Gute Geschäfte. – Was kommt nach dem Einzelhandel?

WSG Menden holt Wanderausstellung der StadtBauKultur NRW nach Menden

Ein Blick in die Innenstädte zeigt es: der Einzelhandel kämpft gegen den Onlinehandel und in Teilen ums Überleben. So ist der stationäre Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen in vielen Städten auf dem Rückzug. Neben dem Verlust der Nahversorgung bedeutet das einen Verlust von öffentlichem Leben im Quartier. Es gibt aber Projektideen in vielen Städten, die leere Ladenlokale nutzen und gleichzeitig wieder neues Leben in die Stadt bringen.
Zu diesem Thema hat sich die WSG Menden um die Wanderausstellung „Gute Geschäfte -Was kommt nach dem Einzelhandel?“ der Landesintitiative StadtBauKultur NRW für den Standort Menden beworben. Die Ausstellung zeigt in Form einer überdimensionalen Würfelwand die Gründe für Leerstände in der Stadt und macht deutlich, wie verlorenes städtisches Leben durch neue Ideen zurück gewonnen werden kann. Das geschieht heutzutage nicht nur durch eine adäquate Stadtplanung und das Zusammenspiel der ent-sprechenden fach- und ortskundigen Akteure und Gewerke sondern auch durch neue Allianzen aus Bür-gerschaft, Kommune und Immobilienwirtschaft, so die StadtBauKultur NRW, die neue Formen der Zusam-menarbeit bei der gemeinschaftlichen Entwicklung öffentlicher Räume und Grünflächen begrüßt und er-probt.
Die aus 60 großformatigen Würfeln bestehende Schaufenster-Ausstellung, die sich zu einer thematischen und mit Thesen und Beispielen gespickten Wand zusammenfügt, ist ab Freitag im leerstehenden Laden-lokal in der Hauptstraße 27 (neben Brillen Rottler) zu finden. Die Ausstellung ist eine Kooperation von StadtBauKultur NRW und der Wirtschaftsförderung der Stadt Menden und wird in den kommenden Wo-chen in der Innenstadt zu sehen sein.
„Uns ist es wichtig, die neue Innenstadt als Chance zu verstehen, das Potential hervorzuheben und auf grundsätzliche Ideen der Nutzung aufmerksam zu machen“ erklärt Simone Korte vom Stadtmarketing bei der WSG Menden, die sich bereits zum zweiten Mal um die Ausstellung beworben und nun endlich den Zuschlag erhalten hat. „Es geht uns bei der Ausstellung darum zu zeigen, wie Leerstände anderorts genutzt und umgenutzt werden. Wir wollen damit Denkanstöße liefern: zum einen welchen Einfluss das heutige Einkaufsverhalten auf den Handel vor Ort und die Innenstädte hat, zum anderen wollen wir anregen, um die Ecke zu denken, um Nutzungsmöglichkeiten von Leerständen und Geschäftsideen zu kreieren.“
Die Wanderausstellung wird am Freitag, 5. Juli 2019 im Rahmen des Mitternachtsshoppings und CityKults eröffnet. Gegen 17.30 Uhr präsentiert Florian Heinkel von StadtBauKultur NRW die Kerngedanken der Ausstellung auf der CityKult-Bühne auf dem Marktplatz.