Hundehaltung nach dem Landeshundegesetz NRW (LHundG NRW)

Das Landeshundegesetz NRW (LHundG NRW)

Am 01.01.2003 ist das Hundegesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (Landeshundegesetz - LHundG NRW) in Kraft getreten. Seitdem gelten in NRW für die Haltung von Hunden bestimmte gesetzliche Voraussetzungen.

    Allgemeine Hinweise zur Hundehaltung

    Alle Hunde sind so zu führen, dass von ihnen keine Gefahr für Leben oder Gesundheit von Menschen und Tieren ausgeht.
    Für alle Hunderassen gilt eine generelle Anleinpflicht der Tiere in folgenden Bereichen:

    • in Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen und anderen innerörtlichen Bereichen, Straßen und Plätzen mit vergleichbarem Publikumsverkehr
    • in der Allgemeinheit zugänglichen, umfriedeten Park-, Garten- und Grünanlagen
    • bei öffentlichen Versammlungen, Aufzügen, Volksfesten und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen
    • in öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kindergärten
    • in Teilen der Mendener Außenbezirke Schwitter Heide (südl. Ruhrgebiet einschl. Naturschutz-gebiet „ Auf dem Stein"), Bösperde (Bahnlinie zwischen Märkische Straße und Bahnhof Bösperde, entlang der Hönne bis zur Einmündung Abtissenkamp), Lendringsen (Bieberpromenade), Ruhraue Bösperde / Halingen (Übersicht Stadtgebiet)
    • in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie auf Kinder- und Jugendspielplätzen und Schulhöfen

    Für große Hunde (§ 11 LHundeG NRW) gilt zusätzlich eine Anleinpflicht innerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen.
    Hunde dürfen Straßen und Anlagen nicht verunreinigen. Verschmutzungen sind von der Aufsichtsperson unverzüglich zu entfernen und ordnungsgemäß zu entsorgen. Die Hundeführer sind verpflichtet, entsprechendes Reinigungsmaterial mit sich zu führen.

     

    Das Gesetz unterteilt Hunde in drei verschiedene Kategorien:


    Gefährliche Hunde (§ 3 LHundG NRW)

    Zu den gefährlichen Hunden zählen folgende Rassen:

    • Pitbull Terrier
    • American Staffordshire Terrier
    • Staffordshire Bullterrier
    • Bullterrier
    • Kreuzungen der o.g. Rassen sowie mit anderen Hunden
    • Hunde, deren Gefährlichkeit im Einzelfall festgestellt wurde

    Notwendige Haltungserlaubnis - gem. §§ 3,10 LHundG NRW

    Wer einen gefährlichen Hund hält oder halten möchte, bedarf der Erlaubnis des Ordnungsamtes. Um eine Erlaubnis zur Haltung gefährlicher Hunde zu beantragen, müssen folgende Unterlagen eingereicht werden sowie sonstige Voraussetzungen erfüllt sein:

    • Formloser Antrag
    • Vollendung des 18. Lebensjahres (Nachweis durch Personalausweis, Reisepass oder Führungszeugnis)
    • die Fähigkeit, den Hund jederzeit sicher an der Leine zu führen und zu halten
    • Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde (Belegart "O") zum Nachweis der Zuverlässigkeit
    • Sachkundebescheinigung durch den amtlichen Tierarzt des Veterinäramtes
    • Kopie des Versicherungsscheins über eine abgeschlossene Haftpflichtversicherung für den Hund (Mindestversicherungssumme von 500.000 € für Personenschäden sowie 250.000 € für sonstige Schäden). Dabei muss die Hunderasse ersichtlich sein.
    • Tierärztliche Bescheinigung über die Identitätskennzeichnung des Hundes mit einem Mikrochip (Impfausweis)
    • Unterlagen, aus denen hervorgeht, welche Räumlichkeiten, Einrichtungen und Freianlagen dem Hund zur Verfügung stehen, um eine verhaltensgerechte und ausbruchssichere Unterbringung zu gewährleisten (z.B. Grundstücksskizze, Lageplan, Fotos)

    Eine Haltungserlaubnis (s.u.) für diese Rassen kann nur erteilt werden, wenn ein besonderes privates oder öffentliches Interesse an der Haltung besteht.

    • Für gefährliche Hunde gilt eine generelle Maulkorb- und Anleinpflicht außerhalb befriedeten Besitztums sowie in Fluren, Aufzügen, Treppenhäusern und auf Zuwegen von Mehrfamilienhäusern (max. Leinenlänge 1,20 m).
    • Die Haltungserlaubnis oder eine Kopie muss beim Ausführen des Hundes jederzeit mitgeführt werden.
    • Eine Person darf nicht gleichzeitig mehrere o.g. Hunde ausführen.
    • Abgabe und Veräußerung des Hundes dürfen nur an Personen erfolgen, welche im Besitz einer Haltungserlaubnis sind.
    • Abgabe, Veräußerung oder Tod des Hundes sowie ein Wohnortwechsel des Halters oder eine Änderung der Versicherung sind dem zuständigen Ordnungsamt umgehend anzuzeigen.

    Frau S. Hünnies

    s.huennies(at)­menden.de+49 2373 903-1415 Team Sicherheit und Ordnung Adresse | Sprechzeiten | Details

    Hunde bestimmter Rassen (§ 10 LHundG NRW)

    Zu den Hunden bestimmter Rassen gehören:

    • Alano
    • American Bulldog
    • Bullmastiff 
    • Mastiff
    • Mastino Espanol
    • Mastino Napoletano
    • Fila Brasileiro
    • Dogo Argentino
    • Rottweiler
    • Olde English Bulldog
    • Tosa Inu
    • Kreuzungen der o.g. Rassen sowie mit anderen Hunden

     

    Notwendige Haltungserlaubnis - gem. §§ 3,10 LHundG NRW

    Wer einen Hund einer bestimmten Rasse hält oder halten möchte, bedarf der Erlaubnis des Ordnungsamtes. Um eine Erlaubnis zur Haltung von Hunden einer bestimmten Rasse zu beantragen, müssen folgende Unterlagen eingereicht werden sowie sonstige Voraussetzungen erfüllt sein:

    • Formloser Antrag für die Erlaubnis zur Haltung
    • Vollendung des 18. Lebensjahres (Nachweis durch Personalausweis, Reisepass oder Führungszeugnis)
    • die Fähigkeit, den Hund jederzeit sicher an der Leine zu führen und zu halten
    • Sachkundebescheinigung durch den amtlichen Tierarzt des Veterinäramtes oder eine/n anerkannte/n Sachverständige/n oder eine anerkannte sachverständige Stelle
    • Kopie des Versicherungsscheins über eine abgeschlossene Haftpflichtversicherung für den Hund (Mindestversicherungssumme von 500.000 € für Personenschäden sowie 250.000 € für sonstige Schäden). Dabei muss die Hunderasse ersichtlich sein.
    • Tierärztliche Bescheinigung über die Identitätskennzeichnung des Hundes mit einem Mikrochip (Impfausweis)
    • Unterlagen, aus denen hervorgeht, welche Räumlichkeiten, Einrichtungen und Freianlagen dem Hund zur Verfügung stehen, um eine verhaltensgerechte und ausbruchssichere Unterbringung zu gewährleisten (z.B. Grundstücksskizze, Lageplan, Fotos)

    Eine Haltungserlaubnis (s.u.) für diese Rassen kann nur erteilt werden, wenn ein besonderes privates oder öffentliches Interesse an der Haltung besteht.

    • Für Hunde bestimmter Rassen gilt eine generelle Maulkorb- und Anleinpflicht außerhalb befriedeten Besitztums sowie in Fluren, Aufzügen, Treppenhäusern und auf Zuwegen von Mehrfamilienhäusern (max. Leinenlänge 1,20 m).  
    • Die Haltungserlaubnis oder eine Kopie muss beim Ausführen des Hundes jederzeit mitgeführt werden.  
    • Eine Person darf nicht gleichzeitig mehrere o.g. Hunde ausführen.  
    • Abgabe und Veräußerung des Hundes dürfen nur an Personen erfolgen, welche im Besitz einer Haltungserlaubnis sind.  
    • Abgabe, Veräußerung oder Tod des Hundes sowie ein Wohnortwechsel des Halters oder eine Änderung der Versicherung sind dem zuständigen Ordnungsamt umgehend anzuzeigen.

    Frau S. Hünnies

    s.huennies(at)­menden.de+49 2373 903-1415 Team Sicherheit und Ordnung Adresse | Sprechzeiten | Details

    Große Hunde (§ 11 LHundG NRW)

    Große Hunde im Sinne des § 11 Landeshundegesetz NRW sind Hunde

    • mit einem Gewicht von über 20 kg und / oder
    • einer Schulterhöhe von 40 cm und mehr

    Maßgeblich für die Einstufung als großer Hund sind dabei Gewicht und Schulterhöhe in ausgewachsenem Zustand des Tieres.
    Die Kontrolle über beide Parameter obliegt dem Hundehalter.
    Die Verpflichtung zur Anzeige eines großen Hundes besteht bereits im Welpenalter, wenn aufgrund der Rasse feststellbar ist, dass der Hund im ausgewachsenen Zustand die Größe und/oder das Gewicht überschreiten wird.

    Die Haltung eines großen Hundes ist der Ordnungsbehörde schriftlich anzuzeigen.

    Folgende Unterlagen müssen mitsamt der Anzeige eingereicht werden:

    • Sachkundebescheinigung durch den amtlichen Tierarzt
    • Tierärztliche Bescheinigung über die Identitätskennzeichnung des Hundes mit einem Mikrochip
    • Kopie des Versicherungsscheins über eine abgeschlossene Haftpflichtversicherung für den Hund (Mindestversicherungssumme von 500.000 € für Personenschäden sowie 250.000 € für sonstige Schäden). Dabei muss die Hunderasse ersichtlich sein.

    Ein polizeiliches Führungszeugnis kann von der Behörde in besonderen Einzelfällen angefordert werden (§11 Abs. 5 LHundG NRW).

    Frau C. Hafrung

    c.hafrung(at)­menden.de+49 2373 903-1424 Team Sicherheit und Ordnung Adresse | Sprechzeiten | Details