KunstFest PASSAGEN 2026

„heimatSPLITTER“ – Sechs Veranstaltungen, sechs unterschiedliche Perspektiven

Vom 11. bis 19. September bringt das KunstFest PASSAGEN Literatur, Schauspiel, Musik, Film und Kunst nach Menden und lädt, inspiriert vom Stadtjubiläum „750 Jahre Menden“, zu einer vielseitigen künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema Heimat ein.

Heimat kann ein Ort sein, ein Mensch, eine Erinnerung oder etwas, das man erst viel später richtig zu schätzen weiß. Unter dem Motto „heimatSPLITTER“ widmet sich das KunstFest PASSAGEN in diesem Jahr den vielen persönlichen und ganz unterschiedlichen Geschichten, die mit Heimat verbunden sind.

An zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden erwartet das Publikum ein abwechslungsreiches Programm u. a. mit Andreas Pietschmann, Roland Riebeling und der 2026 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichneten Autorin Lena Schätte. Dazu kommen Künstlerinnen und Künstler aus Menden und der Region.

Die sechs Abende könnten dabei kaum unterschiedlicher sein: Es geht um persönliche Orte, Geschichten aus dem Ruhrpott, Casanovas bewegtes Leben, Familie und Herkunft sowie um die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit. Den Abschluss gestaltet ein gemeinsamer Abend mit zahlreichen Mendener Künstlerinnen und Künstlern.

Das Programm reicht von Ausstellung und Literatur über Schauspiel und Musik bis zu Film – und bietet damit ganz unterschiedliche Möglichkeiten, einen besonderen Kulturabend bei den PASSAGEN in Menden zu erleben.

Sämtliche Veranstaltungen finden im Kaminsaal von Gut Rödinghausen statt, eine Ausnahme bildet die Konzertlesung am 13. September in der Evangelischen Christuskirche.

Getragen wird das KunstFest PASSAGEN vom Kulturbüro der Stadt Menden (Sauerland) in Kooperation mit dem Förderverein KunstFest PASSAGEN e. V. Die künstlerische Leitung liegt bei Sabine Thielmann.

Eintrittskarten für alle Veranstaltungen gibt es im Kulturbüro im Alten Rathaus unter 02373 903-8761. Sie sind auch bei allen Vorverkaufsstellen, unter proticket.de/Menden und unter der ProTicket-Hotline 0231 9172290 erhältlich. Aktuelle Infos sind unter kunstfest-passagen.de abrufbar.

 

Heimat beginnt mit einem Ort

Genc Mulhaxha eröffnet das KunstFest PASSAGEN mit einer Ausstellung über persönliche Orte, Erinnerungen und die Geschichten dahinter

Manchmal genügt ein Raum, ein Gegenstand oder ein bestimmter Blick, um ein ganzes Stück Vergangenheit wieder lebendig werden zu lassen.

Mit „heimatSPLITTER“ widmet sich das KunstFest PASSAGEN 2026 einem Thema, das alle kennen und doch jeder anders erlebt. Zur Eröffnung am Freitag, 11. September, um 19 Uhr lädt das Festival in den Kaminsaal von Gut Rödinghausen ein.

Im Mittelpunkt steht die Sonderausstellung „HOMESTORY“ des Künstlers Genc Mulhaxha. Seine Arbeiten nehmen persönliche Geschichten und Vorstellungen von Zuhause zum Ausgangspunkt und eröffnen einen Blick auf Heimat, der weit über die klassische Vorstellung eines Ortes hinausgeht.

Die Ausstellung ist zugleich Einladung und Auftakt: Um die PASSAGEN kennenzulernen und gemeinsam in die Festivalwochen zu starten, sind alle herzlich eingeladen, sich umzuschauen, mit anderen ins Gespräch zu kommen und die unterschiedlichen künstlerischen Perspektiven zu entdecken.

Zur Eröffnung stehen nur noch einzelne Restplätze zur Verfügung. Bitte nehmen Sie bei Interesse Kontakt zu Frau Wölki vom Kulturbüro unter Tel. 02373 903-8761 auf.

 

Freitag, 11. September 2026 | 19 Uhr

Kaminsaal von Gut Rödinghausen

 

Von Menschen, Geschichten und dem Ruhrpott

Kai Bettermann und Sabine Thielmann erzählen mit Musik und Schauspiel von einer Region, ihren Eigenheiten und dem Leben zwischen gestern und heute

Wer im Ruhrgebiet aufgewachsen ist, kennt diesen besonderen Ton: direkt, herzlich, manchmal trocken und immer mit einer Geschichte im Gepäck.

„Heimatseufzen – Stückskes aus dem Ruhrpott“ bringt dieses Lebensgefühl am Samstag, 12. September, um 19.30 Uhr auf die Bühne von Gut Rödinghausen.

Kai Bettermann und Sabine Thielmann erzählen von einem Ruhrgebiet, das sich verändert hat und trotzdem unverwechselbar geblieben ist. Ein „heimatSPLITTER“ von Menschen und Orten, von Alltag und Erinnerungen, von dem, was man hinter sich lässt und dem, was einen ein Leben lang begleitet. Ein persönlicher und unterhaltsamer Abend, der natürlich auch die besonderen Eigenheiten einer Region hervorhebt, über die man wunderbar lachen kann.

Wer den Pott kennt, wird manches wiedererkennen. Wer ihn nicht kennt, bekommt einen unterhaltsamen und sehr persönlichen Zugang.

 

Samstag, 12. September 2026 | 19.30 Uhr

Kaminsaal von Gut Rödinghausen

Tickets: 20 € VVK | 22 € AK

 

Ein Leben voller Begegnungen

Roland Riebeling nimmt das Publikum mit auf Casanovas rastlose Reise durch Europa – begleitet vom Ruhrstadt Orchester

Casanova ist vor allem als berühmter Verführer bekannt. Sein Leben war jedoch weit größer: Er reiste durch Europa, begegnete den unterschiedlichsten Menschen und sammelte Geschichten, die später in seine Erinnerungen eingingen.

Am Sonntag, 13. September, um 18 Uhr wird dieser außergewöhnliche Lebensweg in der Christuskirche Lendringsen zur Konzertlesung.

Roland Riebeling liest aus Casanovas Lebenserinnerungen und bringt dabei einen Mann auf die Bühne, der sich selbst mindestens ebenso gut inszenieren konnte wie seine zahlreichen Abenteuer. Charmant, eitel, witzig und immer auf der Suche nach dem nächsten Erlebnis.

Begleitet wird er vom Ruhrstadt Orchester unter der Leitung von Claus Eickhoff. Die Dramaturgie übernimmt Sabine Thielmann. Schauspiel, Literatur und Live-Musik verbinden sich zu einem Abend, der Casanova als Menschen und Erzähler erlebbar macht.

Nach ihren erfolgreichen Auftritten bei den PASSAGEN kehren damit gleich zwei Akteure zurück nach Menden. So begeisterte Riebeling bereits 2023 mit seinem Theatersolo „Der Kontrabass“, während das Ruhrstadt Orchester 2024 mit dem „Karneval der Tiere“ für einen viel beachteten Abend sorgte.

Ein außergewöhnlicher Stoff, ein starker Schauspieler und ein Orchester live auf der Bühne – ein Abend, für den sich der Weg nach Menden lohnt.

Und natürlich passt Casanova hervorragend zum Festivalmotto „heimatSPLITTER“: Ein Mann, der ständig unterwegs ist – aber wo ist er eigentlich zu Hause?

 

Sonntag, 13. September 2026 | 18 Uhr

Evangelische Christuskirche Lendringsen

Tickets: 25 € Vorverkauf | 28 € Abendkasse

 

Eine Geschichte über Nähe, Herkunft und Familie

Die mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis 2026 ausgezeichnete Autorin Lena Schätte liest aus ihrem Roman „Das Schwarz an den Händen meines Vaters“

Am Donnerstag, 17. September, um 20 Uhr präsentiert das Kulturbüro der Stadt Menden (Sauerland) in Kooperation mit der Thalia Buchhandlung mit der Lesung der frisch gekürten Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin 2026 Lena Schätte ein ganz besonderes Highlight bei den diesjährigen PASSAGEN.

In „Das Schwarz an den Händen meines Vaters“ erzählt die im Sauerland aufgewachsene Autorin von einer Vater-Tochter-Beziehung und von der schwierigen Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft. Eine Familiengeschichte über Nähe, Verletzungen und die Frage, was Heimat bedeuten kann.

Wie sehr prägt uns unsere Familie? Was nehmen wir aus ihr mit? Und wie findet man seinen eigenen Weg, wenn die Vergangenheit immer Teil der eigenen Geschichte bleibt?

Eine besondere Gelegenheit, eine ausgezeichnete Autorin aus der Region unmittelbar nach ihrem großen Erfolg live zu erleben und einen der bemerkenswerten Romane der aktuellen Literatur kennenzulernen.

 

Moderiert wird der Abend von Simone Thielmann, Kultur- und Literaturredakteurin beim WDR in Köln.

 

 

Donnerstag, 17. September 2026 | 20 Uhr

Kaminsaal von Gut Rödinghausen

Tickets: 20 € Vorverkauf | 22 € Abendkasse

 

Schnitzlers Traumnovelle trifft neue Klänge

Andreas Pietschmann und Stephan Weinzierl verbinden Schauspiel mit Vibraphon, Beats und Klängen

Eine Ehe, eine Nacht und Wünsche, die plötzlich nicht mehr ganz verborgen bleiben. Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“ erzählt von Nähe, Begehren und der Frage, wo Traum und Wirklichkeit ineinander übergehen.

Am Freitag, 18. September, um 19.30 Uhr kommt der Klassiker beim KunstFest PASSAGEN in einer ungewöhnlichen Verbindung aus Schauspiel und Musik auf die Bühne.

Andreas Pietschmann, bekannt aus zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen, bringt Schnitzlers Figuren und ihre nächtlichen Erlebnisse auf die Bühne. An seiner Seite steht der Perkussionist Stephan Weinzierl, der mit Vibraphon und schillernden Klängen einen atmosphärischen Sound dazu entstehen lässt.

Es entsteht eine Konzertlesung, die nicht einfach eine Geschichte erzählt, sondern ihr Publikum atmosphärisch unmittelbar in ihren Bann zieht.

 

Freitag, 18. September 2026 | 19.30 Uhr

Gut Rödinghausen

Tickets: 25 € Vorverkauf | 28 € Abendkasse

 

Viele Stimmen, ein gemeinsamer Abend

Musik, Theater, Film und viele Mendener Künstlerinnen und Künstler zum Abschluss des KunstFest PASSAGEN

Mit „heimatSPLITTER – Was bleibt“ geht am Samstag, 19. September, um 19.30 Uhr ein Festival voller unterschiedlicher Geschichten zu Ende, bei dem zum Abschluss noch einmal zahlreiche Stimmen und künstlerische Perspektiven zusammenkommen.

Martina Eitner-Acheampong, Alan Kofi Acheampong, Lydia Lückermann, Martin Smith, der Männerchor Vokalart und weitere Mendener Künstlerinnen und Künstler gestalten einen Abend, an dem Theater, Musik, Film und persönliche Geschichten ineinandergreifen.

Corinna Häußler und Nils Bonk übernehmen Film, Ton und Regie.

Nach den unterschiedlichen Veranstaltungen der Festivalwoche führt der Abschluss noch einmal viele Perspektiven zusammen und lässt Raum für die Frage, was von einem Ort, einer Begegnung oder einer Geschichte bleibt. Der passende Abend, um das KunstFest PASSAGEN gemeinsam ausklingen zu lassen.

Das Event entstand nach einer Idee von Kulturbüroleiterin Jutta Törnig-Struck und Intendantin Sabine Thielmann.

 

Samstag, 19. September 2026 | 19.30 Uhr

Kaminsaal von Gut Rödinghausen

Tickets: 20 € Vorverkauf | 22 € Abendkasse

Luftaufnahme des Herrenhauses von Gut Rödinghausen bei Nacht
Gut Rödinghausen. Foto: EinZdesign