Anne Frank Tag: Schülerinnen und Schüler setzen Zeichen

Bürgerantrag für würdige und sichtbare Gestaltung der Synagogengasse

„Liebe Kitty…“ – Durch ihr Tagebuch ist Anne Frank weltweit zu einem der bekanntesten Opfer des Holocaust geworden. Rund um ihren Geburtstag am 12. Juni organisiert das „Anne Frank Zentrum“ in Berlin einen Gedenktag, an dem Schulen des ganzen Landes teilnehmen können. So gab es am vergangenen Freitag auch an der Anne-Frank-Schule in Menden eine Veranstaltung, die von den Schülerinnen und Schülern mit bunten Beiträgen gestaltet wurde. Begleitet wurden die Kinder unter anderem von der ehemaligen Lehrerin Margot Vedder sowie ihren Lehrerinnen und Lehrern um Schulleiterin Jennifer Scholz. Zum Abschluss ließen die Kinder einen weißen Luftballon mit ihren Wünschen in den Himmel steigen. Eingeladen waren neben Bürgermeisterin Manuela Schmidt auch Schülerinnen und Schüler des Walburgisgymnasiums, die gemeinsam mit ihrem Geschichtslehrer Maik Lambert und Schulleiter Dr. Ansgar Bornhoff teilnahmen und sich am Programm beteiligten.

Bereits vor dem Anne-Frank-Tag hatten Schülerinnen und Schüler der beiden Schulen Bürgermeisterin Manuela Schmidt, Kulturbüroleiterin Jutta Törnig-Struck und Stadtarchivar Stephan Reisloh zu einem Termin in die Synagogengasse eingeladen. An dem Ort, an dem einst die Synagoge Mendens stand, stellten die Kinder und Jugendlichen ihre Ideen zur Gestaltung dieses Platzes vor. Die detaillierten Forderungen der jungen Mendenerinnen und Mendener haben sie auch in einem Bürgerantrag an den Rat der Stadt formuliert. Ziel sei es, diesen Ort würdiger zu gestalten und „die Sichtbarkeit des historischen Ortes deutlich zu erhöhen und zugleich ein klares Zeichen dafür zu setzen, dass Intoleranz und Verfolgung Lebensräume zerstören – damals wie heute.“

Dieser Antrag wird nun in den politischen Gremien der Stadt behandelt.

Anne Frank Tag: Schülerinnen und Schüler setzen Zeichen
Anne Frank Tag: Schülerinnen und Schüler setzen Zeichen. Foto: Stadt Menden/Ehrlich
Schülerinnen und Schüler der Anne Frank Schule und des Walburgisgymnasiums haben Bürgermeisterin Manuela Schmidt, Kulturbüroleiterin Jutta Törnig-Struck und Stadtarchivar Stephan Reisloh zu einem Termin in die Synagogengasse eingeladen.
Schülerinnen und Schüler der Anne Frank Schule und des Walburgisgymnasiums haben Bürgermeisterin Manuela Schmidt, Kulturbüroleiterin Jutta Törnig-Struck und Stadtarchivar Stephan Reisloh zu einem Termin in die Synagogengasse eingeladen. Foto: Stadt Menden/Ehrlich