„mendenverliebt“ Kulturbüro/Xenia Kehnen

mendenverliebt – Love Stories aus 750 Jahren

Freitag, 08. Mai 2026, 17.00 – 23.00 Uhr Stadtmuseum, Biggeleben-Patrizierhaus (Marktplatz 4) und Ausstellungsfoyer des Neuen Rathauses

Vernissage mit dem Chor „amante della musica“ im Rahmen der Langen Nacht der Kulturen. Die Ausstellung ist bis zum 7. Juli 2026 zu sehen.

Die Ausstellung „mendenverliebt“ beleuchtet zum 750-jährigen Stadtjubiläum, begleitet von einem umfangreichen Rahmenprogramm, das Mendener Liebesleben im Laufe der Jahrhunderte und ist eine Veranstaltung des Kulturbüros in Kooperation mit den Museen der Stadt Menden und Xenia Kehnen. Musikalisch untermalt wird die Vernissage durch den Mendener Chor „amante della musica“.


War Ritter Goswin nicht nur der wohlhabenden Richenza von Ardey verfallen, sondern auch dem Glücksspiel? Mit der Liebe fing jedenfalls alles an: Goswin und Richenza versüßten sich die einsamen Stunden auf der Rodenburg mit Würfelspielen, kurz bevor diese für immer zerstört wurde und Menden 1276 seine Stadtrechte erhielt.
Die Ausstellung an mehreren, teils überraschenden Orten führt auf den Spuren der Liebe durch die Altstadt. Über Love Stories aus 750 Jahren öffnen sich Fenster in Jahrhunderte und lassen tiefe Einblicke in das „schönste Gefühl der Welt“ zu. Zwischen innigen Gefühlen und aus Vernunft geschlossenen Verbindungen spielte sich das Liebesleben der Mendenerinnen und Mendener ab. Die Liebesgeschichten interessanter, bekannter wie unbekannter Paare sowie ihre historischen „Hinterlassenschaften“ spiegeln die Geschichte unserer Stadt vom Mittelalter bis heute. 

Glück, Leid, Intrigen, Verwicklungen, Romantik und Verbindungen zwischen Kulturen, Religionen und Nationalitäten: die Geschichte des Mendener Liebeslebens hält alles bereit.

Porträts, Interviews und historische Objekte schildern die Bedeutung der Liebe zu den verschiedensten Zeiten: von Minnegesang im Mittelalter über die bewegte Barockzeit, vom prüden Biedermeier über die Goldenen Zwanziger Jahre, von den Fünfziger Jahren mit ersten zaghaften Annäherungsversuchen in der Tanzschule Grewe bis zum offensiven Dating per WhatsApp in unserer Gegenwart. 

mendenverliebt heißt aber auch: Verliebt sein in unsere Stadt, ihre Menschen, Gebäude, Wasserläufe, Straßen und Plätze, ihre Kunstschaffenden, Schreibenden, Musizierenden und Theaterspielenden.


Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen, Führungen und Konzerten wird die Ausstellung während der drei Monate ihrer Präsentation begleiten.


Auch die Fotografin Xenia Kehnen hat sich bei der Gestaltung eingebracht: Sie hat den Weblog „mendenverliebt“ ins Leben gerufen. Sie konnte Mendener Paare gewinnen, die bereit waren, sich mit ihren aktuellen Liebesgeschichten und über Fotoporträts selbst in die Ausstellung einzubringen. Vor den Fotoshootings haben sich diese Paare mit den historischen Mendener Liebenden und deren Lebensorten beschäftigt, um ihre eigene Liebesgeschichte zu den Love Stories aus früheren Jahrhunderten in Verbindung zu bringen. Durch den kreativen Einsatz von Xenia Kehnen kann die historische Ausstellung einen Bogen von der Vergangenheit in die Jetztzeit schlagen. Liebe aus immer neuen Perspektiven.