Schnadegang der Stadt Menden

Der nächste Schnadegang der Stadt Menden findet statt am Samstag, den 17. September 2022.

(Foto: Stadt Menden/Dannenberg)

Wenn die Felder abgeerntet sind, lädt die Stadt Menden zum traditionellen Schnadegang ein. Nach der Neugliederung der Stadt Menden wurde die Grenze in den vergangenen Jahren in sechs Teilstrecken begangen. In diesem Jahr wird die sechste Teilstrecke der Grenze absolviert. Die Strecke hat eine Länge von ca. 10 km. 

Unter der Leitung des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV), Abteilung Menden, beginnt die Grenzbegehung um 14.00 Uhr. Auf der Wanderung wird der 2022 neu gesetzte Grenzstein eingeweiht.

Die Wegstrecke führt vom Treffpunkt „An der Berglose“ in Richtung Ost-Sümmern, über den Gaxberg und von dort aus weiter in Richtung Waldemei, Stadtwald zum Pfarrheim der St. Marien Kirche in Platte Heide. Hier findet der diesjährige Schnadegang seinen Abschluss.

Die Teilnahme am Schnadegang 2022 wird auf Wunsch im Schnadegangausweis bescheinigt. Hierzu werden neue Ausweise am Ende der Strecke ausgegeben.

Hunde dürfen die Wegstrecke gerne mitgehen, müssen allerdings von ihrem Besitzer an der Leine geführt werden.


Für die Hin- bzw. Rückfahrt kann ein Bus genutzt werden. 

Fahrstrecke:

12.45 Uhr ab Lendringsen, Haltestelle bei der Sparkasse (ehem. Haus Drees; in Fahrtrichtung Menden)

12.55 Uhr ab Menden, Haltestelle Niederstadt/Arche Noah

13.05 Uhr ab Menden, Haltestelle Nordwall (vor der Deutschen Bank, gegenüber Kaufhaus Action)

13.15 Uhr ab Schwitten, Schule

13.25 Uhr ab Bösperde, Nikolaus-Groß-Schule, Bahnhofstraße in Bösperde 2

13.35 Uhr ab Halingen, „Osterfeld“ (Parkplatz Halinger Hof)

13.45 Uhr ab Platte-Heide, Schule (Margueritenweg)

14.00 Uhr an Sümmerheide, An der Berglose

Um ca. 18.30 Uhr befördert der Bus die Schnadegänger zurück in die Heimatorte. Der Bustransfer erfolgt mit freundlicher Unterstützung des Museums- und Heimatvereins Menden (Sauerland) e. V.


Informationen und Anmeldung im Kulturbüro:

Herr Dannenberg, Hauptstr. 48 (Altes Rathaus), 58706 Menden

Tel.: 02373 903 8761, j.dannenberg@menden.de

Die Geschichte des Schnadegangs:

"Schnade" bedeutet so viel wie Grenze. Der Schnadegang ist also ein Grenzgang. Zurückzuführen sind die Rundgänge auf Streitigkeiten der Orte wegen angeblicher oder tatsächlicher Grenzverschiebungen. Früher dienten Waldschneisen, Bäche, Hecken oder Gräben als Grenzmarkierung. Bis zum 17. Jahrhundert dienten als Markierungen auch eigens gepflanzte Bäume, in die man mit der Axt ein Kreuz hineinschlug, später ging man zur Verwendung von Grenzsteinen (Hütesteinen) über. Um die Korrektheit der Gemeindegrenze zu kontrollieren, die Grenzmarkierungen freizuschneiden und den neuen Bürgern die Kenntnis über den Verlauf der Grenze zu vermitteln, fand eine amtliche Grenzbegehung statt, die dann alle ein oder zwei Jahre wiederholt wurde.

Download Faltblatt Schnadegang 2022