Baumaßnahmen der Stadtentwässerung

Eine aktuelle Übersicht über die Baustellen der Stadtentwässerung finden Sie in der Gesamtübersicht der Stadt. Aufgeführt sind Baumaßnahmen, die Auswirkungen auf die Verkehrsführung haben. Kleine Baustellen mit Bauzeiten von weniger als einen Monat sowie die meisten Kanalsanierungsarbeiten sind nicht aufgeführt.

Wir bitten um Ihr Verständnis
Umfangreiche Baumaßnahmen bringen für Sie als Anlieger eine Reihe von Einschränkungen mit sich. Wenn Sie Anregungen oder Grund zur Beschwerden während der Kanalbaumaßnahmen haben, wenden Sie sich bitte an uns. Ihre Zufriedenheit ist uns wichtig.

Als Teil der Stadt Menden unterliegt die SEM der städtischen Vergabeordnung. Dies bedeutet, daß für die Auftragserteilung ein vorgeschriebenes Verfahren einzuhalten ist. Aus diesem Grund haben Baumaßnahmen der öffentlichen Hand im Gegensatz zu privat zu vergebenden Aufträgen einen wesentlich längeren Vorlauf. Ein Baubeginn ist daher auch nach Veröffentlichung der Ausschreibung nicht exakt vorhersehbar und die Auftragserteilung erst durch die Vergabe durch das jeweilige politische Gremium, in unserem Falle den Betriebsausschuss der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Stadtentwässerung Menden, rechtsgültig. Auch die beauftragte Baufirma kann erst dann mit den Vorbereitungen für die Baudurchführung beginnen. Sobald ein Baubeginn feststeht, wird dieser auch möglichst genau in der Übersicht der Baumaßnahmen angegeben.


Bildergalerie Kanalbaustellen

In der Innenstadt von Menden begann die Verlegung der Kanalisation 1926, hier am alten Rathausplatz. Der Aushub wurde mit Loren aus dem Baubereich herausgefahren.
Im Zuge der Erneuerung der Innenstadt 2017 wurden in der Hoch- und Kirchstraße auch die Kanalrohre erneuert. Wegen der beengten Platzverhältnisse in der Baugrube und des schwierigen Baugrundes erfolgte die Umhüllung der neuen Rohre sowie die Verfüllung der Baugrube mit Flüssigboden. Dieser wird - ähnlich wie Beton - in die Baugrube eingefüllt und schließt alle vorhandenen offenen Bereiche, insbesondere auch zwischen den Versorgungsleitungen. Im Gegensatz zu Beton ist der Flüssigboden nach der Aushärtung aber "spatenfest", d.h. er kann mit einfachen Mitteln wieder gelöst und ausgebaut werden. Auf dem Foto ist die Verfüllung der Kanalbaugrube in der Hochstraße zu sehen, der Boden fließt von einem Lkw mit Mischtrommel direkt in die Baugrube (Foto: Stadtentwässerung).
In den meisten Erschließungsstraßen werden Kanalrohre aus Stahlbeton mit Innendurchmessern von 30 bis 40 cm verlegt. Auf dem Bild sind diese vor Ort wie Baumstämme übereinander gestapelt (Foto: Stadtentwässerung).
Bau des Regenrückhaltebeckens Hämmer Nord im Mai 2011. Ein Bagger hebt ein bis zu drei Meter tiefes Becken aus, die bereits fertige Seite am Nordrand ist mit Kies bedeckt.
Fertig ausgehobenes Regenrückhaltebecken im Gewerbegebiet Hämmer-Nord, Mai 2011. Die Böschungen des Erdbeckens sind hergestellt und mit Folien abgedeckt. Für eines der künftigen Gewerbegrundstücke wurde bereits ein Anschlussrohr verlegt, das noch in das Becken hineinragt. Dieses Rohr wird später bündig direkt an der Böschungskante enden (Foto: Stadtentwässerung).
In der Straße "Am Galgenfeld" wurden im Sommer 2013 die Kanalrohre getauscht, anschließend erfolgte der Straßenbau. Die Aufnahme zeigt die aufgeschotterte Straße nach dem Kanalbau und vor dem Asphalteinbau (Foto: Stadtentwässerung).
Der Ruhrverband hat in 2011 einen Staukanal einschließlich Sonderschächte im Bereich Carl-Schmöle-Straße / Franz-Kissing-Straße errichtet. Im Bild steht der Fotograf auf den Rohren mit 70 cm Durchmesser und blickt gegen die Fließrichtung in die Baugrube des anschließenden Schachtes. Der Bereich ist umfangreich mit Stahlspundwänden gesichert (Foto: Stadtentwässerung).
Der Kanal am Ende der Sudetenstraße in Richtung Wannebachtal wurde 2012/13 mittels Rohrvortrieb erneuert. Der Vortrieb erfolgte von einer rund 12m tiefen Baugrube aus. Das Bild zeigt die Vortriebsgrube von oben. Die Wände sind mit Stahlmatten und Spritzbeton gesichert, am Boden steht die eigentliche Vortriebsmaschine, mit der die Kanalrohre in die Erde eingebracht werden (Foto: Stadtentwässerung).
Für den Rohrvortrieb im Verbindungsweg zwischen Hofeskamp und Am alten Amt war die gezeigte Vortriebsanlage erforderlich. Über die Kranbahn werden die Vortriebsrohre aus dem Zwischenlager in die Baugrube transportiert. Der ROhrvortrieb wird von einem Steuerstand in einem kleinen Baucontainer aus gesteuert (Foto: Stadtentwässerung).
Blick von oben in die Vortriebsgrube der Kanalbaumaßnahme Hofeskamp im Sommer 2018. Das einzubringende Rohr befindet sich bereits zur Hälfte im Untergrund. Über eine kreisrunde Öffnung in der Spundwand an der Stirnseite wird es aus der Baugrube heraus in den Boden gebohrt. Die davor liegenden Rohre werden durch die Vortriebskraft ebenfalls weiter in Richtung Zielschacht geschoben. Das verdrängte Erdreich wird in diesem Fall durch eine im Rohr befindliche Schnecke herausgefördert (Foto: Stadtentwässerung).
Blick von vorne auf ein Vortriebsrohr mit 30 cm Innendurchmesser, der innenliegenden Förderschnecke und den erforderlichen Anschlüssen zur Steuerung des Bohrkopfes. Nach Abschluss der Arbeiten werden die Förderschnecke und die Schlauchleitungen wieder aus den Rohren herausgeholt (Foto: Stadtentwässerung).
Von einem vorhandenen Regenüberlauf in der Aechterholzstraße wurde im Februar 2018 die Regenwasserkanalisation zur Oese erneuert. Im Bild ist die Baugrube der Kanalisation sowie ein Bagger zu sehen (Foto: Stadtentwässerung).
Die neu gebaute Regenwasserkanalisation im Fußweg zwischen Aechterholzstraße und Bieber ist sehr steil. Damit das Wasser beim Ausfluss in die Bieber keine zu große Geschwindigkeit besitzt, wurde vorher ein sog. Energievernichtungsschacht angeordnet. Dabei handelt es sich um einen Schacht mit einem trichterfömrigen Boden, in dem das ankommende Wasser verwirbelt und so die Energie resp. die Fließgeschwindigkeit verringert wird. Am Boden des Trichters befindet sich der Auslauf in Richtung Bieber. Der Schacht ist komplett aus Kunststoff gefertigt und hat eine Betonfüllung im Boden zur Erhöhung des Eigengewichtes (Foto: Stadtentwässerung).
Der Gewebeschlauch zur Abdichtung und Stabilisierung der Rohre wird über ein rund zwei Meter hohes Gerüst in die Kanalisation eingebaut. Das Gerüst befindet sich direkt oberhalb der Schachtöffnung, der Gewebeschlauch ist senkrecht darüber aufgehängt und wird über den Schacht in den Kanal eingestülpt (Foto: Stadtentwässerung).
Gesamtansicht der Baustelleneinrichtung für den Rohrvortrieb. Links neben der rd. 4 m tiefen Baugrube steht ein Container, in dem sich der Steuerstand für den Rohrvortrieb befindet. Rechts daneben und tlw. über der Baugrube steht das Krangestell, über das die Rohre in die Baugrube abgelassen werden (Foto: Stadtentwässerung).
Blick auf den Bohrkopf, der später das Erdreich für den Rohrvortrieb löst. Der Bohrkopf ist rund zwei Meter lang und aus Stahl, der Außendurchmesser entspricht in etwa dem Außendurchmesser der einzubauenden Rohre (rund 50 Zentimeter). Am vorderen Ende befindet sich eine Fräseinrichtung, die den Boden in der Bohrtrasse löst. Der gelöste Boden wird verflüssigt und abgepumpt (Foto: Stadtentwässerung).
Detailaufnahme des Bohrkopfes vor Beginn des Rohrvortriebes. Die "Zähne", mit denen der anstehende Boden gelöst wird, sind in drei Armen innerhalb des Rohrdurchmesser angeordnet, die durch Rotation den anstehenden Boden lösen und durch die Vortriebseinheit durch den Boden bewegt werden. Die zu verlegenden Rohre werden von hinten nachgeschoben (Foto: Stadtentwässerung).
Blick in die Vortriebsgrube beim Rohrvortrieb. Der Bohrkopf mit den "Reisszähnen" befindet sich bereits im Untergrund der Straße "Am hohen Ufer" außerhalb der Baugrube. Mit Hilfe der hydraulischen Pressen der Vortriebsmaschine werden die eigentlichen Abwasserrohre nachgeschoben. Links am Bildrand das Widerlager für den Pressvorgang (Foto: Stadtentwässerung).