Wenn die Schule wieder beginnt, sind sie morgens überall im Stadtgebiet unterwegs: Kinder, die zu Fuß zur Schule gehen. Gerade die jüngsten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer brauchen dabei besonderen Schutz und Aufmerksamkeit. Mit dem Projekt „Sicheres Menden 2026 – Sichtbarkeit und Aktionstage für den Fuß- und Schulverkehr“ setzt die Stadt Menden deshalb in diesem Jahr einen besonderen Schwerpunkt auf die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr.
Dabei geht es um mehr als die klassischen Hinweise zum Schulstart. Das Projekt verbindet verschiedene Maßnahmen und Aktionstage, die Kinder sichtbar machen, für Gefahren im Straßenverkehr sensibilisieren und gleichzeitig bei allen Verkehrsteilnehmenden für mehr Rücksichtnahme werben.
Ein wichtiger Baustein ist die Sichtbarkeit auf dem Schulweg. Rund 1.500 reflektierende Warnwesten werden an Schulanfängerinnen und Schulanfänger verteilt. Damit sollen die Kinder insbesondere auf ihrem täglichen Weg zur Schule besser wahrgenommen werden. Gleichzeitig soll die erhöhte Sichtbarkeit dazu beitragen, dass Verkehrsteilnehmende im Umfeld von Schulen und auf den Schulwegen besonders aufmerksam und rücksichtsvoll unterwegs sind. Außerdem sollen bunte Reflektoren für die Kleidung oder die Schultasche verteilt werden. Gemeinsam mit ihren Eltern können sich Grundschulkinder ihren Reflektor auch im Rathaus abholen (solange der Vorrat reicht).
Ermöglicht wird das Projekt durch eine Förderung aus dem LEADER-Kleinprojekteprogramm. Mit den Fördermitteln können zusätzliche Materialien und Maßnahmen umgesetzt werden, die die Sicherheit des Fuß- und Schulverkehrs stärken.
Doch bei Warnwesten und Reflektoren allein bleibt es nicht: Das Projekt begleitet den Schulstart mit weiteren Aktionen über den Herbst hinweg.
Mendener Blaulichttag: Sicherheit erleben und Perspektiven wechseln
Ein zentraler Bestandteil ist der Mendener Blaulichttag am 19. September 2026. Hier kommen Ehrenamt, Feuerwehr, Polizei und Ordnungsamt zusammen. Mit verschiedenen erlebnispädagogischen Angeboten und Aktionen zum Perspektivwechsel soll Kindern und Erwachsenen vermittelt werden, wie wichtig Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme und eine nachhaltige sowie barrierefreie Mobilität im Straßenverkehr sind.
Die jüngsten Fußgängerinnen und Fußgänger können bei verschiedenen Aktionen schwierige Verkehrssituationen selbst erleben und bekommen diese nicht nur erklärt.
Tag des Fußgängers: Sichere Wege sichtbar machen
Im Oktober folgt mit dem „Tag des Fußgängers“ ein weiterer Aktionstag. Dabei soll insbesondere der tatsächlich genutzte Fuß- und Schulweg in den Blick genommen werden.
Im unmittelbaren Umfeld von Grundschulen und auf von Schülerinnen und Schülern genutzten Wegen sollen Asphalt-Aufkleber für zusätzliche Orientierung und Aufmerksamkeit sorgen. So wird die Auseinandersetzung mit dem sicheren Schulweg aus der Schule und den Aktionstagen direkt in den öffentlichen Raum getragen.
Mit dem Zusammenspiel der verschiedenen Maßnahmen verfolgt die Stadt Menden einen ganzheitlichen Ansatz: Kinder sollen besser sichtbar sein, ihren Schulweg bewusst und sicher erleben und gleichzeitig lernen, sich aufmerksam im Straßenverkehr zu bewegen. Zugleich sollen auch andere Verkehrsteilnehmende für die besonderen Bedürfnisse der jüngsten Fußgängerinnen und Fußgänger sensibilisiert werden.
Denn ein sicherer Schulweg beginnt nicht erst an der Schultür, sondern mit kleinen Beinen, die sicher dort ankommen.
„Kinder sind unsere jüngsten und zugleich besonders schutzbedürftigen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Deshalb wollen wir nicht nur zum Schulstart auf mehr Sicherheit hinweisen, sondern ganz konkret etwas dafür tun. Mit dem Projekt ‚Sicheres Menden 2026‘ schaffen wir mehr Sichtbarkeit, fördern Aufmerksamkeit und wollen Kinder darin stärken, sich sicher und selbstbewusst auf ihren Wegen durch Menden zu bewegen.“, sagt Bürgermeisterin Manuela Schmidt.
