Sonderausstellungen

01. September bis  22. November 2020

 

Verwahrt Verehrt Verbrannt

Was bleibt, ist Papier und Tinte

Margaret Atwood brachte es mit ihrer Aussage auf den Punkt: »At the end, we‘ll all become stories.« Während eines Menschenlebens sind es vor allem niedergeschriebene Worte, die uns am Ende repräsentieren. Ein Liebesbrief. Eine Einkaufsliste. Ein Testament. Aus all diesen Buchstabenhaufen lassen sich Geschichten rekonstruieren. Offenbar ist es also wichtig und voller Energie, das geschriebene Wort, wenn es uns so viel hinterlässt. Aber die Wertschätzung dafür ist längst nicht selbstverständlich. Man denke an die Bücherverbrennung, an die verbotenen Bücher. Geschichte und Geschichten – einfach zerstört. Umso wichtiger ist es, Bücher und ihre Bedeutsamkeit zu verstehen, zu achten und zu bewahren.

Darum geht es auch in der Ausstellung »Verwahrt verehrt verbrannt«, die zum festen Programm des KunstFest PASSAGEN gehört. Hierbei geht es um das Ausstellen von historischen Exponaten aus dem Museum in Menden, dem Archivbestand von Dücker-Plettenberg auf Gut Rödinghausen, dem Stadtmuseum Iserlohn und dem Stadtarchiv Iserlohn. Mit diesen historischen Museumsexponaten, aber auch mit dem Thema »Bücher« allgemein beschäftigen sich die Künstlerinnen Jette Flügge, Karin Heyltjes, Annette Kögel, Dagmar Müller und Rosi Wolf-Laberenz in weiteren ausgestellten Arbeiten. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, Geschichten zu treffen, die überlebt haben.

Die Ausstellung zum Thema »Freiheit« erhält einen besonderen aktuellen Aspekt durch die Corona-Situation, die sich im Symbol der Maske manifestiert. Auch dieses Thema wird von den Künstlerinnen aufgegriffen und umgesetzt.

Festakt zur Ausstellung am Sonntag, 13.09.2020 um 11:00 Uhr mit "Frühstück im Grünen"

Hinweis: Das diesjährige Frühstück im Grünen kann aufgrund der Corona-Beschränkungen bei schlechtem Wetter nicht innen stattfinden, deshalb findet es nur bei gutem Wetter statt. Das Frühstück oder ein kleiner Imbiss sowie Picknickdecken sind selbst mitzubringen.

 

Vorschau:

19. Dezember 2020 bis  31. Januar 2021

 

Die 70er in Westfalen – Demos, Discos, Denkanstöße

Wanderausstellung des LWL in Kooperation mit dem Museum Gut Rödinghausen

Eröffnung am Freitag 18.12.2020 um 18.00 Uhr

„Bunt und verstörend zugleich“ – so wird sich die Ausstellung über die 1970er Jahre in Westfalen den Besuchern präsentieren. Der Rückblick auf die mittlerweile historisch gewordenen 1970er Jahre, auf eine Zeit der Liberalisierung und Modernisierung, aber auch der Ungewissheit, der Bedrohung, des Terrors und der Angst, wird als Wanderausstellung des LWL-Museumsamtes gezeigt und mit Exponaten aus dem Mendener Museum ergänzt und bereichert.