Schnadegang der Stadt Menden

Der nächste Schnadegang der Stadt Menden findet statt am Samstag, den 18. September 2021.

Wenn die Felder abgeerntet sind, lädt die Stadt Menden zum traditionellen Schnadegang ein. Nach der Neugliederung der Stadt Menden wurde die Grenze in den vergangenen Jahren in sechs Teilstrecken begangen. In diesem Jahr wird die fünfte Teilstrecke der Grenze absolviert. Die Strecke hat eine Länge von ca. 10,5 km. 

Unter der Leitung des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV), Abteilung Menden, beginnt die Grenzbegehung um 14.00 Uhr. Auf der Wanderung wird der 2021 neu gesetzte Grenzstein eingeweiht.
Um 14.00 Uhr beginnt die Grenzbegehung in Menden / Halingen an der Einfahrt zum Bauernhof Lorenz und führt entlang dem Naturschutzgebiet Abbabach. Nach der Hälfte der Wegstrecke wird eine Rast mit Eigenverpflegung eingelegt. Seinen Abschluss findet der diesjährige Schnadegang in der ehemliagen Aula der Grundschule Halingen. Die Bewirtung der Schnadegänger übernimmt die Dorfgemeinschaft Halingen.

Die Teilnahme am Schnadegang 2021 wird auf Wunsch im Schnadegangausweis bescheinigt. Hierzu ist es erforderlich, dass die bereits ausgestellten Ausweise mitgebracht werden. Erstgänger erhalten ihren Ausweis am Ende der Stecke.

Hunde dürfen die Wegstrecke gerne mitgehen, müssen allerdings von ihrem Besitzer unbedingt an der Leine geführt werden.


Für die Hin- bzw. Rückfahrt kann für Getestete, Geimpfte und Genesene ein Bus genutzt werden. Die Nachweise sind beim Einsteigen in den Bus vorzulegen. Während der Fahrt gilt Maskenpflicht (FFP2/KN95).

Fahrstrecke Hinfahrt:

12.45 Uhr ab Lendringsen, Haltestelle bei der Sparkasse

13.00 Uhr ab Menden, Haltestelle Nordwall (vor der Deutschen Bank, gegenüber Kaufhaus ACTION)                                     

13.15 Uhr ab Platte-Heide, Schule

13.30 Uhr ab Schwitten, Schule

13.45 Uhr ab Bösperde, Nikolaus-Groß-Schule, Bahnhofstraße in Bösperde 2

14.00 Uhr an Halingen, Einfahrt zum Bauernhof Lorenz

Um ca. 19.00 Uhr befördert der Bus die Schnadegänger zurück in die Heimatorte. Der Bustransfer erfolgt mit freundlicher Unterstützung des Museums- und Heimatvereins Menden (Sauerland) e.V.
 

Die Geschichte des Schnadegangs:

"Schnade" bedeutet so viel wie Grenze. Der Schnadegang ist also ein Grenzgang. Zurückzuführen sind die Rundgänge auf Streitigkeiten der Orte wegen angeblicher oder tatsächlicher Grenzverschiebungen. Früher dienten Waldschneisen, Bäche, Hecken oder Gräben als Grenzmarkierung. Bis zum 17. Jahrhundert dienten als Markierungen auch eigens gepflanzte Bäume, in die man mit der Axt ein Kreuz hineinschlug, später ging man zur Verwendung von Grenzsteinen (Hütesteinen) über. Um die Korrektheit der Gemeindegrenze zu kontrollieren, die Grenzmarkierungen freizuschneiden und den neuen Bürgern die Kenntnis über den Verlauf der Grenze zu vermitteln, fand eine amtliche Grenzbegehung statt, die dann alle ein oder zwei Jahre wiederholt wurde.