Ab sofort und bis zum 30. Juni 2026 können alle Bürgerinnen und Bürger Vorschläge für die Ehrung durch einen Baum der Erinnerung machen, der in der zweiten Jahreshälfte einer verdienstvollen Persönlichkeit öffentlich gewidmet wird. Menden lebt in besonderes Weise vom Engagement seiner Bürger und Bürgerinnen, die nach ihrem Tod eine besondere Ehrung verdient haben. Außerdem pflegt Menden eine intensive Erinnerungskultur, die sich im Rückblick auf die Vergangenheit den Herausforderungen der Zukunft stellt. Diese Tatsache veranlasste die SPD-Fraktion, einen Ratsantrag zu stellen, demzufolge ein Wald der Erinnerung das Gedenken an verdiente Mendener Persönlichkeiten lebendig halten sollte. Der Ausschuss für Umwelt und Klima regte an, alte bereits vorhandene Bäume zur Erinnerung an verdiente Mendener Bürgerinnen und Bürger auszuwählen und mit einer informativen Beschilderung zu versehen. So wird das ehrenvolle Erinnern an Persönlichkeiten der Stadt sichergestellt, die sich durch ihr besonderes Engagement für die Stadt und das Wohlergehen ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger hervorgetan haben.
Der Ausschuss für Kultur und Tourismus beauftragte die Verwaltung, ein Konzept und grundsätzliche Kriterien im Hinblick auf das öffentliche Erinnern an verdiente Mendener Bürgerinnen und Bürger auszuarbeiten. Daraufhin wurde seitens des Kulturbüros ein Konzept mit Richtlinien für die Umsetzung des Projektes „Bäume der Erinnerung für verdienstvolle Persönlichkeiten der Stadt“ als Teil der Mendener Erinnerungslandschaft entwickelt. In seiner Sitzung am 18.06.2025 traf der Ausschuss für Kultur und Tourismus die Entscheidung, das Projekt ab dem Jubiläumsjahr 2026 umzusetzen. Daraufhin erstellte die Verwaltung ein Formular für die Einreichung von Vorschlägen aus der Bürgerschaft. Dieses Formular steht nun auf der städtischen Website unter dem Link www.menden.de/oeffentliches-erinnern bereit.
Die Kriterien der Widmung sind dabei an die Richtlinien für die Benennung von Straßen, Wegen und Plätzen der Stadt Menden sowie an die Richtlinien für die Verleihung der Ehrenbürgerwürde und die Vergabe des Heimatpreises angelehnt und dabei auf die spezielle Situation der Widmung von Bäumen an verdienstvolle Persönlichkeiten in Menden angepasst worden.
Welche Person durch einen Baum der Erinnerung geehrt und welchen geeigneten Baum sie zugewiesen bekommen könnte, entscheidet sich nach Durchsicht und gründlicher Recherche bezüglich der eingegangenen Vorschläge mit Blick auf die hauptsächliche Wirkungsstätte und den Wohnort/Lebensbereich der zu Ehrenden. Der Forstbetrieb verfügt über eine Vorschlagsliste geeigneter Bäume, die von Besuchern gut erreichbar und für die Idee insgesamt nutzbar sind. Die Vorschläge bezüglich der zu ehrenden Personen sowie der ihnen zugewiesenen Bäume wird von dem eigens dafür zusammengestellten Gremium beraten und anschließend dem Kulturausschuss als Entscheidungsempfehlung vorgestellt.
Die bereits vorhandenen Bäume, die ihrerseits eine eigene Geschichte mitbringen, werden durch die Umsetzung des Konzeptes „Bäume der Erinnerung“ als weitere Stationen der Mendener Erinnerungslandschaft hinzugefügt. Der Gedanke einer ehrenvollen Erinnerung würde ein neues, zeitgemäßes und aktualisiertes Erscheinungsbild bekommen. Eine schlichte Informationsstele gibt Auskunft über die Verdienste und den Lebensweg der jeweiligen geehrten Persönlichkeit.