Stadt Menden legt Entwurf des Jahresabschlusses 2025 vor

Ergebnis besser als geplant

Der Rat der Stadt Menden hat in seiner Sitzung am 14. Juli 2026 den Entwurf des Jahresabschlusses für das Haushaltsjahr 2025 zur Kenntnis genommen und zur weiteren Prüfung an den Rechnungsprüfungsausschuss verwiesen. Der Abschluss zeigt eine gegenüber der Planung deutlich verbesserte Entwicklung. Zwar schließt das Haushaltsjahr erneut mit einem Defizit ab, dieses fällt jedoch wesentlich geringer aus als erwartet und liegt auch unter dem Vorjahreswert.

Das Jahresergebnis 2025 weist einen Fehlbetrag von rund 12,7 Millionen Euro aus. Im Haushaltsplan war noch ein Defizit von rund 20,7 Millionen Euro veranschlagt worden. Damit fällt das Ergebnis um rund 7,9 Millionen Euro besser aus als geplant. Auch im Vergleich zum Jahresabschluss 2024 verbessert sich das Ergebnis deutlich: Damals hatte das Defizit noch rund 17,3 Millionen Euro betragen.

„Trotz Verbesserungen insbesondere durch einen erheblichen, leider temporären und nicht nachhaltig wirkenden Zuwachs bei der Gewerbesteuer ist der Gang in die bilanzielle Überschuldung aufgrund der dramatischen Unterfinanzierung der Städte und Gemeinden nicht aufzuhalten!“, ordnet Stadtkämmerer Uwe Siemonsmeier das Ergebnis ein.

Maßgeblich für diese Entwicklung waren insbesondere höhere Erträge als ursprünglich erwartet. Allein bei der Gewerbesteuer ergaben sich Mehrerträge von 11,7 Millionen Euro. Auch die Benutzungsgebühren entwickelten sich positiv und übertrafen den Planansatz um 1,4 Millionen Euro.

Bei den Aufwendungen ergaben sich sowohl Mehr- als auch Minderaufwendungen. Die Personal- und Versorgungsaufwendungen lagen zusammen um rund 9,0 Millionen Euro über den Planansätzen. Ursache hierfür waren in beiden Bereichen die erheblichen überplanmäßigen Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen. Die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen lagen mit 25,9 Millionen Euro um rund eine Million Euro unter der Planung, hier konnten bereits erste Einsparungen erzielt werden.

Trotz der verbesserten Entwicklung bleibt die Haushaltslage angespannt. Das Eigenkapital verringerte sich infolge des Jahresfehlbetrags von rund 35,7 Millionen Euro auf rund 23,0 Millionen Euro und wird bis spätestens Ende dieses Jahres voraussichtlich vollständig verbraucht sein.

Mit der Kenntnisnahme durch den Rat beginnt nun das weitere Prüfungsverfahren. Der Rechnungsprüfungsausschuss wird den Entwurf des Jahresabschlusses prüfen lassen. Die Prüfung durch die beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft soll ab August 2026 erfolgen. Nach Abschluss der Prüfung soll der Rat der Stadt Menden den Jahresabschluss voraussichtlich im November 2026 endgültig feststellen.