Kinderschutz in Menden

Kinder und Jugendliche sollen geschützt aufwachsen

Im Alltag von Kindern und Jugendlichen gibt es Situationen und Lebensumstände, in denen es ihnen nicht gut geht und sie vielleicht gefährdet sind.

Nicht immer ist es Ihnen als Fachkraft in Kontakt mit diesen Kindern und Jugendlichen möglich Konkretes oder Fassbares zu erkennen, eine Gefährdung zu beschreiben, 

und dennoch- es bleibt ein ungutes Gefühl zurück und Sie machen sich Sorgen.


In der Zusammenarbeit mit Familien haben Fachkräfte die Chance, den Schutz eines Kindes/ Jugendlichen bei einem Verdacht auf Gefährdung durch frühzeitige Beratung und Unterstützung der Eltern umzusetzen.

So kann durchaus eine mögliche Kindeswohlgefährdung verhindert werden. Diesen Auftrag hat der Gesetzgeber im Bundeskinderschutzgesetz für die folgende Fachkräfte formuliert:

  • Fachkräfte aus der Jugendhilfe
  • Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen
  • Fachkräfte an Schulen

Kinderschutz wird in Menden groß geschrieben

Damit Sie Handlungssicherheit im Umgang bei einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung  haben, steht Ihnen folgendes Angebot  zur Verfügung:

  • verbindliche abgestufte Verfahren zur Gefährdungsabwehr für unterschiedliche Berufgruppen
  • Beratung durch eine zertifizierte Kinderschutzfachkraft im schwierigen Prozess der Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung

Wenn Ihnen eine akute Gefährdung eines Kindes oder Jugendlichen auffällt, unterrichten Sie bitte umgehend den Allgemeinen Sozialdienst (ASD) des Jugendamtes der Stadt Menden, Teamleitung ASD: Stefan Voss Tel: 02373 903-1467


Das Kompetenzzentrum Kinderschutz NRW definiert den Begriff der Kinderwohlgefährdung wie folgt:

www.kinderschutz-in-nrw.de/fuer-erwachsene/kindeswohl/begriffsbestimmungen.html

Es nennt Möglichkeiten zur Feststellung von Kindeswohlgefährdung (Indikatoren) in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen:

www.kinderschutz-in-nrw.de/fuer-erwachsene/kindeswohl/erscheinungsformen-der-kindeswohlgefaehrdung.html


Beratende Kinderschutzfachkräfte in Menden

Fachkräfte, auch von Trägern der freien Jugendhilfe, haben den gesetzlichen Auftrag bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung tätig zu werden und sich durch eine Kinderschutzfachkraft beraten zu lassen.

Eine Übersicht über die beratenden Kinderschutzfachkräfte der Träger der freien Jugendhilfe in Menden finden Sie hier:


Weitere Fachkräfte werden beraten und im Prozess bei den Aufgaben der Abklärung von Kindeswohlgefährdung unterstützt durch:

Petra Günnewig, Tel: 02373 - 903 8572  p.Guennewig@menden.de

  • Beratung für Berufsgeheimnis-und Amtsträger (Lehrer, Ärzte, Therapeuten, Sozialarbeiter, Psychologen etc.)
  • Beratung für alle, die beruflich mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben

Die Beratung umfasst auch die in einem Ehrenamt mit Kindern und Jugendlichen tätigen Personen.

Uschi Rosenthal, Tel: 02373 - 903 1470  u.rosenthal@menden.de

  • Beratung für MitarbeiterInnen städt. Kindertageseinrichtungen
  • Beratung für städt. SchulsozialarbeiterInnen

Termine jeweils  nach Vereinbarung

 


 


Weitere Beratungsmöglichkeiten

Damit Beratung  für Fachkräfte im Gesundheitswesen 24 Stunden rund um die Uhr und  auch an  Wochenenden - besonders im Notfall- möglich ist gibt es außerdem seit dem 1. Juli 2017 eine Kinderschutzhotline.

Die „Medizinische Kinderschutzhotline“ ist ein vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördertes, bundesweites, kostenfreies und 24 Stunden erreichbares telefonisches Beratungsangebot für Angehörige der Heilberufe bei Verdachtsfällen von Kindesmisshandlung, Vernachlässigung und sexuellem Kindesmissbrauch.


 


Fachkräfte der Jugendhilfe

  • ErzieherInnen in Kindertageseinrichtungenn von Trägern der freien Jugendhilfe
  • Fachkräfte in Kinder- und Jugendtreffs
  • Fachkräfte im Offenen Ganztag
  • Fachkräfte von Trägern der freien Jugendhilfe
  • Städtische SchulsozialarbeiterInnen

Die Verpflichtung zur Beratung durch eine Kinderschutzfachkraft nach § 8a SGB VIII ist für diese Fachkräfte gesetzlich hier geregelt:

www.gesetze-im-internet.de/sgb_8/__8a.html

  • Familienlotsinnen
  • Fachkräfte der städt. Drogenberatungsstelle
  • Fachkräfte der Schwangerschaftsberatungstelle

Der Anspruch auf eine Beratung dieser Fachkräfte (Berufsgeheimnisräger) durch eine Kinderschutzfachkraft nach §§ 8 b SGB VIII, 1-4 KKG ist hier gesetzlich geregelt:

www.gesetze-im-internet.de/kkg/__4.html

www.gesetze-im-internet.de/sgb_8/__8b.html

  • Fachkräfte in Allgemeinen Sozialdienst, Stadt Menden
  • Fachkräfte in den Ambulanten Hilfen, Stadt Menden

Diese Dienste verfügen über eigene, zertifizierte Kinderschutzfachkräfte.

 




Fachkräfte des Gesundheitswesens

  • Ärzte und Ärztinnen
  • Hebammen und Familienhebammen
  • Gesundheits- und Krankenpfleger/innen
  • Fachkräfte der Frühförderstellen
  • Familiengesundheits- und Kinderkrankenpfleger/Innen
  • Psycholog(en)innen
  • SozialarbeiterInnen
  • Therapeut(en)innen

Der Anspruch auf eine Beratung von Berufsgeheimnis- und Amtsträgern durch eine Kinderschutzfachkraft nach §§ 8 b SGB VIII, 1-4 KKG ist gesetzlich geregelt:

www.gesetze-im-internet.de/kkg/__4.html

www.gesetze-im-internet.de/sgb_8/__8b.html




Lehrer und Lehrerinnen

  • Lehrer und Lehrerinnen an öffentlichen und privaten Schulen
  • Lehrer und Lehrerinnen an Grundschulen
  • Lehrer und Lehrerinnen an weiterführenden Schulen

Der Anspruch auf eine Beratung von Berufsgeheimnis- und Amtsträgern durch eine Kinderschutzfachkraft nach §§ 8 b SGB VIII, 1-4 KKG ist gesetzlich geregelt:

www.gesetze-im-internet.de/kkg/__4.html

www.gesetze-im-internet.de/sgb_8/__8b.html

 




Alle Personen, die beruflich mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt sind

Beispiele:

  • Gruppenleiter in Vereinen
  • Übungsleiter in Sportvereinen

sowie ehrenamtlich Tätige im Sport und in der Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Flüchtlingshilfe

Die gesetzliche Grundlage findet sich hier:

www.gesetze-im-internet.de/sgb_8/__8b.html


Der Anspruch auf eine Beratung von Berufsgeheimnis- und Amtsträgern durch eine Kinderschutzfachkraft nach §§ 8 b SGB VIII, 1-4 KKG ist gesetzlich geregelt:

www.gesetze-im-internet.de/kkg/__4.html

www.gesetze-im-internet.de/sgb_8/__8b.html


Arbeitskreis der Kinderschutzfachkräfte

Der Arbeitskreis der Kinderschutzfachkräfte versteht sich als ein Gremium zur Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung der Fachberatung im Kinderschutz.

Hier treffen sich regelmäßig die in Menden tätigen Kinderschutzfachkräfte, die Beratung für Mitarbeiter von Kitas, OGS  oder Trägern der Jugendhilfe nach § 8a Abs 4 SGB VIII anbieten.

Inhalte des Facharbeitskreises sind:

  • Reflexion der Praxiserfahrungen 
  • kollegiale Fallberatung
  • Austausch über Methoden und Instrumente der Beratung
  • Abgleich und Weiterentwicklung der Verfahren im Kinderschutz
  • Fortbildung

Der Arbeitskreis trifft sich 2x jährlich sowie bei Bedarf.

Darüber hinaus entwickelt und veranstaltet der Arbeitskreis Fachtagungen und Veranstaltungen zu verschiedenen Kinderschutzthemen.

 

Leitung und Moderation:

Uschi  Rosenthal Tel: 02373 9031470    e-mail: u.rosenthal@menden.de

(Koordinierende Kinderschutzfachkraft)

                                                                           

                                                                          


Qualitätszirkel Schule- Jugendhilfe

Zur Umsetzung gemeinsam formulierter Ziele im kooperativen Kinderschutz trifft sich der Qualitätszirkel Schule- Jugendhilfe mindestens 2 x jährlich. Er setzt sich zusammen aus

  • Vertretern der Schule: Jede Schule benennt eine(n) Vertreter(in) als Kinderschutzbeauftragte(n)
  • Vertretern der Jugendhilfe: Städt. Kinderschutzfachkräfte, SchulsozialarbeiterInnen, Teamleitung ASD
  • Weiteren Akteure nach Bedarf

Inhalte:

  • Reflexion des vereinbarten Verfahrens
  • Optimierung der Verfahrensabläufe
  • Verbesserung der Qualität der Risikoeinschätzung

Damit das Verfahren zur Gefährdungsabwehr an allen Mendener Schulen sämtlichen Lehrkräften bekannt ist, bietet die Abteilung Jugend und Familie jährlich Nachschulungen für (neue) Lehrer und Lehrerinnen an und ggf. gesonderte Nachschulungen auf Anfrage.

Leitung und Moderation:

Petra Günnewig Tel: 02373 - 903 8572 Email: p.guennewig@menden.de

(Kinderschutzfachkraft)


Seit 2015 gibt es in Menden Kooperationsvereinbarungen mit allen Schulen vor Ort als Hilfestellung zur Gefährdungsabwehr bei Kindern und Jugendlichen. Sie beinhalten ein verbindliches Ablaufverfahren zwischen Schule und Jugendhilfe sowie hilfreiche (nützliche) Formularvorlagen für die interne Dokumentation in den Schulen.

Die einzelnen Dokumente zum Ausdrucken finden Sie hier:

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Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Frauen hat 2012 einen Leitfaden für Ärztinnen und Ärzte herausgegeben, der auch für andere Fachkräfte hilfreich sein kann:

"Gewalt gegen Kinder und Jugendliche- Erkennen und Handeln"

 


Nächstes Treffen Arbeitskreis der Kinderschutzfachkräfte

14. März 2019   8:15 - 10:15 Uhr   JBS Kluse




Nächstes Treffen Qualitätszirkel Schule-Jugendhilfe

14. November 2018 14:00- 16:00 Uhr Rathaus Raum B 140




Termine Nachschulungen

Damit das Verfahren zur Gefährdungsabwehr an allen Mendener Schulen sämtlichen Lehrkräften bekannt ist, bietet die Abteilung Jugend und Familie jährlich Nachschulungen für (neue) Lehrer und Lehrerinnen an und ggf. gesonderte Nachschulungen auf Anfrage.

Hier die neuen Termine:

4. Dezember 2018   14:00 - 16:00 Uhr  Rathaus B 141    Nachschulung für Mendener Grundschulen

5. Dezember 2018   14:00 - 16:00 Uhr  Rathaus B 140   Nachschulung für Realschule und Gesamtschule

6. Dezember 2018   14:00 - 16:00 Uhr  Rathaus B 141   Nachschulung für Gymnasien

Anmeldung notwendig!

Petra Günnewig Tel: 02373 - 903 8572 Email: p.guennewig@menden.de

 




Veranstaltungshinweise außerhalb Mendens

28.September 2018 Landeskonferenz der Kinderschutzfachkräfte

29. November 2018  Jahrestagung der Kinderschutzfachkräfte, Dortmund