Die Mendener Musikfahrten in der Saison 2021/2022

Auswahl aus Oper, Musical, Operette, Ballet und Konzert


Ein gelungener Theaterabend ist immer ein besonderes Erlebnis: er kann Sie berühren, begeistern und manchmal auch nachdenklich machen. Nachdem die Fahrten im Zuge der Covid-19-Pandemie in der Saison 2020/2021 nicht durchgeführt werden konnten, setzen wir nun die Tradition in Kooperation mit dem Theater Dortmund wieder fort.
Die Mendener Musikfahrten machen es Ihnen besonders leicht, gemeinsam mit anderen Mendener Kulturfreundinnen und Kulturfreunden bequem und sicher Opern, Operetten, Musicals, Ballette und Konzerte zu genießen.


Für die Opernabende hat das Theater Dortmund um den Opernintendanten Heribert Germeshausen ein neues Programm erarbeitet, welches mit Opern aus dem deutschen, italienischen und französischen Fach aufwartet.
Angekündigt sind unter anderem „Tosca“ von Giacomo Puccini, ein barockes Pasticcio mit Auszügen aus Werken u.a. von Georg Friedrich Händel, Claudio Monteverdi und Henry Purcell sowie die Operette „Die lustige Witwe“
von Victor Leon und Leo Stein, welche als Höhepunkt der Tanzoperette gilt und über die doppelbödige Handlung Sinnlichkeit, Opulenz und Lebensfreude zelebriert.

Weiterhin zeigen auch die Dortmunder Philharmoniker wieder ihr ganzes Können. Seit der Gründung im Jahr 1887 haben sich die Dortmunder Philharmoniker als Klangkörper konsequent in die Liga der großen deutschen Konzert- und Opernorchester gespielt.

Dabei legen Generalmusikdirektor Gabriel Feltz und sein Team großen Wert auf ein vielfältiges und innovatives Programm, welches große Sinfonik, virtuose Konzerte, einzigartige SolistInnen und prominente DirigentInnen verspricht.


Bei Bestellung über das Kulturbüro (02373-903-8761 oder j.dannenberg@menden.de) erhalten Sie Ihre Theaterkarten mit rund 20 Prozent Rabatt gegenüber dem Normalpreis. Auch für die kommende Spielzeit 2021/2022 wird das Kulturbüro eine Auswahl aus dem Dortmunder Opern-, Ballett- und Konzertprogramm anbieten.

Die genauen Termine der Theaterfahrten werden Ihnen an dieser Stelle sowie über die Presse mitgeteilt.

Bequem und entspannt per Bus

Der Theaterbus holt Sie in Lendringsen,der Mendener Innenstadt, Menden-Bösperde oder Menden-Halingen ab. So ist immer für kurze Wege gesorgt und Sie sparen sich die anstrengende
Parkplatzsuche oder auch die oft langwierige Anfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.
Voraussetzung ist ein entsprechender Nachweis der Impfung und/oder Genesung oder eines negativen Tests. Die Nachweise sind beim Einsteigen in den Bus vorzulegen.

Während der Fahrt gilt Maskenpflicht (FFP2/KN95).

Fast täglich wechselnde Pandemieauflagen und dementsprechend angepasste Platzkapazitäten stellen Sie und uns bei der Planung Ihres Theaterbesuches natürlich vor eine besondere Herausforderung.

Aktuelle Informationen über Ihren Theaterbesuch und mögliche mit der Covid-19-Pandemie verbundene Einschränkungen finden Sie an dieser Stelle sowie unter www.theaterdo/corona.

Während der Busfahrt sowie des Besuches im Theater Dortmund gelten die 3G-Regel und die Maskenpflicht auf den Sitzplätzen. (Stand: Okt.2021)

1. Fahrt: Tosca

Sonntag, 14. November 2021, 18 Uhr

Opernhaus Dortmund

Melodramma in drei Akten von Giacomo Puccini

Preisgruppe I: 41,80 € / Preisgruppe II: 35,40 € / Preisgruppe III: 29,00 €

Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach dem Drama La Tosca (1887) von Victorien Sardou / in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Eine leidenschaftliche Femme fatale, ein aktivistischer Künstler und ein skrupelloser Polizeichef – gepaart mit Puccinis ergreifender Musik ergeben sie einen packenden Opernthriller der Superlative. Weil der Maler Cavaradossi dem politisch verfolgten Angelotti zur Flucht verhilft, rückt er selbst in den Fokus der Staatsgewalt. Scarpia benutzt Cavaradossis Geliebte, um den Aufenthaltsort des Entflohenen zu erfahren. Es ist die berühmte Sängerin Tosca, die der Polizeichef selbst begehrt. Er zwingt sie, die Schreie ihres gefolterten Mannes anzuhören und ihre Standhaftigkeit zerbricht. Scarpia bietet Tosca Cavaradossis Begnadigung im Austausch gegen ihren Körper an. Sie willigt ein und erhält einen Passierschein, doch bevor sich der Polizeichef ihr nähern kann, ersticht sie ihn. Nur Cavaradossis Schein-Exekution steht der gemeinsamen Zukunft noch im Wege.

Durch die aufs Wesentliche komprimierte Handlung entsteht eine soghafte Spannung, die auf eine geradezu filmische Dichte setzt. Die Verschmelzung von traditionellen und um 1900 sehr modernen kompositorischen Elementen schafft zusammen mit der samtig-schillernden Orchestrierung eine ganz besondere Klangerotik. Dabei stehen die Stimmen und ihre Melodien im Vordergrund und kreieren durch ihre körperliche Ausdruckskraft eine raffinierte Figurenpsychologie. Intensiv, bewegend und aufregend bis zur letzten Sekunde bietet das historische Kriminalstück mit einem dichten musikalischen Geflecht alles, was man von einer großen italienischen Oper erwartet. Hausregisseur Nikolaus Habjan inszeniert mit großer Liebe zum Werk einen modernen Psychothriller und schafft so einen unvergesslichen Opernabend.

2. Fahrt: Sehnsucht

Samstag, 08. Januar 2022, 19.30 Uhr

Opernhaus Dortmund

Ein barockes Pasticcio

Preisgruppe I: 41,80 € / Preisgruppe II: 35,40 € / Preisgruppe III: 29,00 €

Mit Auszügen aus Werken von Riccardo Broschi, Georg Friedrich Händel, Claudio Monteverdi, Nicola Antonio Porpora, Henry Purcell u.a. / in italienischer und englischer Sprache mit deutschen Untertiteln

Die Zeit des Barock war geprägt von einem spannungsreichen Dualismus: Auf der einen Seite die unbändige Lust am Leben, die mit der Sehnsucht einhergeht, jeden Tag zum Besten zu machen. Auf der anderen Seite die Präsenz des Todes verbunden mit dem Bewusstsein von Vergänglichkeit und der Sehnsucht nach dem Paradies.

Das barocke Pasticcio lädt ein zu einer Reise in eine Lebensgeschichte, geheimnisvoll und vielseitig, sinnlich und überraschend. Dieses szenische Kaleidoskop rund um die Sehnsüchte eines Mannes ist eine Hinterfragung von Beziehungen, Identitäten sowie Sinn und Ziel des Lebens. Durch die Zusammenstellung der reizvollen und oft virtuosen barocken Arien entsteht ein packender Abend, in dem das schillernde Spektrum der Emotionen zum Klingen gebracht wird.

Dank der musikalischen Stilmittel der barocken Ausdrucksweise wird die reichhaltige Bandbreite menschlicher Gefühle in Klänge gesetzt. Dabei äußert sich Sehnsucht in ganz unterschiedlichen Emotionen, die von der Musik sensibel und ausdrucksstark aufgegriffen werden – oft verbunden mit hochvirtuosen Melodielinien, die von den Sänger*innen größte Kunstfertigkeit abverlangen. Im Mittelpunkt steht der junge brasilianische Shootingstar Bruno de Sá, dessen natürliche Sopranstimme ein außerordentlich beeindruckendes Phänomen darstellt. Erst kürzlich wurde das virtuose Ausnahmetalent von der Fachzeitschrift Oper! zum Nachwuchskünstler des Jahres gewählt.

3. Fahrt: Leichten Herzens

Montag, 21. Februar 2022, 19 Uhr

Konzerthaus Dortmund

2. Konzert Wiener Klassik / Mozart / Haydn / Schubert

Einheitspreis: 16,20 €

Wolfgang Amadeus Mozart Ouvertüre zur Oper Don Giovanni KV 527
Joseph Haydn Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 2 D-Dur Hob. VIIb:2
Franz Schubert Sinfonie Nr. 3 D-Dur D 200

Von „leichten Herzens“ zu „leichtherzig“ ist es nur ein kleiner Schritt, der jedoch verhängnisvolle Folgen haben kann: Dass es mit Mozarts Don Giovanni kein gutes Ende nehmen wird, verrät bereits die Ouvertüre in düsterem d-Moll. Betont heiter geht es hingegen im weiteren Verlauf des Konzerts zu – mit Stücken in D-Dur, einer Tonart, die um 1800 für Freude und glanzvollen Pomp stand. Am Pult debütiert die erfolgreiche Newcomerin und Stipendiatin des Dirigentenforums Yura Yang.

4. Fahrt: Himmlische Sphären

Dienstag, 10. Mai 2022, 20 Uhr

Konzerthaus Dortmund

9. Philharmonisches Konzert / Strauß / Beethoven / Saint-Saens

Preisgruppe I: 33,80 € / Preisgruppe II: 31,40 € / Preisgruppe III: 27,40 €

Josef Strauß Sphären-Klänge op. 235
Ludwig van Beethoven Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58
Camille Saint-Saëns Sinfonie Nr. 3 c-Moll op. 78 Orgelsinfonie

Im Wonnemonat Mai entführt Sie unser 9. Philharmonisches Konzert in himmlische Sphären! Zum Auftakt erklingt mit Sphären-Klänge ein Walzer von Josef Strauß, dem jüngeren und ebenso talentierten Bruder des Wiener „Walzerkönigs“ Johann Strauß.

Über Beethovens 4. Klavierkonzert heißt es, für den zweiten Satz habe der antike Mythos von Orpheus und Eurydike Pate gestanden. Mit zwei kontrastierenden Themen – das eine lyrisch zart, das andere laut und scharf – tragen Klavier und Orchester symbolisch den Kampf des liebenden Sängers gegen die Mächte der Unterwelt aus: Wo Licht ist, ist auch Schatten.

Wenn es um die Klänge des Himmels geht, darf natürlich ein Instrument nicht fehlen: die Orgel. In Saint-Saëns 3. Sinfonie kommt ihr eine so prominente Rolle zu, dass das Stück den Beinamen „Orgelsinfonie“ erhielt. Der Komponist, der selbst fast 20 Jahre als Organist an der Pariser Madeleine tätig gewesen war, warf für diese letzte Sinfonie noch einmal all sein musikalisches Können in die Waagschale und verhalf der „Königin der Instrumente“ zu einem wahrhaft majestätischen Auftritt im Konzertsaal.

5. Fahrt: Die Walküre

Sonntag, 12. Juni 2022, 16 Uhr

Opernhaus Dortmund

Der Ring des Nibelungen von Richard Wagner

Preisgruppe I: 41,80 € / Preisgruppe II: 35,40 € / Preisgruppe III: 29,00 €

Ein Bühnenfestspiel unter der musikalischen Leitung von Gabriel Feltz und Regie durch Peter Konwitschny / Libretto vom Komponisten / in deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Es geht um ein Geschwisterpaar, das sich verloren hat und wiederfindet. Es geht um inzestuöse Liebe, Ehebruch und Seitensprünge. Es geht um Macht und Intrigen. Es geht aber auch um Liebe, Vertrauen und die Suche nach dem Glück. Und es geht um einen Ring, der die Zukunft der Welt bedeutet. Richard Wagners Die Walküre beginnt wie eine simple Dreiecksgeschichte, in der sich zwei Menschen ineinander verlieben und ein Dritter darunter leidet. Doch im Verlauf der Oper zeigt sich die tiefere Dimension dieser Verwicklung und der Blickwinkel weitet sich über das Reinmenschliche hinaus. Es ist nichts weniger als ein Teil des weltumspannenden Epos Der Ring des Nibelungen, den Richard Wagner mit der Walküre erschuf.

Der Erste Tag des Bühnenfestspiels gehört zu den beliebtesten Opern Wagners und faszinierte von Beginn an auch Operngänger:innen, die nicht allen Errungenschaften des Komponisten offen gegenüberstanden. Grund hierfür ist die Verbindung von Wagners musikalischen Neuerungen wie großen deklamatorischen Passagen mit bewährten Stilelementen aus den älteren Nummernopern. So kommt es, dass beispielsweise der „Walkürenritt“ zu einem der international bekanntesten Musikstücke überhaupt werden konnte.

Nach Arbeiten an den Staatsopern Stuttgart, Hamburg, München und Wien, der Königlichen Oper Kopenhagen sowie bei den Salzburger Festspielen kommt der weltweit gefeierte Regiestar Peter Konwitschny nun ins Ruhrgebiet, um mit der Walküre seine erste komplette Auseinandersetzung mit dem vollständigen Ring des Nibelungen zu beginnen.

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