Industriemuseum Menden

Fischkuhle 15, 58710 Menden

Tel. 02373 903-8770

E-Mail: museum(at)menden.de


Öffnungszeiten 
Mittwoch & Donnerstag: 09.00 - 17.00 Uhr
Samstag & Sonntag: 10.00 - 18.00 Uhr
Montag, Dienstag, Freitag, Feiertags: geschlossen

An folgenden Feiertagen bleibt das Industriemuseum geschlossen:

2022: Neujahr (01.01.) |  Karfreitag (15.04.) | Ostersonntag (17.04.) | Ostermontag (18.04.) | Tag der Arbeit (01.05.) | Christi Himmelfahrt (26.05.) | Pfingstsonntag (05.06.) | Pfingstmontag (06.06.) | Fronleichnam (16.06.) | Tag der Deutschen Einheit (03.10.) | Allerheiligen (01.11.) | Heiligabend (24.12.) | 1. Weihnachtsfeiertag (25.12.) | 2. Weihnachtsfeiertag (26.12.) | Silvester (31.12.)


Kontakt

Frau J. Törnig-Struck (M.A.) Museum


Marktplatz 3
58706 Menden

 02373 903-1654 E-Mail schreiben
Frau J. Schäckermann (M.A.) Museum


Marktplatz 3
58706 Menden

 02373 903-8771 E-Mail schreiben

Industriemuseum Menden

Aktuelles aus dem Industriemuseum Menden Gut Rödinghausen

Mit großer Freude vermeldet das Industriemuseum Gut Rödinghausen den Ankauf mehrerer Werke des Künstlers Patrick Lemke. Mit finanzieller Unterstützung des Museums- und Heimatvereins Menden/Sauerland e.V. konnten gleich drei Skizzen erworben werden, die die Vorarbeit für die eigens für das Zwischengeschoss von Gut Rödinghausen geschaffene Installationen »passages« und »declination« (2020-2021) markieren. Das 37 m große, begehbare Kunstwerk gehörte zu den Highlights der am 30. Januar 2022 zu Ende gegangenen Sonderschau.

Von der stimmigen Gegenüberstellung des Werkes »volumnia« (2012) mit dem historischen Zeitfenster im zweiten Raum des Zwischengeschosses zeigten sich Patrick Lemke und Museumsleiterin Jutta Törnig-Struck gleichermaßen überzeugt. Nach großzügigem Entgegenkommen seitens des Künstlers konnte auch dieses Großformat für die Museumssammlung angekauft werden. Eine mögliche Neuerwerbung für die Zukunft ist ferner das Werk »Bass (Gravitation)« von 2006, das gegenwärtig noch als Dauerleihgabe auf Gut Rödinghausen ausgestellt ist.

Der in Menden und Fröndenberg aufgewachsene Patrick Lemke arbeitet vorzugsweise mit Lack, Öl oder Acryl auf Papier oder Leinwand. Inzwischen lebt und arbeitet er in Berlin.



Das Gut Rödinghausen in Lendringsen wurde in den vergangenen Jahren aufwändig saniert. Seit September 2020 ist die neue Dauerausstellung zur Mendener Industriegeschichte fertiggestellt. Eine einzigartige Museumsszenographie vermittelt den Besuchern ungewöhnliche Sichtweisen auf die Vielfalt der heimischen Produkte.

Auch das klassizistische Herrenhaus mit der geschmackvoll eingerichteten Cafeteria sowie die abwechslungsreichen Sonderausstellungen aus den Bereichen Kunst und Kulturgeschichte sind immer einen Besuch wert. Im wunderschönen Park, der zwischen Hönne und Herrenhaus gelegen ist, finden regelmäßig Veranstaltungen statt wie zum Beispiel das zweiwöchige Kunstfest Passagen, das jedes Jahr Ende August startet.


Gut Rödinghausen - ­­Geschichte & Zukunft

Das Gut Rödinghausen liegt in Lendringsen und war über mehrere Jahrhunderte Wohnsitz der Freiherren von Dücker, einem der bekanntesten Adelsgeschlechter Westfalens. Die Familie bekleidete über viele Generationen das Amt des Oberkellners am kurfürstlichen Hof in Arnsberg. Mit der Gründung der Rödinghauser Eisenfabrique gehörten die von Dückers zu den wenigen Adeligen, die sich als Unternehmer betätigten.

1807 ließ Caspar Ignaz von Dücker das klassizistische Herrenhaus für die Familie erbauen. Als junger Mann studierte er in England neue Industrieverfahren. Dort hat er offenbar auch die englischen Landschaftsgärten lieben gelernt. So ließ er hinter dem Herrenhaus, zwischen der Hönne und einem angeschlossenen Wassergraben, einen englischen Park als scheinbar naturbelassenes Gelände und romantischen Rückzugsort anlegen. Heute glänzt der Park mit einem prachtvollen alten Baumbestand. Literarische Bedeutung erhielt Gut Rödinghausen durch die Aufenthalte der berühmten deutschen Dichterin Annette von Droste-Hülshoff.


Die gesamte Anlage steht unter Denkmalschutz und wurde im Jahr 2007 von der Stadt Menden auf Erbpachtbasis erworben. Seit September 2020 ist das neue Industriemuseum im Obergeschoss des Herrenhauses für die Besucher geöffnet.  Auf rund 220 m² werden über 300 Jahre Mendener Industriegeschichte präsentiert. Medien- und Mitmachstationen bieten den Besuchern die Möglichkeit, die Geschichte aktiv und mit allen Sinnen zu erfahren. Im Erdgeschoss und im Zwischengeschoss werden abwechslungsreiche Sonderausstellungen aus den Bereichen Kunst und Kulturgeschichte gezeigt. Im Kaminsaal werden Lesungen, Konzerte und moderne Kleinkunstprojekte angeboten. Er kann aber auch für Trauungen gemietet werden.