Menden blüht auf! Umgestaltung der Fußgängerzone

Enthüllung des Mendener Stadtmodells aus Bronze zum fühlen, sehen und begreifen

Wie erklärt man einem blinden oder sehbehinderten Mitbürger die Architektur der St. Vincenz-Kirche oder den Verlauf der alten Stadtgrenzen?

Mit dem durch die Stadtverwaltung in Auftrag gegebenen Blinden-Stadtmodell aus Bronze ist das ab sofort möglich. Denn mit dem Bronzemodell, das wir heute enthüllen, kann jeder mit den Fingerkuppen dem Straßenverlauf folgen, Größenunterschiede zwischen den Gebäuden sowie die Anordnung von Plätzen und Gassen erstasten.

So verhilft es auch sehbehinderten und blinden Menschen, die Dimensionen der Mendener Altstadt maßstabsgetreu zu erfassen und sich zu orientieren. Die Beschriftungen sind in Blindenschrift und liefern zusätzliche Informationen zu den dargestellten Gebäuden und Plätzen.

Und auch für die, die sehen können, bietet dieses Modell eine ganz neue, ganz andere Perspektive auf unsere Stadt, auf die Innenstadt von Menden. Denn ich wette, so haben die meisten von uns Menden noch nie gesehen.

Der Soester Künstler Felix Brörken hat das Modell im Maßstab 1: 400 entworfen, in detailreicher Kleinarbeit. Dieses Modell ist ein kleines, aber nicht unwesentliches Detail unserer Städtebaufördermaßnahme „Neugestaltung der Innenstadt“ ist.

Es ist ein wichtiger Teil, um die Fußgängerzone mit Hinblick auf den Inklusionsprozess barrierefrei zu gestalten. Dazu gehört auch, Menschen mit Behinderung eine Teilhabe in allen Lebensbereichen zu ermöglichen. Wir vermitteln sehbehinderten Menschen so einen Gesamteindruck der Umgebung. Finanziert wird das Bronzemodell übrigens zu 80% aus Fördermittel der Städtebauförderung.

Am Freitag, 16.08.2019 um 19:30 h wurde das Mendener Blinden-Stadtmodell aus Bronze durch den Künstler Felix Brörken, Landschaftsarchitekt Klaus Schulze und Bürgermeister Martin Wächter feierlich enthüllt.

Wir wünschen allen viel Freude an dieser fühlbaren Darstellung unserer Innenstadt.

Hauptstraße

Die Hauptstraße wird künftig noch bunter und lebendiger. Dafür sorgen viele neue Bäume, zusätzlich zu denen, die es bereits gibt. Vor allem die Zierkirsche, die die Innenstadt regelmäßig zur Blütezeit in ein Meer aus rosa Blütenblättern verwandelt, wird das Bild prägen und ganzjährig für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgen.

Denn der farbenfrohe Clou der Innenstadt wird in den rosafarbenen Farbtupfern im Pflaster an den Übergängen zur Hoch- und Kirchstraße und den Kinderspielbereichen bestehen. So bleiben uns die liebgewonnen Blütenblätter das ganze Jahr erhalten. Mindestens genau so beliebt wie die Zierkirschen ist unsere „Emma". Die Holzeisenbahn ist nicht mehr wegzudenken und hat, wie viele andere neue Spielgeräte, einen schönen neuen Platz bekommen.

Nach Pfingsten 2019 startet der letzte, große Bauabschnitt zur Umgestaltung der Hauptstraße.

Vom Marktplatz bis zur Unnaer Straße wird auch hier das neue, helle Pflaster verlegt, neue Spielgeräte  werden auf den rosa Fallschutzbereichen aufgestellt, viele neue Bänke laden zum Verweilen ein. Zudem wird am Marktplatz das Blinden-Stadtmodell aus Bronze aufgestellt. Ab Ende 2019 lädt die Fußgängerzone nicht nur zum Flanieren und Bummeln, sondern bietet auch mit ihren zahlreichen neuen Bänken und Sitzmöglichkeiten beste Gelegenheit zum Ausruhen, Genießen und Wohlfühlen.

Freuen Sie sich auf unsere schöne, neue Fußgängerzone!

Die Kirchstraße ist fertig!

Nachdem als erster Abschnitt die Hochstraße bereits im Oktober eröffnet werden konnte, präsentiert sich jetzt auch die Kirchstraße, der zweite Abschnitt der aktuell laufenden Umbauarbeiten im Herzen von Menden, in neuem Glanz.

Dieser zweite Meilenstein ist jetzt entsprechend gewürdigt und gefeiert worden.

Im Rahmen des Mendener Winters wurde die Kirchstraße am 9. Dezember 2017 feierlich eröffnet. Nachdem das Band durchtrennt wurde, ist die Kirchstraße bei einem gemeinsamen Spaziergang wieder offiziell an die Anlieger übergeben worden.

Im Stil eines „Lichterfestes“ feierten die Geschäfte und Dienstleister der Kirchstraße an diesem Wochenende des Mendener Winters gemeinsam das Ende dieses Bauabschnittes.

Das Besondere in der Kirchstraße: an den Rückseiten der Hauptstraßen-Häuser gibt es nun „Natur pur" -

Grünflächen und Bereiche mit kleinteiligem Pflaster geben der Innenstadt neben dem hellen Pflaster einen natürlichen Charakter. Ende 2017 wurde die Kirchstraße fertig gestellt. Achten Sie bei Ihrem Einkaufsbummel doch mal auf das Wahrzeichen unserer Stadt, die St. Vincenz-Kirche: sie kommt nach dem Umbau noch deutlicher zur Geltung!

Die Hochstraße ist fertig!

Der erste Teil der aktuell laufenden Umbauarbeiten im Herzen von Menden ist fertig. Die Arbeiten in der Hochstraße sind abgeschlossen und zeigen jetzt, wie auch Kirchstraße und Hauptstraße bald erstrahlen.

Dieser erste Meilenstein in der Umbauphase wurde entsprechend gewürdigt und gefeiert. Im Rahmen des Mendener Herbstes wurde die Hochstraße am 14. Oktober 2017 feierlich mit kurzen Reden der Stadtverwaltung und des ausführenden Landschaftsarchitekten eröffnet.

Nachdem das Band durchtrennt wurde, wurde die Hochstraße wieder offiziell an die Anlieger übergeben und bei einem gemeinsamen Spaziergang eingeweiht. Im Stil eines „Quartiersfests“ feierten die Geschäfte und Dienstleister der Hochstraße am Samstag und Sonntag des Mendener Herbstes gemeinsam das Ende dieses Bauabschnittes.

Sichtbar wird die Veränderung dann schließlich durch das ansprechende, neue Pflaster sowie die attraktive Begrünung und die Bank neben dem Mahnmal, die zum Verweilen und Nachdenken einlädt. Ab Herbst 2017 konnten Sie bereits durch die fertiggestellte Hochstraße schlendern.

Die Umgestaltung der Fußgängerzone ist Teil der Gesamtbaumaßnahme "Stärkung der Innenstadtachsen".
Entwurfsplanung als pdf Datei

Wiedereinweihung des "Ortes des Erinnerns"

Im Zuge der Umbauarbeiten wurde auch der „Ort des Erinnerns“ versetzt. Dort, wo einst die Synagoge stand, erinnert das Mahnmal heute an die deportierten, vertriebenen und ermordeten Juden aus Menden zur Zeit des Nationalsozialismus.
An dieser neuen Stelle wurde bereits Oktober 2017 im feierlichen Rahmen den „Ort des Erinnerns“ wieder eingeweiht.  Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Martin Wächter sowie Worten und Gebeten von Pastor Jürgen Senkbeil und Pfarrerin Dorothea Goudefroy ging man gemeinsam mit Museumsleiterin Jutta Törnig-Struck durch die Fußgängerzone : vorbei an den ehemaligen Wohnhäusern jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Opfer des Nationalsozialismus wurden.