Schnadegang der Stadt Menden

Der nächste Schnadegang der Stadt Menden findet statt am Samstag, den 19. September 2020.

Wenn die Felder abgeerntet sind, lädt die Stadt Menden zum traditionellen Schnadegang ein. Nach der Neugliederung der Stadt Menden wurde die Grenze in den vergangenen Jahren in sechs Teilstrecken begangen. In diesem Jahr wird die vierte Teilstrecke der Grenze absolviert. Die Strecke hat eine Länge von ca. 9,5 km. 

Unter der Leitung des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV), Abteilung Menden, beginnt die Grenzbegehung um 14.00 Uhr. Auf der Wanderung wird der 2020 neu gesetzte Grenzstein eingeweiht.
Um 14.00 Uhr beginnt die Grenzbegehung in Menden / Niederoesbern an der Kreuzung Oesberner Weg / Lütkenheide und führt durch den Stadtteil Barge. Nach Überquerung der B7 in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Krankenhauses Wimbern geht es weiter entlang der Ruhr. Im Anglerheim des Fischereivereins Menden-Frohnhausen e.V. wird eine Rast eingelegt. Anschließend geht es weiter zur Ruhrbrücke in Fröndenberg. Beim Kanu Club Menden e.V. an der Ruhr findet der diesjährige Schnadegang seinen Abschluss.

Die Teilnahme am Schnadegang 2020 wird auf Wunsch im Schnadegangausweis bescheinigt. Hierzu ist es erforderlich, dass die bereits ausgestellten Ausweise mitgebracht werden. Erstgänger erhalten ihren Ausweis am Ende der Stecke.

Hunde dürfen die Wegstrecke gerne mitgehen, müssen allerdings von ihrem Besitzer unbedingt an der Leine geführt werden.


Besonderheiten im Jahr 2020 („Corona“):
Es wird um vorherige Anmeldung im Kulturbüro (mit Angabe von Name, Anschrift und Telefonnummer) gebeten.  Während der Wanderung ist zwischen den Personen ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Die Wandernden werden in diesem Jahr zur Selbstverpflegung angehalten. Bei der Zwischenrast sowie beim Abschluss werden jedoch Kaltgetränke und verpackte Snacks (Müsliriegel …) angeboten.


Für die Hin- und Rückfahrt kann ein Bus genutzt werden.

Fahrstrecke Hinfahrt:

12.50 Uhr ab Menden Platte Heide, Schule
13.05 Uhr ab Menden Halingen, MVG-Haltestelle "Osterfeldstraße" (beim Halinger Hof)
13.10 Uhr ab Menden Bösperde, Nikolaus-Groß-Schule, Bahnhofstraße in Bösperde 2
13.20 Uhr ab Menden Schwitten, Schule
13.30 Uhr ab Menden Haltestelle Nordwall, vor dem Medienhaus (Stadtspiegel/WP)
13.40 Uhr ab Menden Haltestelle Niederstadt (Arche Noah)
13.45 Uhr ab Menden Lendringsen, Haltestelle Lendringsen Sparkasse
14.00 Uhr Ankunft in Oesbern, Lütkenheide

Um ca. 18.30 Uhr befördert der Bus die Schnadegänger zurück in die Heimatorte. Der Bustransfer erfolgt mit freundlicher Unterstützung des Museums- und Heimatvereins Menden (Sauerland) e.V.
 

Die Geschichte des Schnadegangs:

"Schnade" bedeutet so viel wie Grenze. Der Schnadegang ist also ein Grenzgang. Zurückzuführen sind die Rundgänge auf Streitigkeiten der Orte wegen angeblicher oder tatsächlicher Grenzverschiebungen. Früher dienten Waldschneisen, Bäche, Hecken oder Gräben als Grenzmarkierung. Bis zum 17. Jahrhundert dienten als Markierungen auch eigens gepflanzte Bäume, in die man mit der Axt ein Kreuz hineinschlug, später ging man zur Verwendung von Grenzsteinen (Hütesteinen) über. Um die Korrektheit der Gemeindegrenze zu kontrollieren, die Grenzmarkierungen freizuschneiden und den neuen Bürgern die Kenntnis über den Verlauf der Grenze zu vermitteln, fand eine amtliche Grenzbegehung statt, die dann alle ein oder zwei Jahre wiederholt wurde.