdrücken oder Konflikte zu vermeiden
  • Wenn es ständig um die Unzufriedenheit mit der Figur / dem Aussehen geht
  • Wenn plötzlich exzessiv Sport betrieben wird

Entscheidend für die Normalisierung des Essverhaltens ist zunächst, das Essproblem zu erkennen und es sich als solches einzugestehen.

Im nächsten Schritt ist es wichtig, auch professionelle Hilfe bei Essstörungen in Anspruch zu nehmen.

Hierbei gilt: Je schneller die Hilfe desto früher der Heilungserfolg!


In den nachfolgenden Übersichten finden Sie Hilfsangebote im nördlichen Märkischen Kreis und der Umgebung:

1. für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

2. für Erwachsene


Darüber hinaus finden Sie bei verschiedenen Ernährungsfachkräften individuelle Hilfe. Eine Übersicht finden Sie hier...


Prävention und Selbsthilfe

Workshop Bodytalk
Jugendschutzangebot zur Prävention von Essstörungen

"Bodytalk" ist ein Jugendschutzangebot für Mendener Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7. 

Ziel des Workshops ist die Prävention von Essstörungen durch interaktive Übungen und Vermittlung von Informationen zum Thema. 

Kontakt: Uschi Rosenthal (Abt. Jugend und Familie - Kinder- und Jugendschutz)

Den Flyer zum Workshop finden Sie hier...


Theaterstück Püppchen
Ein Stück zur Prävention von Essstörungen

Das Theaterstück Püppchen erzählt spannend und sensibel die Geschichte von Lena und Shirin die, ohne davonzu wissen, einen ähnlichen Weg gewählt haben, mit ihren Problemen umzugehen.

Ob und wie die Jugendlichen an ihrer Schwelle zum Erwachsenwerden es schaffen miteinander und ihren Lebenssituatioinen umzugehen, davon handelt dieses Stück. 

Das Stück richtet sich an Kinder- und Jugendliche ab Klasse 7 und wird an den weiterführenden Mendener Schulen angeboten. 

Kontakt: Uschi Rosenthal (Abt. Jugend und Familie - Kinder- und Jugendschutz)

https://pueppchen.info/


Informationen zu einigen Selbsthilfegruppen finden Sie in der nachfolgenden Übersicht:


Aktuelles und Veranstaltungen

Sitzung des Netzwerkes Essstörungen

Die nächste Sitzung des Netzwerkes findet am 14. November 2019 um 14.00 Uhr statt. 


Weiterführende Links

Nachfolgend finden Sie einige hilfreiche Links zum Thema Essstörungen...


Pro Ana und Pro Mia - Propagieren von Essstörungen
Flyer für Eltern und Fachkräfte mit Hintergrundinformationen und Tipps zum Umgang mit Angeboten im Internet in denen Essstörungen verherrlicht und als eine Art Lifestyle ausgelebt werden. 
http://www.jugendschutz.net/fileadmin/download/pdf/faltblatt-pro-ana.pdf

Ninette - Dünn ist nicht dünn genug
Ein interaktiver Comic für Jugendliche in 11 Folgen mit Zusatzinfos und Hilfestellung zum Thema Magersucht.
https://ninette.berlin