Dem Kulturbüro der Stadt Menden und der Buchhandlung Thalia Menden ist ein wahrer Coup für das lokale Kulturleben gelungen: Am Donnerstag, den 17. September 2026, kommt die Autorin Lena Schätte zu einer exklusiven Lesung in das Industriemuseum Gut Rödinghausen. Die Veranstaltung beginnt um 20:00 Uhr und findet als hochkarätiges Sonderereignis im Rahmen des diesjährigen KunstFest PASSAGEN statt.
Eine historische Doppel-Auszeichnung
Lena Schätte hat im Juni dieses Jahres Literaturgeschichte geschrieben. Bei den 50. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt gelang der 1993 in Lüdenscheid geborenen und heute in Altena lebenden Autorin ein Kunststück, das in der Geschichte des Wettbewerbs extrem selten vorkommt: Sie überzeugte mit ihrem Text „Was wir tragen“ sowohl die kritische Fachjury als auch das Abstimmungspublikum im Netz. Sie wurde dafür nicht nur mit dem hochrenommierten Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet, sondern erhielt zeitgleich auch den Publikumspreis. Diese seltene Einmütigkeit zwischen Kritik und Leserschaft macht sie zu einer der spannendsten Stimmen der deutschen Gegenwartsliteratur.
Literatur mit existenzieller Wucht aus der Region
Vor ihrem Studium am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig arbeitete Lena Schätte jahrelang als Psychiatriekrankenschwester – eine Lebenserfahrung, die sich auch in der Tiefe und Empathie ihrer Figuren widerspiegelt. Nachdem sie bereits mit ihrem Debütroman „Das Schwarz an den Händen meines Vaters“ auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis stand, markiert der neue Siegertext ihren endgültigen Durchbruch.
Ihr in Klagenfurt prämierter Text „Was wir tragen“ besticht durch eine ungeschönte, berührende Sprache und besitzt laut Jury eine enorme „existenzielle Wucht“. Erzählt wird die Geschichte einer tiefen Freundschaft zweier übergewichtiger Hauptschülerinnen im Sauerland. Schätte zeichnet ein feinfühliges, aber unbarmherzig ehrliches Bild von jugendlicher Ausgrenzung, familiären Prägungen und dem harten Kampf um Selbstbehauptung in einer von Vorurteilen geprägten Umwelt. Dass die Geschichte im Sauerland verortet ist, schlägt eine perfekte Brücke zum diesjährigen Motto des Mendener KunstFests PASSAGEN, das sich passend zum Stadtjubiläum dem Thema „heimatSPLITTER“ widmet.
Das Kulturbüro der Stadt Menden und die Buchhandlung Thalia bündeln ihre Kräfte, um dieses literarische Highlight in der Atmosphäre des Kaminsaals auf Gut Rödinghausen zu präsentieren. Die Moderation des Abends übernimmt Simone Thielmann, Kultur- und Literaturredakteurin beim WDR in Köln. Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf einen intensiven literarischen Abend, ein anschließendes Werkgespräch mit der Autorin und die Möglichkeit zur Signierstunde freuen.
Eintrittskarten für die Veranstaltung sind direkt im Kulturbüro der Stadt Menden oder über die Online-Ticket-Plattform ProTicket zu erwerben. Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Plätze ist limitiert. Es sind nur noch wenige Tickets erhältlich.