Die Stadtrechte wurden im Jahr 1276 verliehen, doch die Wurzeln reichen deutlich weiter zurück. Bereits im Mittelalter entwickelte sich Menden zu einem bedeutenden Siedlungsund Handelsplatz in der Region. Die Entwicklung Mendens ist eng mit seiner Lage verbunden. Zwischen Ruhrtal und Sauerland gelegen, war die Stadt schon früh ein strategisch bedeutender Ort mit wichtigen Handels- und Verkehrswegen. Über Jahrhunderte hinweg stand sie im Spannungsfeld verschiedener Herrschaften und wurde mehrfach zerstört und wieder aufgebaut.
Im Mittelalter gehörte Menden zum kurkölnischen Herzogtum Westfalen und war durch Stadtmauern und Türme gesichert. Teile sind bis heute erhalten und prägen das Stadtbild. Dazu zählen unter anderem der Poenigeturm und Abschnitte der ehemaligen Befestigungsanlagen. Kriege, Brände und politische Veränderungen führten immer wieder zu Einschnitten in der Stadtentwicklung. Dennoch gelang es, Menden kontinuierlich weiterzuentwickeln und wiederaufzubauen. Besonders ab dem 17. Jahrhundert gewann das Handwerk an Bedeutung, insbesondere die Metallverarbeitung und die Nadelproduktion machten Menden überregional bekannt.
Trotz dieser bewegten Geschichte hat sich bis heute ein historischer Stadtkern erhalten. Fachwerkhäuser, Türme und Gebäude aus verschiedenen Epochen prägen das Stadtbild. Mit der Industrialisierung veränderte sich Menden grundlegend. Bereits im 17. Jahrhundert begann die gewerbliche Entwicklung, später entwickelte sich vor allem die Metallverarbeitung zu einem wichtigen Wirtschaftszweig.
Heute ist Menden eine Stadt mit rund 53.000 Einwohnern, die städtisches Leben mit direkter Nähe zur Natur verbindet. Die Lage am nördlichen Rand des Sauerlandes und an der Hönne prägt bis heute das Lebensgefühl und die Umgebung.