KunstFest PASSAGEN

vielfältig | anregend | anders - Das Fest der Künste an der Schnittstelle zwischen Ruhrgebiet, Sauer- und Siegerland feiert die Ausdrucksformen der menschlichen Vielfältigkeit und Kreativität und bietet über einen kurzen Zeitraum verschiedenen künstlerischen Projekten einen Ort zur Entfaltung.

Im Gut Rödinghausen bildet das KunstFest PASSAGEN mit dem Industriemuseum eine Einheit, in der die vier Künste Musik, Literatur, bildende Kunst und Theater miteinander in Einklang gebracht werden. In diesem Jahr steht die Veranstaltungsreihe unter dem Motto "Zeit(en)".

Das KunstFest PASSAGEN lädt alle BesucherInnen ein, in besonderen Momenten der Zeit umherzuschweifen und gemeinsam auf die Suche nach der Magie des Augenblicks zu gehen. Erleben Sie „Zeit(en)“ über Literaten und Literatur, Filme, eindringliche Musik und begeisternde Theaterperformances, eine regionale Ausstellung sowie Vieles mehr.

Veranstalter ist das Kulturbüro der Stadt Menden in Kooperation mit dem Förderverein KunstFest Passagen e.V.


Informationen und Karten:

Kulturbüro der Stadt Menden, Herr Dannenberg, Hauptstr. 48 (Altes Rathaus), 58706 Menden, Tel.: 02373/903-8761, j.dannenberg@menden.de

Karten erhalten Sie auch über www.proticket.de/Menden, telefonisch über die ProTicket-Hotline 0231/9172290 oder über die ProTicket-Vorverkaufsstellen (www.vorverkaufsstellen.info).

Veranstaltungsort ist das Industriemuseum Menden (Fischkuhle 15, 58710 Menden) und das Werksgelände von RWK-Lhoist in Menden-Oberrödinghausen (Kalköfenstraße 18-20, 58710 Menden)

Das KunstFest PASSAGEN ist Teil des Festivals von WasserEisenLand „FERROMONE. Industrie und Kultur in Südwestfalen“.

Weitere Informationen finden Sie unter www.kunstfest-passagen.de sowie www.wassereisenland.de.


 

Das KunstFest PASSAGEN wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, von der Kunststiftung NRW sowie vom LWL gefördert.

 


Das Programm "Zeit(en)"

Einblicke in Lebens- und Arbeitszeit(en), in Hoch-Zeiten, Endzeiten und Unzeiten

Als Bestandteil des KunstFest PASSAGEN und in inhaltlicher Verbindung zu dessen Thema „Zeit(en)“ findet in den Sonderausstellungsräumen von Gut Rödinghausen die Ausstellung „Zeitfenster“ statt. Mit Angela Seebohm und Dirk Vogel konnten zwei bedeutende regionale Künstler*innen zur Gestaltung des spartenübergreifenden Kunstfestes für 2022 gewonnen werden. Mit ihren Ausstellungen wird diesmal insbesondere die inhaltliche Anbindung an die Dauerausstellung zur Industriegeschichte auf Gut Rödinghausen intensiviert.

 „Arbeitszeit - Lebenszeit“, so lautet das Thema von Arbeiterporträts, die der Fotodesigner Dirk Vogel aus Altena in heimischen Unternehmen der Industrie und des Handwerks aufgenommen hat. Mit seinen beeindruckenden Fotobildnissen von Werktätigen, die nicht nur ihre Arbeits-, sondern auch einen Großteil ihrer Lebenszeit in den Betrieben verbracht haben, dokumentiert er in der Sprache ihrer Gesichter die Geschichte(n) ihres Lebens.

Die Ausstellungseinheit „Lebenszeit - Endlich“ widmet sich Menschen auf dem letzten Abschnitt ihres Lebens. Auch das Abschiednehmen vom Leben wird als eine intensive Phase der menschlichen Lebenszeit in würdevollen Porträts Ausdruck finden.

Die Mendener Fotokünstlerin Angela Seebohm fotografierte mit Sondergenehmigung der Lhoist Germany Rheinkalk GmbH Hönnetal die nicht für die Öffentlichkeit zugänglichen ehemaligen Stollenanlagen zwischen Oberrödinghausen und Hemer. Im Zweiten Weltkrieg mussten im Rahmen des geheimen Rüstungsprojekts „Schwalbe 1“ Tausende von Zwangsarbeitern unter menschenunwürdigen Bedingungen dort schuften, um unterirdisch Treibstoff für die Rüstungsindustrie zu gewinnen. Unter dem Titel „Unzeiten“ zeigt Angela Seebohm ca. 20 Fotoarbeiten mit Motiven aus dem ehemaligen Stollen sowie eine Bildschirm-Installation.

Anhand von Museumsexponaten aus der ständigen Sammlung des Mendener Museums, ergänzt durch Leihgaben aus den befreundeten Museen der näheren Umgebung, wird das Thema „Zeit(en)“ aus weiteren verschiedenen Blickwinkeln inszeniert und schlaglichtartig beleuchtet.

Die Sonderausstellung „Zeitfenster“ kann über das KunstFest PASSAGEN hinaus bis einschließlich 9. Oktober besucht werden.

Eintritt frei

Das KunstFest PASSAGEN wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, von der Kunststiftung NRW sowie vom LWL gefördert.


Gemeinschaftliches Brunchen mit allen Besucherinnen und Besuchern

Das vierte KunstFest PASSAGEN beginnt! … aber natürlich erst nach einem traditionellen und ausgiebigen Picknick.

Essen, trinken, bummeln und plaudern Sie im malerischen Park des Gut Rödinghausen und lassen Sie sich von den beiden heiteren und unnachahmlichen Conférenciers Olaf Müller und Gabi Weiss auf die folgenden zwei KunstFest-Wochen einstimmen. Nehmen Sie Ihre Lieblingsdecke, packen Sie allerlei Leckereien in einen Korb und kommen Sie allein oder mit Familie und Freunden zum Schlemmen vorbei.

Kaffee wird Ihnen beim Picknick im Grünen vom Förderverein KunstFest Passagen e.V. zur Verfügung gestellt. Vorab wird in den Sonderausstellungsräumen des Industriemuseums um 11.00 Uhr die Ausstellung „Zeitfenster“ mit den regionalen Künstlern Angela Seebohm und Dirk Vogel eröffnet.

Eintritt frei

Das KunstFest PASSAGEN wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, von der Kunststiftung NRW sowie vom LWL gefördert.


Einstieg in die umwälzende Musik des 20. Jahrhunderts

in Zusammenarbeit mit dem Orchesterzentrum NRW, exklusiv auf dem KunstFest PASSAGEN

Jede Zeit sucht nach ihren Texten, ihrer Lyrik, ihren Bildern, ihren Ausdrucksformen. So auch die Musik. Die Komponistinnen und Komponisten des 20. Jahrhunderts haben bewusst mit den bis dahin geltenden Musiktraditionen gebrochen und versucht, revolutionär Neues zu schaffen.

Die Musik des 20. Jahrhunderts ist nicht durch eine einheitliche Richtung geprägt, sondern durch vielfältige Strömungen und lotet zugleich die instrumentalen und stimmlichen Ausdrucksmöglichkeiten aus. Diese kennenlernen können Interessierte beim KunstFest PASSAGEN mit Tilman Wolf und weiteren Mitgliedern des CRISPR.kollektivs.

In Zusammenarbeit mit dem Orchesterzentrum NRW präsentieren sie am 28. August im stimmungsvollen Kaminsaal von Gut Rödinghausen ausgewählte Musikstücke u.a. von Claude Debussy, Olivier Messiaen, Luciano Berio, Hanns Eisler und Alexander Mossolow.

Die Aufführung von der Märkischen Bank unterstützt.

Ausführende: Tilman Wolf, Inga Balzer-Wolf, Anne Bischof, MusikerInnen des Orchesterzentrums NRW

Ort: Kaminsaal von Gut Rödinghausen

18,00 Euro Vorverkauf / 20,00 Euro Abendkasse

Das KunstFest PASSAGEN wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, von der Kunststiftung NRW sowie mit LWL gefördert.

 


Märchenhaftes Schattentheater nach dem Roman von Hermann Hesse

Gastspiel des Theaters der Dämmerung

Es geht weit zurück in die Vergangenheit. Der Roman spielt im 6. Jahrhundert vor Christus in Indien, wurde aber geschrieben zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Hermann Hesse. Das Werk verbindet sich, trotz der dichterischen Sprache und des fremden Kulturraums, mit anderen Entwicklungsromanen Hesses - so auch dem „Steppenwolf“, der im vergangenen Jahr mit Sascha Rotermund und Christian Meyers zu erleben war.  Siddhartha erzählt die Lebensgeschichte des Brahmanensohnes Siddhartha und spielt in Indien zu der Zeit Gotam Buddhas. Der junge Siddhartha versucht sich aus familiärer und gesellschaftlicher Fremdbestimmung zu befreien. Vom Wissen seines Vaters und der Priester enttäuscht, verlässt er mit seinem Freunde Govinda die Heimat. Nach Jahren der Askese wird ihm schließlich klar, dass Erkenntnis nicht durch Lehren, sondern nur durch eigene Erfahrung erworben werden kann.

Das Theater der Dämmerung spielt Siddhartha mit zwei Spielern als Schattenspiel mit großen beweglichen Scherenschnittfiguren. Dazu erzählt Friedrich Raad „live“ den gekürzten Originaltext. Die Aufführung wird von ECO Schulte unterstützt.

Ort: Kaminsaal von Gut Rödinghausen

18,00 Euro Vorverkauf / 20,00 Euro Abendkasse

Das KunstFest PASSAGEN wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, von der Kunststiftung NRW sowie vom LWL gefördert.

 


Schauspiel über die Krise des „starken Geschlechts“ in der Gegenwart

Gastspiel des Rottstr 5 Theaters

Roger ist der Held in AGGRO ALAN. Roger hasst seinen Job. Und eigentlich hasst Roger sein ganzes Leben. Seine Frau hat ihn nach einer postnatalen Depression verlassen, seinen 13jährigen Sohn hat er seit acht Monaten nicht mehr gesehen und seine derzeitige Freundin entdeckt plötzlich den Feminismus. Doch dann stößt Roger zufällig auf den YouTube-Kanal von Aggro Alan, einem Pionier der Männerrechtsbewegung, und endlich fühlt er sich verstanden. Plötzlich ergibt alles einen Sinn! Aggro Alans radikale Gedanken und Erkenntnisse sind für Roger wie ein Befreiungsschlag von seinem alten Leben, der systematischen Unterdrückung und der Ausbeutung des Mannes durch den Feminismus. Und so rutscht Roger immer tiefer in eine krude Ideologie, die ihn mehr und mehr von sich und seinen engsten Mitmenschen entfernt, bis er sich schließlich sagt: „Hier wird sich einiges ändern!“

Autorin Penelope Skinner suchte eine künstlerische Antwort auf die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten - und schrieb einen Monolog über Männlichkeit in der Krise. Mit viel Witz schafft Skinner es in ihrem Text meisterhaft, mit nur einem Charakter verschiedene Blickwinkel auf Männlichkeit im 21. Jahrhundert zu eröffnen. Wie viel Mitleid man für Roger empfinden kann, ändert sich dabei ständig: so echt seine Probleme auch sind, umso fragwürdiger werden mit der Zeit seine Lösungsansätze.

Die Uraufführung von AGGRO ALAN fand beim Edinburgher Fringe Festival statt und wurde von der New York Times Critics als „Best Theatre 2018“ ausgezeichnet.

Ort: Kaminsaal von Gut Rödinghausen

18,00 Euro Vorverkauf / 20,00 Euro Abendkasse

Das KunstFest PASSAGEN wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, von der Kunststiftung NRW sowie vom LWL gefördert.

 


Avantgardistische Live-Vertonung des Stummfilmklassikers

Dieser expressionistische Stummfilm aus dem Jahr 1920 über einen Schlafwandler, der tagsüber vom zwielichtigen Dr. Caligari als Jahrmarktsattraktion herumgezeigt wird und nachts Morde begeht, gilt als ein Meilenstein der Filmgeschichte.

"Du musst Caligari werden!" las man 1920 an den Litfaßsäulen Berlins. Darunter sah man zwei sich verkrampfende Hände. Um Näheres zu erfahren, musste man ins Kino. Ein Irrer erzählt: von seiner Verlobten, vom Jahrmarkt, von einem Schlafwandler, von Mord, Entführung und Dr. Caligari, dem dämonischen Schausteller, Wissenschaftler, Arzt. Bis heute inspiriert dieser Horrorfilm andere Filmemacher, zuletzt Terry Gilliams 2009 zu „Das Kabinett des Doktor Parnassus“ oder die „Red Hot Chili Peppers“ für ihr Musikvideo „Otherside“.

Am Freitag, den 02. September wird der Filmklassiker im Kaminsaal gezeigt und durch die Industrial-Soundart-Spezialisten „Interzone perceptible“ live vertont. Über eine spektakuläre Klangreise mit elektrifiziertem Akkordeon, E-Bass und Live-Elektronik holen die beiden an der Folkwang Hochschule Essen studierten Musiker Sven Hermann und Matthias Hettmer den frühen Stummfilm ins 21. Jahrhundert. Sie sind international tätig, spielten auf Einladung des Goethe-Instituts in Süd-Korea, Finnland und in den USA.

Ausführende: Interzone perceptible 

Ort: Kaminsaal von Gut Rödinghausen

18,00 Euro Vorverkauf, 20,00 Euro Abendkasse

Das KunstFest PASSAGEN wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, von der Kunststiftung NRW sowie vom LWL gefördert.


Vom Selfie zum Selbstporträt, vom Schnappschuss zum Kunstwerk

Wie erzählt man mit Fotos eine Geschichte und vermittelt Stimmungen und Emotionen? Wie fängt man in fotografischen Aufnahmen Zeitgeschichte(n) ein? Wie gelingt mit dem richtigen Licht, dem richtigen Winkel und der richtigen Einstellung ein ausdrucksstarkes Porträt?

Die Fotografie bietet jede Menge Möglichkeiten. Aber Momente wirkungsvoll festzuhalten oder ein Motiv richtig einzufangen, will gelernt sein.

Egal, ob klassischer Neueinsteiger, leidenschaftlicher Hobbyfotograf mit Grundlagenkenntnissen oder angehender Fotokünstler - in diesem Workshop lernen Sie in lockerer Atmosphäre Tipps und Kniffe im Bereich der Fotografie und werden durch das im Workshop erlernte Wissen bessere Fotos machen. Leiten wird das Coaching der bekannte Altenaer Fotodesigner Dirk Vogel.

Der Kursus soll in Theorie und Praxis zu inhaltlich und gestalterisch lebendigen Fotos inspirieren. Anhand der Werke bekannter Fotografen werden die Theorie und die unterschiedlichen Arbeitsweisen vermittelt und mit einfach gestellten Aufgaben praktisch geübt. Direkt im Anschluss an die Aktionen werden die entstandenen Fotoarbeiten im Foyer des Herrenhauses auf einem großformatigen Bildschirm bis zum Ende der Sonderausstellung „Zeitfenster“ (28.08 - 09.10.2022) präsentiert.

Erweitern Sie Ihren Erfahrungshorizont und erleben Sie sich als Kunstschaffende neu! Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Fotografiert werden kann dabei mit der eigenen Kamera, aber auch dem eigenen Smartphone.

Erste Eindrücke aus der Schaffenswelt des diplomierten Fotodesigners erhalten Sie über seine Website www.vogelgrafie.de Dirk Vogel war sowohl für nationale, als auch internationale Magazine und Zeitungen sowie für Unternehmen und im Bereich Architektur tätig.  Neben europaweiten Ausstellungen erschien 2011 u.a. der Bildband: „Gesichter der friedlichen Revolution“, in dem er in ausdrucksvollen Porträts die Menschen festgehalten hat, die sich in der Wende 1989 für den demokratischen Wandel engagiert haben.


Der jeweils ca. vierstündige Workshop wird an zwei Terminen im Industriemuseum Menden (Fischkuhle 15, 58710 Menden) angeboten:

03.09.2022 10-14 Uhr für Jugendliche ab 14 Jahren (die Teilnahme ist kostenlos)

04.09.2022 10-14 Uhr für Erwachsene (als Teilnehmerbeitrag wird um eine Spende an den Museums- und Heimatverein Menden e.V. in Höhe von 5,- € gebeten)


Informationen und Anmeldung im Kulturbüro der Stadt Menden, Ansprechpartner Herr Dannenberg, Hauptstraße 48, 58706 Menden (Tel.: 02373/903-8761; j.dannenberg@menden.de)

Anmeldefrist bis zum 31. August 2022.

Das KunstFest PASSAGEN wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, von der Kunststiftung NRW sowie vom LWL gefördert.


Aus Anlass des 200. Todestages, Fassung für eine Lesung von Dr. Peter Schütze, in Zusammenarbeit mit dem Orchesterzentrum NRW, exklusiv auf dem KunstFest PASSAGEN

Die Zeiten um 200 Jahre zurückgedreht. Johann Wolfgang von Goethe konnte mit seinen Schriften nichts anfangen, Heinrich Heine hingegen schätzte seine Werke ebenso wie Honoré de Balzac und George Sand.Er war Jurist, Kapellmeister, Zeichner sowie Karikaturist und einer der wenigen, der Namensgeber einer Oper wurde: Contes d’Hoffmann (Hoffmanns Erzählungen) – E. T. A. Hoffmann. Im „Sandmann“ trifft der junge Nathaniel auf diabolische Doppelgänger, alchemistische Experimente, Androiden und eine geheimnisvolle Figur, die den Kindern die Augen nimmt.

Mit diesem Paradestück der Schwarzen Romantik liefert E.T.A. Hoffmann einen eindrucksvollen Psychothriller, der das Räderwerk der Seele vom Kindheitstrauma bis zu heimlichen Phobien und sexuellen Wunschvorstellungen behandelt. Unterstützt durch MusikerInnen des Orchesterzentrums NRW und den Schauspieler Simon Jakobi zaubert Peter Schütze aus Hoffmanns Schauerroman einen literarisch-musikalischen Abend.

Diese Aufführung wird von der Mendener Bank unterstützt.

Ausführende: Dr. Peter Schütze, Simon Jakobi, MusikerInnen des Orchesterzentrums NRW

Ort: Industriemuseum Menden auf Gut Rödinghausen

18,00 Euro Vorverkauf / 20,00 Euro Abendkasse

Das KunstFest PASSAGEN wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, von der Kunststiftung NRW sowie vom LWL gefördert.

 


Konzertlesung mit Devid Striesow und Stefan Weinzierl

Der Roman des Literaturnobelpreisträgers Günter Grass erschien 1959 und gehört zu den meistgelesenen Werken der deutschen Nachkriegsliteratur. Umso herausfordernder ist die Umsetzung des Monumentalwerkes auf der Bühne. Die Idee des Hamburger Schlagzeugers Stefan Weinzierl ist naheliegend und dennoch einzigartig: Ausgewählte Szenen, gelesen von Schauspieler Devid Striesow, werden von ihm atmosphärisch untermalt und immer bekommen die vielfältigen Schlaginstrumente auch ihren solistischen Platz. Sprache und Musik erzählen das Leben Oskar Matzeraths, der mit drei Jahren sein Wachstum einstellt und aus scheinbarer Kindheitsperspektive die Welt der Erwachsenen erlebt.  Eine Lebensgeschichte - von der Geburt 1924 in Danzig bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Und so wie Oskar seine Stimme zum Trommelspiel erhebt, so kombinieren Striesow und Weinzierl die starke Ausdruckskraft von Günter Grass´ Roman mit den facettenreichen Klangfarben von Vibraphon, Marimba, Percussion und Live-Elektronik - ein einzigartiges, intensives Text-Musik-Erlebnis, dessen Botschaft in einer Zeit von zunehmendem Nationalismus und Populismus wieder immens an Aktualität gewonnen hat. Diese Veranstaltung wird von HJS Emission Technology unterstützt.

Ausführende: Devid Striesow, Stefan Weinzierl

Ort: Kaminsaal auf Gut Rödinghausen

18,00 Euro Vorverkauf / 20,00 Euro Abendkasse

Einlass ab 17:30 Uhr. 

Das KunstFest PASSAGEN wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, von der Kunststiftung NRW sowie vom LWL gefördert.

 


Eine düstere Reise durch das deutsche Kabarett des letzten Jahrhunderts         

Idee und Fassung für das KunstFest PASSAGEN von Volker Fleige, in Zusammenarbeit mit dem Orchesterzentrum NRW, exklusiv auf dem KunstFest PASSAGEN

Das 1901 in Berlin gegründete "Überbrettl" gilt als erstes (literarisches) deutsches Kabarett. Als Verbindung von darstellender Kunst, Lyrik und Musik reicht seine Bandbreite von sozialkritisch bis satirisch und komisch-unterhaltend. „Für Kabarett ist Zeit tödlich, es existiert nur in der Jetztform“!? Ach was!

Beim KunstFest PASSAGEN ticken die Uhren anders. Peter Schütze und Volker Fleige haben sich Texte von der Kaiserzeit bis zum Jahr 2000 vorgenommen und nicht nur Kabarettnummern aneinandergereiht. Die Überschriften jedes Jahrzehnts und die Musik liefert augenzwinkernd der vorbarocke-(spät)romantische Zwitter „Ein deutsches Requiem“ des Komponisten Johannes Brahms, mit welchem dem Traditionalisten nach der Uraufführung 1867 der Durchbruch gelang.

Serviert wird Ihnen der ungewöhnlich-ironische Abend von Oliver Möller (Regie und Rezitation), dem Schauspieler-Team um Maximilian Strestik, Nele Sommer und Laura Thomas sowie MusikerInnen des Orchesterzentrums NRW. Ein Rückblick auf den bitteren Humor in furchtbaren, finsteren Zeiten - von DADA über Brecht bis hin zu Biermann, Hüsch und Rating.

Soviel Lachen - so viele Tränen… und immer dabei denken: Positiv bleiben!

Die Veranstaltung wird von den Stadtwerken Menden unterstützt.

Ausführende: Oliver Möller, Maximilian Strestik, Nele Sommer, Laura Thomas, MusikerInnen des Orchesterzentrums NRW

Ort: Kaminsaal auf Gut Rödinghausen

18,00 Euro Vorverkauf / 20,00 Euro Abendkasse

Das KunstFest PASSAGEN wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, von der Kunststiftung NRW sowie vom LWL gefördert.


Literarisches Konzert, Idee und Fassung für das KunstFest PASSAGEN von Volker Fleige, in Zusammenarbeit mit dem Orchesterzentrum NRW und dem Rottstr 5 Theater, exklusiv auf dem KunstFest PASSAGEN

Sieben Bände und über 5.000 Seiten, das ist „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ von Marcel Proust. Er erzählt die Geschichte seines eigenen Lebens als gleichnishafte Suche nach der Wahrheit. Proust starb vor 100 Jahren und erlebte die Veröffentlichung seines Jahrhundertwerks nicht mehr. Volker Fleige (Text) und Alexander Ritter (Regie) erwecken dieses Literaturmonument über die Erinnerung zum Leben. Der Inhalt der sieben Bände wird zu Beginn jeden Abschnitts kurz und präzise vorgestellt, Fotos führen zu Städten und Landschaften, die Proust lebenslang anzogen, Ausschnitte aus den Filmen »Die Gefangene« von Chantal Akerman und »Die wiedergefundene Zeit« von Raul Ruiz spielen mit Motiven des Romans. Angereichert wird dieses multimediale Erlebnis durch Werke des französischen Komponisten Reynaldo Hahn, seinem zeitweisen Liebhaber und lebenslangen Freund. Marcel Proust war davon überzeugt, dass Musik ausdrückt, was die Sprache nicht zu sagen vermag. Über die Verbindung des Romans mit der melodiösen Musik Reynaldo Hahn´s, aber auch Briefen, Filmen, Comics, Fotos und Gemälden entsteht so ein besonderer Blick auf die Proust'sche Welt. Die Aufführung wird vom Autohaus Bichmann unterstützt.

Ausführende: Alexander Ritter, Monika Bujinski, Hella Birgit Mascus, Yvonne Forster, MusikerInnen des Orchesterzentrums NRW


Ort: RWK-Lhoist in Menden-Oberrödinghausen

Hinweis: Bitte finden Sie sich um 19.45 Uhr mit festem Schuhwerk an der Kreuzung Arminiastraße/Kalköfenstraße vor dem Gelände von RWK-Lhoist in Menden-Oberrödinghausen (Einfahrt 2) ein. Die Besucher werden dort abgeholt und zum Veranstaltungsort geleitet.


18,00 Euro Vorverkauf / 20,00 Euro Abendkasse

Das KunstFest PASSAGEN wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, von der Kunststiftung NRW sowie vom LWL gefördert.


Szenische Lesung, Idee von Volker Fleige, Fassung von Martina Eitner-Acheampong, exklusiv auf dem KunstFest PASSAGEN

Nach „Der Fall Usher“ wird das Gut Rödinghausen wieder zum Bühnenbild und zwar für den 1922 erschienen Roman „Ulysses“. In diesem Roman, richtungsweisend für das 20. Jahrhundert, beschreibt James Joyce in 18 Episoden den 16. Juni 1904 im Leben des Leopold Bloom. Am Ende dieses Tages hat er sich zu Ehefrau Mollys Füßen ins Bett gelegt. Gespielt von Martina Eitner-Acheampong zieht diese halb träumend, halb wachend mit irischer Musik durch das Gut Rödinghausen. Kindheits- und Jugenderinnerungen, erotische Vorstellungen, Gedanken an die Kinder und ihren Mann Leopold strömen in acht langen Sätzen ohne Punkt und Komma durch Mollys Hirn. Einschlafend denkt Molly daran, wie sie Leopold Bloom schließlich als Partner akzeptierte. Mollys „Ja“ beschließt den Roman. Ulysses/Odysseus ist nach langer Irrfahrt zu Hause angekommen. Der Tag ist abgeschlossen, der Held ruht wieder bei seiner Frau. Der Monolog macht klar, warum der „Ulysses“ seinerzeit einen Skandal auslöste und zuerst verboten wurde. Derb geht es da oft zu, als obszön wurden viele Passagen empfunden. Molly redet und denkt eben, wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Nach einem Auftakt im Kaminsaal streift sie wie eine Museumsbesucherin durch das Industriemuseum, ihr Traum wird zu einem Selbstgespräch und einer Selbstbefragung in musealer Kulisse.

Die Gänge der Molly Bloom werden mit Kameras auf eine Leinwand in den Kaminsaal übertragen und dort von Tom Daun an der Harfe begleitet. Die Aufführung wird von HJS Emission Technology unterstützt.

Ausführende: Martina Eitner-Acheampong, Tom Daun

Ort: Kaminsaal von Gut Rödinghausen

18,00 Euro Vorverkauf / 20,00 Euro Abendkasse

Das KunstFest PASSAGEN wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, von der Kunststiftung NRW sowie vom LWL gefördert.


Download - Programmfolder KunstFest PASSAGEN 2022

Download - Programmfolder FERROMONE 2022

Der Ort

Veranstaltungsort für das KunstFest PASSAGEN ist das Gut Rödinghausen in Menden-Lendringsen mit seinem Park im Stil englischer Landschaftsgärten. Dort befindet sich das Industriemuseum Menden.

Weitere Informationen zum Veranstaltungsort, zum Museum, Parkplätzen und Anreise finden Sie hier.

Übernachtungsmöglichkeiten in Menden finden Sie hier.