"Dirk Vogel - Fotografien von Sinti und Roma"

Erste Sonderausstellung im neueingerichteten Ausstellungskabinett im Museum für Stadt- und Kulturgeschichte Menden ab 07.03.2026

Die Museen der Stadt Menden unter der Leitung von Marius Stiehler laden herzlich zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung »Fotografien von Sinti und Roma« des Fotokünstlers Dirk Vogel am Samstag, 07.03.2026 um 11.00 Uhr im Museum für Stadt- und Kulturgeschichte (Marktplatz 3, 58706 Menden) ein.

Während seines Fotodesignstudiums an der FH Dortmund fotografierte Dirk Vogel mehrere Serien über Sinti und Roma in Deutschland, Polen und Südfrankreich. Die Arbeit begann mit einer Schwarzweißreportage über eine deutsche Sinti-Gruppe, die zur Schwarzen Madonna nach Werl wallfahrte. Über diesen Kontakt fotografierte er im August 1994 den 50. Gedenktag der Sinti- und Roma-Vernichtung im ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz. Im Jahr 1995 portraitierte er eine Nonne, die auf einem Platz in Hamm Sinti-Kinder betreute. Hinzu kam im gleichen Jahr eine Farb-reportage über die »Zigeunerwallfahrt« in St. Maries de la Mer in der Camargue, Südfrankreich.

Begleitend zur Einweihung des Mendener Mahnmals für die von den Nationalsozialisten verfolgten und ermordeten Sinti und Roma am Montag, 09.03.2026 auf dem St. Vincenz-Kirchplatz, möchten die sozialdokumentarischen Fotografien von Dirk Vogel einen menschennahen Blick auf die Sinti und Roma in Deutschland, Polen und Südfrankreich eröffnen.

Aufgrund der beschränkten Teilnehmerzahl ist für die Ausstellungseröffnung eine Voranmeldung unter Tel. 02373 903-8770 zu den Öffnungszeiten des Industriemuseums auf Gut Rödinghausen oder jederzeit per Mail an museum@menden.de erforderlich. Die Ausstellung kann bis zum 02.05.2026 eintrittsfreit zu den Öffnungszeiten des Museums für Stadt- und Kulturgeschichte besucht werden (Mi. 09.00-12.00 Uhr, Do. 09.00-12.00 Uhr, 15.00-17.00 Uhr, Sa. 09.00-12.00 Uhr). Aufgrund der historischen Bausubstanz ist das Museum nicht barrierefrei.

Qualitätsinitiative der Museen Menden schreitet voran

Die von Museumsleiter Marius Stiehler 2024 initiierte Qualitätsinitiative für die Museen Menden führt in regelmäßigen Abständen ein Team aus haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Museen der Stadt Menden zusammen, um gemeinsam die vier städtischen Museen (Gut Rödinghausen mit Industriemuseum, Museum für Stadt- und Kulturgeschichte, Schmarotzerhaus, Poenigeturm) in ihrer öffentlichen Wahrnehmung und inhaltlichen Präsentation kritisch zu hinterfragen, zu überprüfen und zu überarbeiten. Ziel ist es, die Qualitätsstandards zu bewahren und die positiven Errungenschaften weiterzuentwickeln.

Die vier städtischen Museen sollen in ihrem gesellschaftlichen Nutzen und in ihrer inhaltlichen Präsentation sorgfältig durchleuchtet und optimiert werden. Als offene, ungezwungene Austauschmöglichkeit abseits des (Museums-)Alltags bringt dieser »Museumscheck« somit haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammen, die sich in ihrem Wissen und Können gegenseitig ergänzen. Als Zwischenfazit hält Museumsleiter Marius Stiehler fest: »Die Mendener Museen, die eine umfangreiche und bedeutende Sammlung historischer Objekte und einzigartiger Kunstwerke beherbergen, sind auf einem guten Weg in die Zukunft. Sie stellen sich erfolgreich den Herausforderungen der Digitalisierung, unterstützen den Abbau von Barrieren und leisten moderne Museumsarbeit«.

Das nun im Rahmen dieser Qualitätsinitiative neueingerichtete Ausstellungskabinett im Museum für Stadt- und Kulturgeschichte bietet in Form von wechselnden Sonderausstellungen neue Perspektiven auf die Mendener Stadt- und Kulturgeschichte und lokale Kunstpositionen. Museumsleiter Marius Stiehler dankt den ehrenamtlichen Museumsmitarbeitern Leonard Apel, Ingo Klein und Michael Kordes sehr herzlich für ihr tatkräftiges Engagement bei der Renovierung des neuen Ausstellungskabinetts.

Nach der Fotografieausstellung von Dirk Vogel wird die nächste Sonderausstellung im Rahmen der »Langen Nacht der Kulturen« am Freitag, 08.05.2026 feierlich eröffnet. Weiterführende Informationen sind zeitnah der Presse zu entnehmen.

Roma Überlebende, Auschwitz-Birkenau, 1994
Roma Überlebende, Auschwitz-Birkenau, 1994. Foto: Dirk Vogel