Industriemuseum Menden

Tel. 02373 / 903-8770


Öffnungszeiten
Mittwochs & Donnerstags: 09.00 - 17.00 Uhr
Samstags & Sonntags: 10.00 - 18.00 Uhr
Feiertags: geschlossen

Aufgrund von Corona bleibt das Museum derzeit geschlossen.

Kontakte

Frau J. Törnig-Struck (M.A.) Museum


Marktplatz 3
58706 Menden

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Frau J. Schäckermann (M.A.) Museum


Marktplatz 3
58706 Menden

 02373 903-8771 E-Mail schreiben

Sonderausstellungen

"beHAUPTungen": 27.03.2020 bis 18.07.2021

Mendener und andere Köpfe – Porträts von Rudolph Schmöle bis Jackie Kennedy

Diese Ausstellung eröffnet ein ungewöhnliches Spektrum des Bildthemas Porträt: neben repräsentativen Bildnissen und Charakterdarstellungen von Mendener Köpfen, aber auch von weltberühmten Persönlichkeiten, werden Arbeiten gezeigt, die das menschliche Angesicht aus unerwarteten Blickwinkeln erfassen.

Porträts von demütigen und wagemutigen Menschen, von sehr jungen und schön alten Menschen, von Dickschädeln und echten Originalen, Bildnisse von Menschen, die sich behaupten oder die „unter die Haube“ gekommen sind, die sich offenbaren oder verstecken – die Ausstellung beHAUPTungen bietet außergewöhnliche Begegnungen mit dem menschlichen Angesicht.

In der Ausstellung werden u.a. Arbeiten der folgenden Künstler gezeigt:
Georg Köster | Linda Lebeck | Robert Lebeck | Friedrich Lillotte | Claudia Mölle | A. Osterhold | Walter Schultz | Sophia von Schade zu Ahausen | Angela Seebohm | Dirk Vogel


Kunstfest PASSAGEN

Ausführende: Olaf Müller, Patrick Lemke, Annette Kögel
 

In einem Pariser Reiseführer um 1900 heißt es:

„Diese Passagen , eine neuere Erfindung des industriellen Luxus, sind glasgedeckte, marmorgetäfelte Gänge. Zu beiden Seiten dieser Gänge, die ihr Licht von oben erhalten, laufen die elegantesten Warenläden hin, so daß eine solche Passage eine Stadt, ja eine Welt im kleinen ist.“

Beim Betreten einer Passage lassen wir uns auf die unterschiedlichsten Eindrücke ein. Bestaunen und begehren, sehen und gesehen werden, Durchgänge und Übergänge mit allen Sinnen erleben - dies alles verleitet uns zum Flanieren durch Passagen und Geschäfte, die in ihren Anfängen ein Zentrums des Handels in Luxuswaren als Vorläufer der großen Warenhäuser waren.

Walter Benjamin stellte zu den in Paris nach 1822 aufkommenden Ladenpassagen fest: „Die Mode hat die Witterung für das Aktuelle , wo immer es sich im Dickicht des Einst bewegt. Sie ist der Tigersprung ins Vergangene.“

Im Herrenhaus des Guts bewegen sich die Besucher durch die Zeit, wenn sie an den inszenierten Ladenpassagen entlang spazieren. Sehen Sie dabei durch die Augen vorangegangener Generationen und betrachten Sie die historische Mode- und Kostümkultur. Für dieses Ausstellungserlebnis haben die bekleidungstechnischen Assistent*innen des Hönne-Berufskollegs authentische Kostüme aus Papier gefertigt, die zum Bestaunen einladen. Außerdem geht es „drunter und drüber“, denn auch die Kulturgeschichte der Unterwäsche, der Korsetts und Korsagen, der Klappbuxen und Wollstrumpfhosen als Spiegel gesellschaftlicher Freiheiten und Zwänge wird vorgestellt. Regionale Museen steuern weitere Exponate aus der Modegeschichte bei, darunter auch mannigfaltige Kopfbedeckungen. Für alle Flaneure und Flaneurinnen gibt es obendrauf ein unterhaltsames Rahmenprogramm. Künstler und Conférencier Olaf Müller steuert nicht nur Teile seiner eigenen Sammlung historischer Kostüme bei, er integriert diese auch in eine Moderation und Aufführung.

Vergangenheit und Zukunft werden ein weiteres Mal verknüpft in einer Ausstellung von heimischen KünstlerInnen, die individuelle Spotlights auf das Thema „Passagen“ richten. Der in Fröndenberg geborene und in Berlin lebende Künstler Patrick Lemke gestaltet außerdem zwei aneinandergrenzende Sonderausstellungsräume als Durchgang und Passagage mit einer Installation. Den Bogen in die durch die Pandemie leidgeplagte Gegenwart schlägt die Werdohler Künstlerin Annette Kögel. Mit ihrem Beitrag „RUHE. JETZT IST PANDEMIE.“ teilt sie in Form von 20 Bildern, aufgetragen auf PVC-Planen mit einer Acryl-Mischtechnik, ihr künstlerisches Lock-Down-Tagebuch mit den BetrachterInnen. Im Park von Gut Rödinghausen laden wir zusätzlich Sie zu einem Frühstück im Grünen ein.

Eröffnung am 29.08.2021, 11.00 Uhr


Weihnachtsausstellung: 26.11.2021 bis 30.01.2022

Eröffnung am 26.11.2021, 18.00 Uhr

Weitere Informationen zur Weihnachtsausstellung folgen. 


"Demos, Discos, Denkanstöße - Die 70er in Westfalen": 10.03. bis 02.05.2022

Wanderausstellung des LWL in Kooperation mit dem Museum Gut Rödinghausen

„Bunt und verstörend zugleich“ – so wird sich die Ausstellung über die 1970er Jahre in Westfalen den Besuchern präsentieren. Der Rückblick auf die mittlerweile historisch gewordenen 1970er Jahre, auf eine Zeit der Liberalisierung und Modernisierung, aber auch der Ungewissheit, der Bedrohung, des Terrors und der Angst, wird als Wanderausstellung des LWL-Museumsamtes sowie mit dem rock ‘n’ popmuseum Gronau gezeigt und mit Exponaten aus dem Mendener Museum ergänzt und bereichert.

Eröffnung am 10.03.2022, 19.00 Uhr

 


01. September bis 22. November 2020: Verwahrt Verehrt Verbrannt

Was bleibt, ist Papier und Tinte

Margaret Atwood brachte es mit ihrer Aussage auf den Punkt: »At the end, we‘ll all become stories.« Während eines Menschenlebens sind es vor allem niedergeschriebene Worte, die uns am Ende repräsentieren. Ein Liebesbrief. Eine Einkaufsliste. Ein Testament. Aus all diesen Buchstabenhaufen lassen sich Geschichten rekonstruieren. Offenbar ist es also wichtig und voller Energie, das geschriebene Wort, wenn es uns so viel hinterlässt. Aber die Wertschätzung dafür ist längst nicht selbstverständlich. Man denke an die Bücherverbrennung, an die verbotenen Bücher. Geschichte und Geschichten – einfach zerstört. Umso wichtiger ist es, Bücher und ihre Bedeutsamkeit zu verstehen, zu achten und zu bewahren.

Darum geht es auch in der Ausstellung »Verwahrt verehrt verbrannt«, die zum festen Programm des KunstFest PASSAGEN gehört. Hierbei geht es um das Ausstellen von historischen Exponaten aus dem Museum in Menden, dem Archivbestand von Dücker-Plettenberg auf Gut Rödinghausen, dem Stadtmuseum Iserlohn und dem Stadtarchiv Iserlohn. Mit diesen historischen Museumsexponaten, aber auch mit dem Thema »Bücher« allgemein beschäftigen sich die Künstlerinnen Jette Flügge, Karin Heyltjes, Annette Kögel, Dagmar Müller und Rosi Wolf-Laberenz in weiteren ausgestellten Arbeiten. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, Geschichten zu treffen, die überlebt haben.

Die Ausstellung zum Thema »Freiheit« erhält einen besonderen aktuellen Aspekt durch die Corona-Situation, die sich im Symbol der Maske manifestiert. Auch dieses Thema wird von den Künstlerinnen aufgegriffen und umgesetzt.

Festakt zur Ausstellung am Sonntag, 13.09.2020 um 11:00 Uhr mit "Frühstück im Grünen"

Hinweis: Das diesjährige Frühstück im Grünen kann aufgrund der Corona-Beschränkungen bei schlechtem Wetter nicht innen stattfinden, deshalb findet es nur bei gutem Wetter statt. Das Frühstück oder ein kleiner Imbiss sowie Picknickdecken sind selbst mitzubringen.