Schmarotzerhaus, Poenigeturm und Teufelsturm am 01.08.2026 geöffnet

Zusätzlich Besuchsmöglichkeit der jeweiligen Ausstellungen

Jeden ersten Samstag im Monat öffnen die Museen der Stadt Menden an den Standorten Schmarotzerhaus und Poenigeturm ihre Türen. Die nächste Gelegenheit für einen Besuch beider Häuser bietet sich am 1. August 2026. Der Eintritt ist frei.

Museum Schmarotzerhaus

Von 11.00 bis 12.00 Uhr lädt das als Schmarotzerhaus bekannte Fachwerkhaus (An der Stadtmauer 5, 58706 Menden) zu einer Zeitreise in die Vergangenheit ein. Im Gespräch mit den ehrenamtlichen Museumsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern erfahren Besucherinnen und Besucher, welchem Umstand das über 300 Jahre alte Haus seinen ungewöhnlichen Beinamen verdankt und wie hart und entbehrungsreich der Lebensalltag eines Heimarbeiters und seiner Familie in früheren Zeiten war.

Museum Poenigeturm mit Ausstellung »Trisonanzen« und zusätzlichen Öffnungstagen

Von 12.00 bis 13.00 Uhr kann anschließend die neue Sonderausstellung »Trisonanzen« im Poenigeturm (Turmstraße, 58706 Menden) besucht werden. Die Mendener Künstlerinnen und Künstler Sonja Heller, Jeanette Obst und Anno Weihs, die im Künstlerkollektiv »Kooperative Kunst KK22« zusammengeschlossen sind, beziehen in drei eigens für den Poenigeturm geschaffenen Raum-, Klang- und Videoinstallationen Position zu 750 Jahren Mendener Stadtgeschichte und schaffen dabei eine einzigartige Raumerfahrung.

Die Ausstellung ist bis zum 22. November 2026 an jedem ersten sowie zusätzlich an jedem dritten* Samstag im Monat von 12.00 bis 13.00 Uhr eintrittsfrei zu sehen (*in Anwesenheit einer Künstlerin bzw. eines Künstlers von KK22).

Museum für Stadt- und Kulturgeschichte mit Ausstellung »Menden – Einst und Jetzt«

Im Museum für Stadt- und Kulturgeschichte (Marktplatz 3, 58706 Menden) kann von 9.00 bis 12.00 Uhr die Sonderausstellung »Menden – Einst und Jetzt« besucht werden. Anlässlich des Stadtjubiläums »750 Jahre Stadt Menden« stellt der Museums- und Heimatverein Menden (Sauerland) e. V. historische Fotografien aktuellen Stadtansichten gegenüber. Die Gemeinschaftsausstellung des Museums- und Heimatvereins Menden (Sauerland) e. V. und des Stadtarchivs Menden in Kooperation mit den Museen der Stadt Menden ist noch bis zum 15. August 2026 zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Gut Rödinghausen mit Ausstellung »Ingolf Timpner – Ewigkeitsvermutung«

Auch Gut Rödinghausen mit Industriemuseum (Fischkuhle 15, 58710 Menden) lädt am Samstag und Sonntag jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr zum Besuch der aktuellen Sonderausstellung »Ingolf Timpner – Ewigkeitsvermutung« ein. Gezeigt werden ausgewählte Fotoarbeiten aus dem Nachlass des 2018 verstorbenen Düsseldorfer Künstlers Ingolf Timpner. Die Ausstellung ist bis zum 23. August 2026 zu sehen.

Neuer Projektraum auf Gut Rödinghausen mit Auftaktausstellung »Feuer und Flamme für die Kunst – Thomas Volkmann«

In der Auftaktausstellung »Feuer und Flamme für die Kunst« im neu eingerichteten Projektraum auf Gut Rödinghausen, der am 25. Juli 2026 eröffnet wurde, geht der Künstler Thomas Volkmann den Fragen nach: »Was wollen wir bewahren – und warum? Was bleibt, wenn Bilder verschwinden? Und wer entscheidet, was bewahrt wird?« Mit einem ungewöhnlichen Ansatz gibt er diese Fragen an die Besucherinnen und Besucher weiter.

Alle ausgestellten Werke können während der Laufzeit der Ausstellung zu einem einheitlichen Preis erworben werden. Damit werden die Besucherinnen und Besucher Teil des Ausstellungskonzepts und entscheiden selbst, welche Werke erhalten bleiben.

Die Arbeiten, die bis zum 4. November 2026 keinen neuen Besitzer gefunden haben, werden anschließend in einer schlichten, stillen Zeremonie verbrannt. Die Asche kehrt anschließend als letzter Teil der Ausstellung in den Projektraum zurück und macht den unwiederbringlichen Verlust sichtbar. Die Verbrennung ist dabei keine Inszenierung von Zerstörung, sondern bildet den bewusst zurückhaltenden Abschluss einer Ausstellung, die nach Verantwortung fragt: »Welche Bedeutung messen wir Kunst und Kultur bei? Und welche Verantwortung tragen wir selbst für ihren Erhalt?«

Mit dem Projektraum schaffen die Museen der Stadt Menden auf Gut Rödinghausen einen neuen Ort für den gesellschaftlichen Dialog über Kunst, Geschichte und Erinnerungskultur. Gleichzeitig setzen sie den kürzlich gefassten Beschluss des Ausschusses für Kultur und Tourismus um, der die Verwaltung beauftragt hat, ein Konzept für eine Ausstellung zur Geschichte der Zwangsarbeit Schwalbe 1 und des Lagers Biebertal im Industriemuseum Gut Rödinghausen zu erarbeiten und dabei partizipative Projekte einzubinden. Die Ergebnisse dieses Forschungs- und Rechercheprozesses werden künftig im temporären Projektraum präsentiert. Weitere Projekte werden sich schrittweise historischen und gesellschaftlichen Fragestellungen zu den Schwerpunkten Erinnerungskultur, Menschenwürde und Verantwortung widmen und dabei die regionale Geschichte der nationalsozialistischen Zwangsarbeit in den Blick nehmen.

Weitere Kulturangebote in Menden – Teufelsturm ebenfalls geöffnet

Auch die Stiftung Teufelsturm lädt am Samstag, 1. August 2026, von 11.30 bis 13.00 Uhr zu einem Besuch des Karnevalsmuseums im Teufelsturm (An der Stadtmauer 49, 58706 Menden) ein. Zu sehen ist die Dauerausstellung des MKG (Heim der Westfälischen Fastnacht) zur westfälischen Fastnacht.

Nächste Besuchsmöglichkeit am 5. September 2026

Die nächste Gelegenheit für einen Besuch der drei Häuser Schmarotzerhaus, Poenigeturm und Teufelsturm bietet sich wieder am ersten Samstag im Monat, dem 5. September 2026, zu den genannten Öffnungszeiten. Bis dahin können das Museum für Stadt- und Kulturgeschichte sowie Gut Rödinghausen auch unter der Woche zu den regulären Öffnungszeiten besucht werden. Der Eintritt ist in allen Häusern frei.

Bitte beachten Sie außerdem die zusätzlichen Öffnungstage des Museums Poenigeturm an jedem dritten Samstag im Monat von 12.00 bis 13.00 Uhr während der Laufzeit der Ausstellung »Trisonanzen« (5. Juni bis 22. November 2026). An diesen Terminen ist jeweils eine Künstlerin oder ein Künstler der Künstlergruppe KK22 anwesend.

 

Mit Ausnahme von Gut Rödinghausen sind die Museen der Stadt Menden sowie der Teufelsturm aufgrund ihrer historischen Bausubstanz nicht barrierefrei.

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