Neuer Projektraum auf Gut Rödinghausen fördert gesellschaftlichen Dialog

"Feuer & Flamme für die Kunst - Thomas Volkmann"

Mit dem Projektraum schaffen die Museen der Stadt Menden auf Gut Rödinghausen einen neuen Ort für den gesellschaftlichen Dialog über Kunst, Geschichte und Erinnerungskultur.

Mit der Ausgestaltung des neuen Projektraumes kommen die Museen der Stadt Menden dem kürzlich gefassten Beschluss des Ausschusses für Kultur und Tourismus nach, der die Verwaltung damit beauftragt hat, ein Konzept für eine Ausstellung zur Geschichte der Zwangsarbeit Schwalbe und des Lagers Biebertal im Industriemuseum Gut Rödinghausen zu erarbeiten, welches partizipative Projekte einbindet. Die Ergebnisse dieses Forschungs- und Rechercheprozesses werden zukünftig in dem temporären Projektraum präsentiert. Künftige Projekte werden sich schrittweise historischen und gesellschaftlichen Fragestellungen zu den Schwerpunkten Erinnerungskultur, Menschenwürde und Verantwortung widmen und dabei die regionale Geschichte der nationalsozialistischen Zwangsarbeit in den Blick nehmen.

»Geschichte beginnt nicht mit ihren Ereignissen. Sie beginnt mit den Entscheidungen, die ihnen vorausgehen« Museumsleiter Marius Stiehler über den neuen Projektraum auf Gut Rödinghausen

Museumsleiter Marius Stiehler beschreibt den Anspruch des neuen Formats wie folgt: »Der Projektraum soll kein Ort fertiger Antworten sein. Er möchte gesellschaftliche Fragen stellen, historische Zusammenhänge verständlich machen und dazu einladen, Geschichte als Ergebnis menschlicher Entscheidungen zu verstehen. Kunst kann hierfür ein besonderer Ausgangspunkt sein, weil sie alle zum Mitmachen und Nachdenken anregt, ohne einfache Lösungen vorzugeben«. 

Mit der Auftaktausstellung »Feuer & Flamme für die Kunst« eröffnen die Museen der Stadt Menden auf Gut Rödinghausen am Samstag, 25.07.2026 um 15.00 Uhr ihren neuen Projektraum. Die Ausstellung des Künstlers Thomas Volkmann verbindet zeitgenössische Kunst mit ungewöhnlichen Fragen: »Was wollen wir bewahren - und warum? Was bleibt, wenn Bilder verschwinden? Und wer entscheidet, was bewahrt wird?«

Thomas Volkmanns Werke entstehen spontan und vielschichtig. Literatur, Mythologie, Religion und Kunstgeschichte verschmelzen mit aktuellen gesellschaftlichen Bezügen zu einer eigenständigen Bildsprache. Seine Arbeiten laden dazu ein, genauer hinzusehen, Assoziationen zu entwickeln und sich auf unterschiedliche Deutungen einzulassen.

Die Ausstellung geht jedoch einen Schritt weiter: Alle ausgestellten Werke können während der Laufzeit zu einem einheitlichen Preis erworben werden. Damit werden die Besucherinnen und Besucher Teil des Ausstellungskonzeptes. Sie entscheiden selbst, welche Werke erhalten bleiben. 

Die Arbeiten, die bis zum 04.11.2026 keinen neuen Besitzer gefunden haben, werden anschließend in einer schlichten, stillen Zeremonie verbrannt. Die Asche kehrt anschließend als letzter Teil der Ausstellung in den Projektraum zurück und macht den unwiederbringlichen Verlust als Konsequenz menschlicher Entscheidung sichtbar. Die Verbrennung ist dabei keine Inszenierung von Zerstörung oder Provokation. Sie bildet den bewusst zurückhaltenden Abschluss einer Ausstellung, die nach Verantwortung fragt: »Welche Bedeutung messen wir Kunst und Kultur bei? Und welche Verantwortung tragen wir selbst für ihren Erhalt?«

 

Die Ausstellung »Feuer & Flamme für die Kunst« im Überblick:

Eröffnung: Samstag, 25.07.2026, 15.00 Uhr                                                                                                                              

Grußwort von Manuela Schmidt, Bürgermeisterin der Stadt Menden                                                     

Begrüßung und Einführung in das Konzept des Projektraumes durch Museumsleiter Marius Stiehler                                                                                                                                                                   

Der Künstler Thomas Volkmann steht für Gespräche zur Verfügung

Ausstellungsende: Sonntag, 15.11.2026, 10.00-18.00 Uhr                                                                                                       

Ort: Projektraum Gut Rödinghausen, Fischkuhle 15, 58710 Menden                                                               

Eintritt frei | Für die Ausstellungseröffnung ist keine Anmeldung erforderlich

Mit dem Projektraum schaffen die Museen der Stadt Menden auf Gut Rödinghausen einen neuen Ort für den gesellschaftlichen Dialog über Kunst, Geschichte und Erinnerungskultur.
Mit dem Projektraum schaffen die Museen der Stadt Menden auf Gut Rödinghausen einen neuen Ort für den gesellschaftlichen Dialog über Kunst, Geschichte und Erinnerungskultur.
Mit dem Projektraum schaffen die Museen der Stadt Menden auf Gut Rödinghausen einen neuen Ort für den gesellschaftlichen Dialog über Kunst, Geschichte und Erinnerungskultur.