Die Mendener Musikfahrten in der Saison 2022/2023

Auswahl aus Oper, Musical, Operette, Ballet und Konzert


Die Mendener Musikfahrten machen es Ihnen besonders leicht, gemeinsam mit anderen Mendener Kulturfreunden bequem und sicher Opern, Operetten, Musicals, Ballette und Konzerte zu genießen.

Seit über 40 Jahren bietet das Kulturbüro der Stadt Menden Musikfahrten zu ausgewählten Vorstellungen ins Dortmunder Opern- und Konzerthaus an. International bekannt ist das Theater Dortmund für sein hochrangiges und eigenständig gestaltetes Programm, welches Altbewährtes auch mit modernen Elementen verknüpft.

Für die Opernabende hat das Theater Dortmund um den Opernintendanten Heribert Germeshausen wieder ein erstklassiges Programm erarbeitet, welches Intensität, Perfektion und Leidenschaft verspricht und mit Opern aus dem deutschen, italienischen und französischen Fach aufwartet.

Bei den Philharmonischen Konzerten zeigen die Dortmunder Philharmoniker wieder ihre meisterhaften Fähigkeiten. Mittlerweile sind Sie auf den bedeutenden Podien weltweit zu hören und aus der Liga der großen deutschen Konzert- und Opernorchester nicht mehr wegzudenken. Dabei legen Generalmusikdirektor Gabriel Feltz und sein Team großen Wert auf ein vielfältiges und innovatives Programm. 2021 wurden die MusikerInnen um Gabriel Feltz mit dem „Preis Innovation“ der Deutschen Orchester-Stiftung gewürdigt.

Bestellung von Karten


Bei Bestellung über das Kulturbüro (02373-903-8761 oder j.dannenberg@menden.de) erhalten Sie Ihre Theaterkarten mit rund 20 Prozent Rabatt gegenüber dem Normalpreis.

Das Kulturbüro wählt aus dem Spielplan der Saison 2022/2023 insgesamt 5 Vorstellungen aus.

Hin- und Rückreise mit dem Theaterbus

 

Der Theaterbus hält an den folgenden Haltestellen:

▪ Menden-Lendringsen, Haltestelle Lendringsen Sparkasse, Fahrtrichtung Menden (Haltestelle ehem. Haus Drees)

▪ Menden-Berkenhofskamp, Haltestelle Niederstadt, Arche Noah

▪ Menden, Haltestelle Nordwall (vor der Deutschen Bank, gegenüber Kaufhaus ACTION)

▪ Menden-Bösperde, Unnaer Landstraße (Haltestelle Bismarckstr.)

▪ Menden-Halingen, Osterfeldstraße (beim Halinger Hof)    

 

So sparen Sie sich die anstrengende Parkplatzsuche oder die langwierige Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Die Kosten für den Bus werden anteilig auf alle Mitfahrenden umgelegt. Eine private Anreise per eigenem PKW oder ÖPNV ist natürlich ebenfalls möglich.


Aktuelle Informationen über Ihren Theaterbesuch und mögliche mit der Covid-19-Pandemie verbundene Einschränkungen finden Sie an dieser Stelle sowie unter www.theaterdo.de/corona


1. Fahrt: Die Zauberflöte

Samstag, 01. Oktober 2022, 19.30 Uhr

Opernhaus Dortmund

Große Oper in zwei Aufzügen von Wolfgang Amadeus Mozart

Preisgruppe I: 41,80 € / Preisgruppe II: 35,40 € / Preisgruppe III: 29,00 €

Libretto von Emanuel Schikaneder. In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln. Regie Nikolaus Habjan

 

Es sind keine geringeren Mächte als die „Welt der Nacht“ und die „Welt der Sonne“, die im erbitterten Kampf um die Wahrheit liegen. Der Fürst Sarastro hat Pamina entführt, die Tochter der Königin der Nacht, und nun soll Prinz Tamino sie befreien. Weil dieser sich direkt in ihr Bild verliebt, erklärt er sich auch gern dazu bereit. Man stellt ihm den gewitzten Vogelfänger Papageno zur Seite, der selbst ein bisschen einsam ist. Der Weg in die Freiheit ist steinig und führt das ungleiche Paar durch einen läuternden Prüfungstempel– dabei bekommen sie Hilfe durch ein magisches Glockenspiel und die titelgebende Zauberflöte.

Auch wenn Mozarts Große Oper in der Tradition der Wiener Kasperl- und Zauberopern steht, so steckt darin doch nicht weniger als ein Menschheitsstück im Gewand eines Märchen-Mysteriums. Hier besteht kein Widerspruch zwischen einem heiteren Spektakel der Bühnenmaschinerie und der Ausdeutung ernsthaften humanistischen Gedankenguts. Nach Die Entführungaus dem Serail und Tosca widmet sich Hausregisseur Nikolaus Habjan nun der Oper aller Opern und wird sich als Puppenmagier diesem Werk auf poetische Weise nähern.

2. Fahrt: La Juive

Samstag, 12. November 2022, 19.30 Uhr

Opernhaus Dortmund

Oper in fünf Akten von Fromental Halevy

Preisgruppe I: 41,80 € / Preisgruppe II: 35,40 € / Preisgruppe III: 29,00 €

Libretto von Eugene Scribe. In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Rachel hat ein heimliches Verhältnis mit Reichsfürst Leopold, der sich ihr gegenüber jedoch als jüdischer Maler Samuel ausgibt. Am Tage seiner Hochzeit mit der Prinzessin Eudoxie kommt dieses Doppelspiel ans Licht und Rachel verrat ihn. Daraufhin werden sie, ihr Vater Eleazar und Leopold in den Kerker geworfen. Kardinal Brogni, der vor langer Zeit seine Familie in einem Feuer verlor, versucht sie zu retten. Doch Eleazar verweigert dies – er weiß in Brogni den Feind, der einst seine Söhne hinrichten ließ. Zu spät erfährt Brogni, dass seine kleine Tochter von Eleazar aus dem Feuer gerettet und das christliche Mädchen fortan als Jüdin großgezogen worden war: Es ist Rachel, die am Ende alle Schuld auf sich nimmt, um den Geliebten zu retten. Dieses Opfer bezahlt sie mit dem Tod.

Der anhaltende Erfolg von La Juive machte Halevy zu einem der einflussreichsten Vertreter der französischen Grand opera. Die Uraufführung trumpfte mit einer gigantischen Ausstattung auf – inklusive 20 geliehener Pferde! Der scheinbar historische Hintergrund bildete jedoch lediglich den Rahmen für eine perfide Privatintrige, die den Tod einer unschuldigen, jungen Frau kostete. La Juive ist eine veritable Choroper, dabei verkörpert das Kollektiv jedoch nicht das Volk, sondern die zerstörerische Kraft der Masse. Die Musik Halevys besticht durch eine expressive Melodik, spannungsvolle Chromatismen sowie einen klanggewaltigen Bläserapparat. Regisseur Lorenzo Fioroni, bekannt für seine eindringlichen Interpretationen, inszeniert erstmals an der Oper Dortmund.

3. Fahrt: Gräfin Mariza

Sonntag, 18. Dezember 2022, 19.30 Uhr

Opernhaus Dortmund

Operette in drei Akten von Emmerich Kalman

Preisgruppe I: 41,80 € / Preisgruppe II: 35,40 € / Preisgruppe III: 29,00 €

Text von Julius Brammer und Alfred Grunwald. In deutscher Sprache. Musikalische Leitung Gabriel Feltz

 

„Wenn es Abend wird und die Sonne sinkt, wenn der Geige Lied von der Puszta klingt, sitzʼ ich oft allein hier beim Glaserl Wein, denkʼ, wie schön wär’s, bei euch jetzt zu sein.“ Graf Tassilo ist zutiefst melancholisch, und er hat auch allen Grund dazu: Hoch verschuldet musste er seine Offizierslaufbahn aufgeben und arbeitet jetzt inkognito als bürgerlicher Verwalter. Seine Arbeitgeberin ist die lebenslustige Gräfin Mariza, die aktuell in einer ganz eigenen Zwickmühle steckt: Weil es alle Männer immer nur auf ihr Geld absehen, hat sie sich unter dem Vorwand einer erfundenen Verlobung auf ihr Landgut zurückgezogen. Doch der ausgedachte Verlobte taucht plötzlich in persona auf, um auf seine in der Zeitung angekündigte Eheschließung zu bestehen. Dumm nur, dass die beiden gar nicht so recht zusammen passen. Und dann ist da ja auch noch der stolze Tassilo, der einsam seine Geige spielt …

Nach der Csárdásfürstin ist Gräfin Mariza die zweite große Operette des ungarischen Komponisten Emmerich Kalman. Und auch in diesem 1924 uraufgeführten Werk hat er der musikalischen Klangwelt seines HeimatlandesTribut gezollt. Hinzu kommen für die damalige Zeit moderne Tänze wie Foxtrott, Csardas-Rhythmen oder Slowfox, die bis heute ins Ohr und in die Beine gehen. Regisseur Thomas Enzinger ist als Intendant des Lehar Festival Bad Ischl eine Koryphäe im Bereich der Operette und hat an der Oper Dortmund bereits für zahlreiche Erfolge gesorgt, zuletzt mit Die lustige Witwe.

 

4. Fahrt: Roaring Oper(ett)a

Sonntag, 29. Januar 2023, 16 Uhr

Opernhaus Dortmund

20er Jahre-Opern- & Operettengala mit Werken von Franz Lehar, Emmerich Kalman, Giacomo Puccini u. a.

Preisgruppe I: 41,80 € / Preisgruppe II: 35,40 € / Preisgruppe III: 29,00 €

Extravagant, schillernd und lustvoll – mit hemmungsloser Ausgelassenheit eroberte man sich in der Nachkriegszeit der 1920er Jahre das Leben zurück. Jugendlichkeit, Moderne und Aufbruch waren die Schlagwörter der Stunde und machten sich ebenfalls auf den Opernbühnen bemerkbar. Während Rocke immer kurzer und Operetten immer zügelloser wurden, entdeckte man in der Oper die Wahrhaftigkeit des Alltags für sich. Hierin näherten sich die Gattungen an, auch Lehar konstatierte: „Der Erfolg einer Operette hängt in hohem Maße von einem guten Libretto ab. Die Personen des Stückes müssen lebenswahr gezeichnet […] werden.“ Die Melodien dieser Werke haben den Menschen in den 1920er Jahren Freude, Trost und Zuversicht gebracht und ihre Kraft bis heute – den 2020er Jahren – nicht eingebüßt: von „Lippen schweigen“ (aus Lehars Die lustigeWitwe) über „Heia, heia, in den Bergen ist mein Heimatland“ (aus Kalmans DieCsárdásfürstin) bis hin zu „O mio babbino caro“ (aus Puccinis Gianni Schicchi).

Zynisch urteilte Kurt Tucholsky: „Puccini ist der Verdi des kleinen Mannes, und Lehar ist dem kleinen Mann sein Puccini.“ Doch er hatte Recht, sie in einem Atemzug zu nennen, denn sie beide prägten ihre Zeit nachhaltig. Puccinis dem Stil des Belcanto verpflichtete, bisweilen um farbenreiche oder modern anmutende Klänge angereicherte Musik verführt mit ihren großen Melodiebögen zum Schwelgen. Kalman prägte sowohl die ungarische Operette als auch den Einzug des Broadway-Sounds auf die deutschen Bühnen. Und die Werke Lehars, den Hugo von Hofmannsthal für die Leichtigkeit seines Stils lobte, erlebten in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts an die dreihunderttausend Aufführungen.

 

5. Fahrt: Frühlingsgefühle

Mittwoch, 05. April 2023, 19.30 Uhr

Konzerthaus Dortmund

8. Philharmonisches Konzert

Preisgruppe I: 33,80 € / Preisgruppe II: 31,40 € / Preisgruppe III: 27,40 €

 

Antonio VivaldiLe quattro stagioni (Die vier Jahreszeiten) Violinkonzerte op. 8

Lili BoulangerD’Un Matin de printemps für Orchester

Robert Schumann Sinfonie Nr. 1 B-Dur Frühlingssinfonie

 

In „einem Frühlingsdrang, der den Menschen wohl bis in das höchste Alter hinreist und in jedem Jahr von neuem überfallt“ habe er sich befunden, als er im Januar 1841 seine B-Dur-Sinfonie komponierte: Robert Schumann strotzte vor Energie und Lebensfreude und landete mit seiner Ersten einen außerordentlichen Erfolg. Zweifelsohne spielten dabei aber auch Frühlingsgefühle der anderen Art eine Rolle, denn erst vier Monate zuvor hatte der Komponist seine verehrte Künstlerkollegin Clara Wieck geehelicht. Die Frühlingssinfonie mit ihrer heiter-optimistischen Grundstimmung spiegelt die Zukunftshoffnung des Paares wider – und der große Zuspruch von außen galt den beiden als krönende Bestätigung ihrer Verbindung.

Einen frischen Frühlingsmorgen vertonte Lili Boulanger – die jung verstorbene Schwester von Nadia Boulanger – im Jahr 1917. Zunächst entstand das bezaubernde kurze Werk für die Besetzung Geige und Klavier, dann als Version für Klaviertrio und zu guter Letzt arbeitete die Komponistin eine impressionistisch schillernde Orchesterfassung aus. Der delikate Einsatz von Holzblasinstrumenten, welcher als eine besondere Stärke des französischen Stils gilt, erinnert an fröhlich zwitschernde Singvögel, während die Streicher elegant die Sonne aufgehen lassen.

Bei Antonio Vivaldi muss niemand seine Lieblingsjahreszeit vermissen, denn der Venezianer schrieb bekanntlich für jede Saison ein Violinkonzert. Frühling, Sommer, Herbst und Winter hat er raffiniert illustriert und damit bereits 1725 eine der frühesten Programmmusiken überhaupt geschaffen. Dank seines musikalischen Einfallsreichtums und der atemberaubenden Solopassagen hat der Zyklus auch nach 300 Jahren nichts von seinem barocken Glanz verloren.

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